Fortey, Richard

Leben, eine Biographie

Leben, eine Biographie
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2002-08-01
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 448
  • ISBN: 3423330805
  • EAN: 9783423330800
  • Amazon.de Verkaufsrang: 172.584
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Beschreibung von buecher.de

Dieses Buch erzählt die große Geschichte des Lebens. Es führt uns von einem unfruchtbaren Planeten, der seine Bahn durch den Weltraum zieht, zu den allerersten Frühformen des Lebens. Es schildert die Bildung von Zellen und die Entstehung der Erdatmosphäre. Schließlich beschreibt es das Erscheinen des Homo Sapiens, mit dessen Ankunft 'unsere' Geschichte, die Geschichte der Menschheit, beginnt.

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Die Aufregung, die man beim Entdecken empfindet, kann weder gekauft, gefälscht, noch aus Büchern gelernt werden", schreibt Richard Fortey, der leitende Paläontologe des London Natural History Museum, in der Zeitschrift Life. Das erste Kapitel seines Buches, ein fesselnder Bericht über eine Expedition in die Arktis, die er als Student unternahm, um Fossilien zu sammeln, wird jeden zittern lassen, der jemals kalte Hände, Hunger und schmutzige Socken auf sich genommen hat, um weiter nach etwas Neuem Ausschau zu halten -- einem Stein oder einem Stück von einer Pflanze --, das sich möglicherweise als der Schlüssel zur Gewißheit des Verstehens erweisen würde. Forteys Beschreibungen von verwahrlosten Feldassistenten und exzentrischen, genialen Wissenschaftlern sind nicht weniger interessant, als die Milliarden von Jahren der Evolution, die er so phantasievoll beschreibt. Schließlich wurden die fossilen Entdeckungen nicht ohne Kontroversen akzeptiert, und die Diskussionen unter den fehlbaren Evolutionsbiologen, als sie ihre Theorien verbesserten, sorgen für vergnüglichen Lesestoff. Aber die Aufmerksamkeit richtet sich hier auf die kleinen Tiere, die unsere entfernten Vorfahren sind. Die oft mysteriösen Fossilien ähneln einem Geschichtsbuch, das in einer Sprache geschrieben wurde, die wir nicht kennen -- die Geschichte von Insekten und Vögeln, Menschen und Blumenkohl. Nach und nach zeigt Fortey, wie die Rätsel der Paläontologie der wissenschaftlichen Methode, der Politik und den persönlichen Ambitionen der Akademiker unterworfen wurden, bis ein feinsäuberlicher Weg von den allerersten Spuren des Lebens über die Äonen hindurch bis zum Vorabend des Homo Sapiens gezogen war. Forteys elegant geschriebene Reise läßt uns teilhaben an seiner Leidenschaft für vorzeitliche Meere und für die Tiere, die darin lebten. Er hilft uns zu verstehen, wie Zeit und Zufall zu unser aller Biographie beigetragen haben. --Theresa Littleton

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von olafelicki fanden 15 von 15 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert

Fortey's "Leben" ist ein deutlicher Gewinn auf dem Büchermarkt. Zu keiner Zeit war das Buch langatmig oder uninteressant - und dies durchaus auch für beruflich Vorbelastete. Fortey schafft es ganz hervorragend, eine Wissenschaft zu präsentieren, die bei weitem nichts mehr mit vergeistigten Beinchenzählern im Elfenbeitum zu tun hat. Der Leser bekommt das Bild einer sehr lebendigen, modernen und vor allem spannenden Wissenschaft vermittelt. Eingestreute Anekdoten lockern die Story erfrischend auf. Gerade die Darstellung der älteren Formationen (bis einschließlich Paläozoikum) ist ein Highlight der populärwissenschaftlichen Vermittlung eines solchen Themas. Allerdings sind in der Tat Mesozoikum und Känozoikum etwas stiefmütterlich behandelt. Nun wäre es m.E. sicher ebenso vermessen und unangebracht, wie aber auch unmöglich gewesen, die gesamte Bioevolution unseres Planeten mit der nötigen Tiefgründigkeit zu behandeln. Das war nicht Fortey's Anliegen. Er konzentrierte sich auf "seine" Zeit, in der er sich auskennt - das Paläozoikum. Verständlich, dass insbesondere Dino-Liebhaber enttäuscht und mitunter empört sind. Vielleicht wäre Fortey besser beraten gewesen, wenn er nicht diesen Titel gewählt hätte, der - völlig verständlich - eine ebenso eingehende Darstellung der postpaläozoischen Lebewelten impliziert. Doch das ist auch schon alles, was dem Autor vorgeworfen werden kann. Das Buch ist zweifellos ein Gewinn für den hierzulande auf diesem Gebiet weitgehend vernachlässigten Büchermarkt, es macht Lust auf mehr, es macht neugierig und es rückt eine Paläontologie ins öffentliche Bewußtsein, die seit langem jenseits von verstaubten Knochenarchiven oder verwirrten "Lost World / Jurassic Park" Fiktionen liegt.

Diese Rezension von year10191 fanden 9 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Sehr gute Biographie des irdischen Lebens!

Der britische Paläontologe Richard Fortey erzählt in seinem Buch "Leben. Eine Biographie. Die ersten vier Milliarden Jahre" den Werdegang des Lebens auf der Erde. Er schreibt über die Planetenentstehung, über die ersten Organismen, die Dinosaurier und zuletzt auch über uns Bewusstsein-besitzende homines sapientes auf so anschaulich-eindrückliche und unterhaltsam-humorvolle Weise, dass dieses Buch - ein klarer 5-Sterne-Kandidat - selbst dem nur halb-interessierten Leser die Paläontologie schmackhaft machen dürfte! Mit seiner romanhaft-lebendigen Erzählweise und wissensmäßig breitgefächerten Informativität ist es ein Gewinn für jeden Leser und dürfte bereits für Kinder ab etwa 10 oder 12 Jahren geeignet sein (sofern es nicht darum geht, alles hundertprozentig zu verstehen, sondern darum, mit solchen anregenden Büchern Neugier und Interesse zu wecken). Die ab und zu auftretenden literaturgeschichtlichen Anspielungen auf z.B. „Eliots Dr. Lydgate" (S. 83) gehören vielleicht hierzulande nicht gerade zur Allgemeinbildung, aber dadurch kann man mit einem Griff zum Lexikon oder der Sichtung der Suchmaschinen-Ergebnisse nebenbei auch seinen nicht-paläontologischen Horizont erweitern - für wissensdurstige Leser gut, für zeitlich limitierte Leser jedoch eher nur unverständlich. Immerhin sind im sechsseitigen Glossar die wichtigsten Fachbegriffe kurz erklärt. Ein Register macht das Buch als Nachschlagewerk geeignet. 28 leider nur schwarz-weiße Abbildungen illustrieren das Buch (das hätte in Farbe sein können, auch wenn es dem Preis geschadet hätte). Inwiefern es dem wissenschaftlichen Gebrauch nützlich sein kann, ist für mich als Nichtfachmann schlecht abzuschätzen - vermutlich konzentrieren sich Studierende lieber auf die gängige, abschlussrelevante Fachliteratur!

Diese Rezension von jochenhaegele2 fanden 11 von 13 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Wo bitte gehts zum Menschen?

Vor 4 Millionen Jahren wurde der erste Schritt gemacht. Dieser kleine Schritt für einen Menschen bedeutete einen Riesensatz für die Menschheit. Erst durch ihn sind wir in der Lage, Spaziergänge auf dem Mond zu unternehmen. Die Geschichte des Lebens ist eine der spannendsten überhaupt. Sie ist gekennzeichnet durch die Entwicklung physiologischer Neuheiten, unterstützt vom Faktor Glück. Denn mit viel Glück wurden wir zu dem, was wir heute sind - Menschen. Dabei hatte das Leben viele Schicksalschläge zu überstehen: Massenaussterben, Eiszeiten, Klimaänderungen. Aber alles hat das Leben überlebt und dokumentiert seinen Lebenslauf in den Fossilien. Richard Fortey beschreibt dies so anschaulich, mitreißend und trotz witziger Ausgestaltung immer mit genügend objektiver Kritik. Gutgelaunt stellt er dar, dass das Leben viel mehr ist als die bloßen Auswirkungen der genetischen Informationen.

Diese Rezension von Thomas Guttmann fanden 5 von 6 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Spitzenbuch

Dies ist ein Spitzenbuch!!!!!! Jedem zu empfehlen!

Fortey versteht es auf das Wesentliche einzugehen! Er verliert sich nicht in Nebensächlichkeiten, zeigt aber trotzdem Liebe zum Detail! Er bringt auch sehr gut die Zusammenhänge ein, wie die Forscher auf verschiedene Dinge stiessen und daraus ihre Rückschlüsse zogen! Es bringt nichts alle Vorzüge des Buches aufzulisten! Wenn man sich mit der Erdgeschichte ernsthaft beschäftigt erkennt man den Wert schon nach einigen Seiten! Fortey ist ein Spitzenfachmann was Trilobite betrifft (Er ist einer der Mitautoren der "Treatise of Invertebrate Paleontology: Arthropoda") aber er ist auch einer der besten Autoren was Erdgeschichte allgemein betrifft! Er versteht es zudem alles leicht verständlich zu halten und den Leser nicht zu ermüden!

Dieses Buch hätte mir zu meinen Schulzeiten viel gebracht, da es so klar die Zusammenhänge aufzeigt, wie es leider keines der Bücher im Unterricht konnte und durch die spannende Schilderung wird man angeregt sich mehr Information zu beschaffen und sein Wissen noch zu vertiefen!

Diese Rezension von Dipl.-Ing. Georg F. Terbeck fanden 5 von 6 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Steine zur Reden bringen

Wenn man glaubt, Paläontologen sind graue, schweigsame Menschen, die sich an Staub und toten Steinen ergötzen, wird man durch dieses Buch bekehrt. Schwungvoll wird die Geschichte der Erde erzählt, so als hätte man selbst den Geologenhammer geschwungen und Dinosaurierskelette zusammengesetzt. Liebevolle Seitenhiebe (nein besser -tritte) auf seine Wissenschaftskollegen lassen den Leser immer wieder schmunzeln (vor allen Dingen die Vergleiche zwischen den Namen der Wissenschaftler und den Fossilien, die sie gefunden haben....). Ein tolles Buch, nur zu empfehlen! Einziges Manko: Etwas mehr Illustrationen wären oftmals hilfreich.




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