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Diese Darstellung der Geschichte und Kultur Chinas von den Anfängen bis in die Zeit der politischen und wirtschaftlichen Fremdbestimmung im 19. Jahrhundert zeigt Entwicklungslinien, die die Dynamik des heutigen China überhaupt erst verständlich machen. Im alten China tauchen bereits die Grundprobleme auf, die sich dem Land heute noch stellen. Die Konfliktzonen der Vergangenheit und mögliche Grenzen innerhalb Chinas sind im Bewußtsein der Bevölkerung noch präsent. Daher wird die Einheit Chinas auch über die Zeit der Herrschaft durch die kommunistische Partei hinaus nur gelingen, wenn die in der chinesischen Geschichte deutliche innere Vielfalt akzeptiert und nicht der Forderung nach Einheitlichkeit geopfert wird. Diese knappe chinesische Geschichte auf dem heutigen Forschungsstand dient daher auch dem leichteren Verständnis der Dynamik im heutigen China.
Eine nicht sehr gelungene EinführungDas Buch führt in die Geschichte Chinas bis zum 19.Jahrhundert ein. Dies auf etwa 130 Seiten zu vollbringen ist selbst für ein Überblick ein sehr ergeiziges Ziel. Seine Ausführung ist dem Autor nur zum Teil geglückt. Während die Anfänge der chinesischen Geschichte und die Zeit der Einigung Chinas unter dem Ersten Kaiser(Qin-Dynastie)gut dargestellt werden, wird schon die nachfolgende Han-Dynastie, die auch nach Meinung des Autors grundlegend für Chinas weitere Entwicklung war, zum Teil nur sehr schematisch sichtbar. Die Darstellung der darauffolgenden Epoche ist dem Autor gründlich mißglückt. Man sucht vergeblich nach einem roten Faden, erfährt zwar mehrere Einzelheiten hat aber Schwierigkeiten sie miteinander in Beziehung zu setzen. Die Zeittafel am Buchende hilft einem hier nur bedingt.Auch wenn die eschriebene Epoche zum grossen Teil eine Zeit des Wechsels war wünschte man sich eine etwas klarere Darstellung.Erst ab der Mongolenzeit wird die schöne Struktur des ersten Teil des Buches sichtbar. Man wünscht sich zwar mehr Ausführungen über die Ming- und die letzte chinesische Kaiserdynastie der Mandschu(Qing). Bei der Knappheit des Buches ist deren Fehlen jedoch zum Teil nachvolziehbar.Die Einführung ist daher nur mit Einschränkungen zu empfehlen. Für jemanden der keinerlei Kenntnisse von der chinesischer Geschichte hat kann es dennoch ein faszienirendes erstes Eintauchen in einen der interessantesten Einzelbereiche der Weltgeschichte sein.
Eine leicht verständliche EinführungSchmidt-Glinzers Buch schildert leicht verständlich die chinesische Geschichte von ihren Anfängen bis zum Opiumkrieg. Schmidt-Glinzer behandelt fast 7000 Jahre chinesischer Geschichte auf nur 130 Seiten und läßt dennoch keine wichtigen Ereignisse aus. Im Gegenteil, er befaßt sich nicht nur mit den wichtigsten Fakten der Geschichte, er behandelt auch Kultur und gesellschaftliche Entwicklung. Chronologisch führt er seine Leser von der Yangshao- Kultur über die einzelnen Dynastien bis zum Untergang des Kaiserreiches und der Fremdbestimmung im 19. Jahrhundert. Das Verständnis des in diesem Buch behandelten Zeitraumes ist essentiell für das Verständnis des heutigen Chinas. Er bildet die Basis für Gesellschaft und Kultur der Volksrepublik. Schmidt-Glinzers Werk ist sehr empfehlenswert für Leute, die einen Einstieg in das Thema suchen. Aber auch für „Experten" auf dem Gebiet ist das Buch zu empfehlen, da es sehr übersichtlich aufgeteilt ist, und somit auch als praktisches Nachschlagewerk dienen kann. Am Ende des Buches gibt es eine erfreulich übersichtliche Zeittafel der chinesischen Geschichte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Kein Kennenlernen - nur ein kurzer Flirt mit der chinesischen GeschichteChina ist in gewisser Hinsicht ein Kuriosum: Im bundesdeutschen Geschichtsunterricht taucht es praktisch nicht auf, und das Wissen, das der durchschnittliche Erwachsene über das Reich der Mitte hat, geht nur unwesentlich über Gerd Ruges Bilder, "Jim Knopf" und "Shogun" hinaus. Spätestens, wenn man nach China reist, fallen einem diese Lücken und Halbheiten dann auch schmerzlich auf.
(Dem, der jetzt einwenden möchte, daß "Shogun" in Japan spielt und mit China nichts zu tun hat, versichere ich, daß er sich für überdurchschnittlich gebildet halten darf.)
Helwig Schmidt-Glintzer war Professor für ostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaft an der Uni München. Für den Beck-Verlag hat er eine kurze zweibändige Geschichte Chinas geschrieben. Dessen erstem Band, "Das Alte China", habe ich einen Großteil der obigen Informationen entnommen. Leider nicht alle - und auch nicht die interessantesten.
Was der Autor auf knapp 150 Seiten bietet, ist eine kompakte Geschichte besonders des politischen Chinas: Von den bescheidenen Anfängen der ersten Hochkulturen über die Zeit der Reichseinigung, zahlreiche Umstürze und Umwandlungen hinweg bekommt der Leser eine Menge Informationen über das Reiche der Mitte. Die Dynastien, die den verschiedenen Epochen ihren Namen gaben, werden beleuchtet, innenpolitische Verwicklungen, die Rolle der Beamtenschaft und der Prüfungen, mit denen sie ausgewählt wurden, und auch Literatur wie sonstige Kultur werden angerissen.
Das ganze ist sehr knapp geschrieben, bleibt auch für Laien ohne Vorbildung verständlich und ist, insgesamt, eine gelungene konventionelle Einführung in die ältere Geschichte Chinas. Dank der Kürze eignet es sich ideal, um sich auf einer Flugreise nach China wenigstens ein paar Anknüpfungspunkte anzulesen, an die man die ganzen Baudenkmäler und Touristenführer-Vorträge dann anschließen kann. Auch für historisierende China-Filme wie "Der Kaiser und sein Attentäter" bietet "Das Alte China" das nötigste Rüstzeug.
Mehr aber auch nicht: Es wäre vermessen zu erwarten, daß jemand die "Geschichte Europas und des Mittelmeerraums bis 1800" auf 150 Taschenbuchseiten zusammenpressen könnte, ohne daß dabei wichtiges unter den Tisch fiele. Die Alltagskultur Chinas, wirtschaftliche und technische Entwicklung, zivilisatorische Errungenschaften, aber auch Gegensätzliches und Eigenartiges am Rande der großen Politik bleibt weitgehend außen vor. Das chinesische Selbstverständnis der eigenen Geschichte wird nur kurz angerissen, Vergleiche zu Europa oder den Nachbarn bleiben spärlichst, und für die meisten etwas spezielleren Fragen wird man zur umfangreicheren Literatur greifen müssen, auf die der Autor im Anhang verweist.
China ist ein eigenartiges Land mit eigenartiger Kultur und eigenartiger Geschichte. Damit letztere einem nicht mehr so fremd und unzugänglich erscheint, kann sich die Lektüre von Schmidt-Glintzers Buch durchaus lohnen. Und wer nach China reist, um alte Kultur zu entdecken, hat hier ein praktisches Werk zum Im-Flieger-Lesen und Mitdabeihaben.
Wer Geschichte mehr unter dem Nutzen für das heutige liest und auf den Unterhaltungswert gesteigerten Wert legt, wird mit Konrad Seitz' "China - Eine Weltmacht kehrt zurück" allerdings erheblich mehr anfangen können.
Hilfreich, aber könnte wesentlich verbessert werdenDer Autor stellt die großen Abschnitte der Geschichte Chinas bis in das 19. Jahrhundert kurz dar und gibt für jeden Abschnitt an, durch welche wesentlichen Faktoren er zustandekam, nennt einige seiner bedeutendsten Persönlichkeiten und geht auf Veränderungen der geographische Ausdehnung des Reiches im Laufe der Geschichte ein.
Inhaltlich ist einem das Buch daher sehr nützlich, wenn man sich mit den wichtigsten Stationen der chinesischen Geschichte und dem mit ihnen verbundenen Vokabular (etwa den Namen von Dynastien) vertraut machen möchte.
Allerdings läßt die Art der Darstellung sehr zu wünschen übrig. Einige Kapitel mußte ich mehrmals lesen, weil Zusammenhänge an gewissen Stellen erst durch das Lesen spätere Abschnitte klar wurden. Etwa die Persönlichkeit Liu Bangs wird auf S. 40 eingeführt, und es wird erklärt, daß die Han-Dynastie durch sein Wirken beginnt. Zwei Seiten weiter heißt es über einen gewissen Gaozu, er sei der Dynastie-Begründer, und erst auf S. 46 wird erklärt, daß Gaodi und Liu Bang ein und derselbe sind, und selbst dann bleibt es noch dem Leser überlassen zu erraten, daß Gaozu eine andere Transliteration desselben Namens Gaodi ist.
Generell ist die Darstellung chinesischer Eigennamen sehr unzufriedenstellend. Tonzeichen werden gar nicht verwendet, so daß viele Namen verschiedene Personen gleich aussehen und große Verwirrung beim Leser hervorrufen. Im übrigen hätte es nicht geschadet, die Namen wichtiger Personen und Regionen zusätzlich in chinesischen Zeichen anzugeben. Wer Chinesisch oder Japanisch kann oder lernt, hätte dadurch großen Gewinn und könnte die Namen auch besser auseinanderhalten.
Eigenartig ist ferner der Umgang mit Diskussionen unter Historikern sowie Bezügen auf andere Autoren. An einigen Stellen (etwa bei der Einführung des Begriffs "Modernisten" S. 45) wird auf konkrete Autoren ("M. Loewe") Bezug genommen, an anderen Stellen wird zwar deutlich, daß nur eine bestimmte Historiker-Meinung widergegeben wird, aber nicht welche Namen damit zu verbinden sind (etwa S. 116: "[...] nicht in einer Verweichlichung der Mongolen zu suchen, wie gelegentlich behauptet wurde").
Insgesamt ist das Buch also nützlich, jedoch als rundum gelungen würde ich es nicht bezeichnen wollen.
Adelung-1793: Alte · China, die · China
Brockhaus-1809: Das alte Römische Reich · Michael Ignaz Schmidt · China · China oder Sina
Brockhaus-1837: Cochin-China · China
Brockhaus-1911: Alte Welt · Schmidt [2] · Schmidt [3] · Schmidt [4] · Schmidt [22] · Schmidt [19] · Schmidt [20] · Schmidt [21] · Schmidt [5] · Schmidt-Cabanis · Schmidt-Rimpler · Schmidt-Weißenfels · Schmidt [9] · Schmidt [6] · Schmidt [7] · Schmidt [8] · Schmidt [12] · Schmidt [13] · Schmidt [11] · Schmidt · Schmidt [10] · Schmidt [17] · Schmidt [18] · Schmidt [16] · Schmidt [14] · Schmidt [15] · China [2] · China · China [3] · Poland-China-Schwein · China-Denkmünze
DamenConvLex-1834: Helwig, Amalia von · Arkadien (das alte) · China (Geschichte) · China (Frauen) · China (Geographie)
Eisler-1912: Schmidt, Heinrich · Schmidt, Wilhelm · Schmidt, F. J. · Schmidt, Ferdinand Jacob · Schmidt, Alexis · Schmidt, Caspar · Schmidt, Eugen Heinrich
Goetzinger-1885: Alter des Lebens u. alte Leute
Herder-1854: Alte [2] · Alte [3] · Alte [1] · Alte Land · Alte Mann · Schmidt [7] · Schmidt [6] · Schmidt [8] · Schmidt-Phiseldeck · Schmidt [9] · Schmidt [5] · Schmidt [2] · Schmidt [1] · Schmidt [4] · Schmidt [3] · China
Lemery-1721: China radix · Anisum Chinæ
Meyers-1905: Alte Herren · Alte Land, das · Alte Welt · Alte Geographie · Alte Burg [1] · Alte Burg [2] · Alte Garde · Schmidt [1] · Klamer-Schmidt · Haver-Schmidt · Schmidt-Cabanis · Schmidt-Phiseldeck · Schmidt [2] · Poland-China · China [3] · China [2] · China [1] · China-Denkmünze · China-Äpfel · China-Alkaloide
Pataky-1898: Helwig, Amalie v.
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