Völler, Eva

Wenn der Postmann nicht mehr klingelt

Wenn der Postmann nicht mehr klingelt
  • Verlag: Lübbe
  • Erscheinungsdatum: 1999-03
  • Bindung: Taschenbuch
  • Seitenzahl: 447
  • ISBN: 3404161831
  • EAN: 9783404161836
  • Amazon.de Verkaufsrang: 19.830
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Beschreibung von buecher.de

Hausfrau Susi will gerade mehr aus ihrem Leben machen, da findet sie den Briefträger im Vorgarten - erstochen mit der angefeilten Luftpumpe ihres fünfjährigen Sohnes.
Das ist allerdings fast noch der kleinste Stolperstein im aufreibenden Alltag der Ministerialsratsgattin Susanne Herkfelder-Henkesheim. Denn neben dem toten Postmann im Vorgarten und einem mißtrauischen Kommissar Bohrer hat Susanne noch ein aufreibendes Familienleben am Hals, in dem sich das Sex-Life mit Pascha-Ehemann Schorschi nach Wochentag und Uhrzeit abspielt. Während zwei Söhne, dazu eine geistig verwirrte Groß- und eine Wagner singende Schwiegermuter permanent Arbeit machen und an den Nerven sägen. Den Rest besorgen ein schleimig die Frauen ausbeutender Pfarrer und ein liebenswerter, wenn auch gänzlich unnützer Hund namens Tannhäuser, der das Haus weder vor dem Mörder noch anderen Eindringlingen schützt, sondern statt dessen eine geradezu fetischhafte Fixierung auf das Gebiß der Großmutter pflegt.
Daß unsereHeldin mit ihrem Alltag überfordert ist, braucht nicht extra betont zu werden. Daß sie diese Überforderung stoisch, mit jener unterschwelligen Verzweiflung, erträgt, die wir zuweilen alle an uns wahrnehmen, läßt den Roman zu einer gelungenen Komödie werden, an deren Ende eine Detektivin wider Willen ganz nebenbei einer Rauschgiftbande das Handwerk legt und ein Ministerialrat putzen gelernt hat und auch mit Sex auf dem Küchentisch einverstanden ist.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension fanden 12 von 12 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Zum Totlachen

Ich bin eher zufällig auf dieses Buch gestoßen, zwar fängt es etwas schleppend an, aber steigert sich enorm. Wer mal richtig ablachen möchte und sich ein schönes Lesevergnügen gönnen will, ist hier genau richtig!

Diese Rezension fanden 10 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Erfrischender Lesespaß

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es skuril und doch den Alltag einer Hausfrau und Mutter gut wiederspiegelt. Die Verwicklungskomik gefällt mir; daß Buch ließ sich kaum aus der Hand legen. Für jeden, der den etwas anderen Krimi der skurilen Art mag, sehr empfehlenswert.

Diese Rezension von maurer_thomas-inge fanden 9 von 12 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen wenn der Postmann nicht mehr klingelt

Dieses Buch war das erste von Eva und seitdem bin ich süchtig.

Sogar mein Mann hat es gelesen und er hasst Bücher, wir haben uns gebogen vor lachen. Diese Frau ist der Hammer!!!!!!!!

Diese Rezension von maurer_thomas-inge fanden 8 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Super witziger Frauenroman

Alle Fans von Frauenromanen aufgepaßt: Eva Völler hat hier einen urkomischen Roman geschrieben. Witzig erzählt sie die Geschichte einer gelangweilten Hausfrau, die so gerne selbst einmal etwas außergewöhnliches erleben möchte und ganz nebenbei einen Mord aufklärt. Für Leser, die eine lustige Abwechslung im Bücherleben haben möchten, genau das richtige Buch...

Diese Rezension von Skatersally fanden 5 von 5 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Detektivin wider Willen

Der unterhaltsame Roman von Eva Völler handelt vom ganz normalen Wahnsinn im Tagesablauf einer zweifachen Mutter und Ehefrau. Susanne und Schorschi haben sich schon während des Studiums kennen gelernt. Nun ist er ein vielbeschäftigter Ministerialrat und sie hat ihre Karriere aufgegeben, weil das erste Kind sich viel zu früh anmeldete. Inzwischen ist Timmy sechzehn und Olli geht noch in den Kindergarten. Neben Familie und Haushalt versorgt Susanne noch die Oma ihres Mannes, die bei ihnen wohnt und den Hund Tannhäuser, der immer wieder Omas Gebiss versteckt. Zu allem Überfluss kommt auch noch ihre Schwiegermutter auf unbestimmte Zeit zu Besuch und eine fast vergessene Schulfreundin kehrt wieder in ihr Leben. Brigitte (Brieschied) schwärmt dabei von Frankreich und weckt auch bei Susanne das Gefühl, etwas im Leben verpasst zu haben.

Das allein würde schon für einen unterhaltsamen Frauenroman ausreichen. Doch es kommt noch schlimmer. Eines Tages liegt der Postmann unter dem Rhododendron und wurde mit einer Luftpumpe erstochen. Zu allem Unglück gehört die besagte Pumpe zum Haushalt der Familie. Sollte man nun annehmen, dass sich solch ein Vorfall negativ auf das Idyll auswirkt, liegt man diesmal falsch. Susanne meldet sich für einen gemischten Schnupperkurs für Computer an und lernt dort ihre nächste Putzhilfe kennen. Außerdem beteiligt sie sich aktiv am Spendensammeln für die Kirchentombola, wodurch sie Einblicke in ominöse Verrichtungen eines Erotikshops hat.

Der witzige und lockere Schreibstil der Autorin erzählt eine kurze Zeitspanne aus dem Leben einer Familie. An manchen Stellen kann man herzhaft lachen, aber an manchen ist sie auch tiefsinnig und emotional. Gerade wenn es um das Verstehen und Verzeihen in Beziehungen geht, damit die Veränderung aus der Routine belebt und nicht zerstört. Frau Völler ist diese Mischung gelungen und das macht dieses Buch so empfehlenswert.

Wenn der Postmann nicht mehr klingelt



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