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Der Tote ist sehr mager und am Aschermittwoch im Neckar ertrunken. Hat dieser Vorfall etwas mit dem Fund eines unbekannten Turner-Gemäldes zu tun? Obwohl sie eigentlich einen Hundemörder fangen sollen, verbeißen sich Hauptkommissar Theuer und sein Team in diesen Fall. Und die Zeit drängt, denn es gibt jemanden, der für einen Turner über Leichen geht.
Packender und origineller KrimiMeine Wertung lautet: Wenn das wirklich ein Erstlingswerk ist, dann kann ich nur sagen: Hut ab! Ein anspruchsvoll geschriebener Krimi, bei dem trotzdem die Spannung nicht zu kurz kommt. Kommissar Theuer und sein merkwürdiges Team sind in ihrer ganzen Kaputtheit und Gebrochenheit doch auch zutiefst sympathisch und die Heidelberger Kulisse (jenseits abgedroschener Touristenromantik)verleiht dem Buch einen besonderen Charme. Wenn man Charaktere wie etwa den Polizisten Haffner vor Augen hat, dann mutet es schon absurd an, wenn dem Autor von einem meiner Mitrezensenten "political correctness" unterstellt wird. Nur weil die Staatsanwältin türkischer Abstammung ist???
Nein, das Buch ist spannend und humorvoll und geistreich. Ich kann es nur empfehlen.
Mordkunst in HeidelbergDie Heidelberger Altstadt dient in diesem Roman von Carlo Schäfer als Kulisse für eine Kriminalgeschichte, die es in sich hat. Zunächst sind es nur ermordete Hunde, mit denen sich Hauptkommissar Theuer und seine Truppe beschäftigen, als aber ein unbekannter Toter aus dem Neckar gefischt wird, schaltet sich auch die Staatsanwaltschaft ein. Bahar Yildirim ist eine junge Anwältin türkischer Abstammung, die gleich bei ihrem ersten Auftritt in Nadelstreifen und schweinchenrosa Stöckelschuhen Eindruck schindet. Die Ermittlungen führt das ungleiche Paar ins Studenten-Milleu, wo sie auf Fälschungen alter Meister stoßen. Der Roman greift hier den historischen Umstand auf, daß William Turner um 1840 in der Neckarstadt zahlreiche Gemälde anfertigte. Ein geheimnisvoller Unbekannter zeigt sich auch an den Fälschungen stark interessiert und wirft seinen dunklen Schatten über die Stadt. Die Geschichte ist spannend und amüsant geschrieben und die Figuren-allen voran Theuer selbst-bisweilen herrlich skurril.
Geniestreich!Carlo Schäfer ist ein Geniestreich gelungen, und man kann nur hoffen, daß es nicht der letzte bleibt. Theuer und seine Freunde sind mir ans Herz gewachsen, und was würde ich dafür geben, einmal selber mit ihnen feiern zu können! Die dramatische Handlung mit dem fulminanten Showdown fesselt genauso wie die kraftvolle Sprache. Man möchte in das Buch hineinkriechen. Und endlich, endlich zeigt ein deutscher Krimiautor nicht nur grandiosen Humor, sondern auch ein meisterliches Einfühlungsvermögen in seine skurrilen Figuen. Eine wahre Entdeckung am Bücherhimmel!
Ein Buch für Heidelberg-FansNach dem „Vorleser" von Bernhard Schlink haben wir hier ein weiteres Buch vorliegen, mit dem man sich in der Topographie Heidelbergs einwandfrei und vor allem detailgenau wiederfinden kann.
Allerdings muss man bei diesem Krimi noch das sehr schräge Personal (der Kommissar und seine Crew, die deutsch-türkische Staatsanwältin) und die ebenfalls skurill und bizarr gezeichneten weiteren Figuren (Verdächtige, Einheimische, usw.) herausheben - dargeboten wird die Geschichte in einer Prosa, die am Anfang sehr bedeutungsschwer und holprig gerät, später allerdings kleine Miniaturkunstwerke vollbringt.
Auch die Krimihandlung beginnt schleppend, droht irgendwann zu versanden, um am Ende eine doch nicht mehr erwartete Dynamik zu erhalten, sodass die Geschichte des mysteriösen Toten aus dem Neckar doch noch enträtselt wird.
Ich möchte das Buch eben wegen seiner Sprache, seinem skurillen Personal und meiner persönlichen Vorliebe für Heidelberg empfehlen
BrilliantDieses Krimidebüt des Heidelberger Autors Carlo Schäfer ist ein wahres Lesevergnügen. Es ist doch immer wieder erstaunlich, was man mit Sprache machen kann. Neben der, in ein köstliches Lokalkolorit eingebundenen Handlung, ist es besonders diese unglaubliche Zynik und Gesellschaftssatire, die dieses Buch so besonders macht. Habe bei einem Krimi selten so gelacht.
Ich freue mich schon auf das nächste Werk.
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Brockhaus-1911: Schäfer · Schäfer [2] · Ewiges Licht · Elektrisches Licht · Zerstreutes Licht · Monochromatisches Licht · Licht · Licht [2] · Licht [3]
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