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Zwanzig Jahre litt Holger Reiners unter schweren Depressionen, heute fühlt er sich gesund, ist beruflich erfolgreich und kann das Leben mit seiner Familie genießen.
Was löste seine Depressionen aus? Was beeinflusste ihren Verlauf? Und wie verlief der Weg heraus aus diesem seelischen Tief?
In seiner ehrlichen Reflexion vermittelt der Autor eindrucksvoll, welch erdrückende Last diese Krankheit darstellt - aber auch, dass selbst aus den größten Tiefen eine Befreiung möglich ist.
Ein wertvoller RatgeberEin sehr gutes Buch, in dem man viele Grundzüge der eigenen Depression wiedererkennen kann - der echten, wohlgemerkt. Kein Buch für Leute, die mit der Behauptung "Winterdepression" Aufmerksamkeit erwirken wollen. Der Autor zeigt seinen Weg, mit den schweren Symptomen echter Depressionen umzugehen, sie für sich zu deuten und mögliche Wege, sie so in das Leben zu integrieren, daß es wieder lebenswert wird. Ein sehr mutiges Buch, allerdings auch nur für mutige Menschen. Für die ersten Schritte, die unbedingt unter ärztlicher und(!) therapeutischer Hilfe getan werden müssen, ist es jedoch ungeeignet.
Wenn aber das Gröbste überwunden ist und das Entwickeln von Überlebensstrategien im Raum steht, kann dieses Buch ein sehr wertvoller Ratgeber werden. Man sollte sich stets bewußt sein, daß hier nur eine der vielen Formen von Depression beschrieben wird, und daher auch nur ein möglicher Lösungsansatz. Angesichts der enormen Selbstsicherheit des Autors mag dieser Gesichtspunkt gelegentlich ins Hintertreffen geraten. Alles in allem trotzdem ein Buch von jemanden, der "es geschafft hat" und in dem ich vieles geradeheraus unterstreichen kann.
Ein Buch, das Hoffnung machtDies ist eines der besten Bücher über den Weg aus der Depression. Es ist ein Buch, das Hoffnung macht. Es bietet keine billigen Versprechungen für einen einfachen Weg, aber es zeigt greifbare Schritte für den mühsamen, aber aussichtsreichen Weg "zurück ins Leben". Holger Reiners musste für sich einen solchen Weg finden.
Langjährige Depression lähmte ihn zunehmend - mit immer bedrohlicherem Ausblick. Das Buch umfasst etwa dreißig Kapitel, von denen die meisten nur aus fünf bis sieben Seiten bestehen und auch "durcheinander" gelesen werden können. Die Sprache ist bisweilen anspruchsvoll - jedenfalls immer schön zu lesen. "Bedrohlicher Frühling", "Reisen - Flucht oder Glück", "Hilft Sex ?" - solche Themen behandeln Aspekte des Lebens, die normalerweise als beglückend erlebt werden, für den Depressiven aber zusätzliche Qualen bedeuten und das Gefühl der Nichtzugehörigkeit verstärken können. Interessant sind die Kapitel, in denen beschrieben wird, wie in der Depression neue Wertungen und Interessen entstehen.
Die Kapitelüberschriften "Klare Lebensstrukturen bewahren vor dem Ertrinken", "Sport muss doch helfen" und "Arbeiten hilft" weisen schon darauf hin, wie Reiners seinen Weg aus der Depression gefunden hat. Beeindruckend zu lesen, wie der Architekt und Autor durch einfache Arbeiten an einer Tankstelle nach und nach wieder Selbstbewusstsein gewann. In der Reha-Klinik, in der er seine körperliche Fitness wiedergewann und in einen festen Tagesablauf zurückfand, konnte er sich neue Perspektiven "erlaufen". Ein sehr empfehlenswertes Buch - natürlich kein Ersatz für ärztliche Therapie.
Rezension eines betroffenen IchMein ich ist krank, sagte ich mir nach meiner letzten Therapiestunde. Ich wollte mir ein wissenschaftliches Buch zum Thema Depression kaufen, da mir die populärwissenschaftlichen Texte nicht mehr weiter helfen konnten. Der Titel "Das heimatlose Ich" sprach mich an. Eine verwandte Seele rief eine innere Stimme in mir, und dies wurde auch bei der Lektüre des Buches bestätigt.
Das Buch ist leicht lesbar weil klar und ansprechend "Können Freunde helfen?", "Lesen - aber was?" strukturiert, es ist in keiner Weise anbiedernd, es verschafft dem Depressiven Freude, weil von einem Leidensgenossen aufrichtig vom Umgang mit dieser schweren Krankheit berichtet wird. Es ist ein Buch, das Hoffnung gibt, mit der Krankheit leben zu können. Rezepte und Anleitungen zum Bewältigen der Krankheit gibt das Buch zum Glück keine. Der Leser, die Leserin wird darin bestärkt auf sich zu schauen, auf sich zu hören, auf sich aufzupassen.
Obwohl vom Verlag Angehörigen von Depressiven als Begleitlektüre empfohlen, würde ich meinen, dass es in erster Linie den Depressiven selbst unterstützen kann und beim Wiederaufbau seines Selbstvertrauens mitwirkt.
Ich fand dieses Buch in der Buchhandlung unter Psychologie. Eine Anregung zur Klassifizierung für ähnlich gestaltete Erfahrungsberichte: im Segment Biographie eine Untergruppe "Krankheit" einrichten.
Hilfreich.Habe das Buch von Anfang bis Ende gelesen. Es trifft wirklich den Nagel auf den Kopf. Ja, genau so ist es. H.R. beschreibt in seinem Buch, was die Depression mit einem macht. Wie der Betroffene sich abkapselt und sich in seiner Welt verliert. Wie die Depression einen lähmt und Gefangen nimmt. H.R. schreibt in seinem Buch von der Odyssee die er durchläuft bei den Ärzten. Und seinen Weg, wie er aus der Isolation herausgefunden hat. Es ist natürlich kein Universalweg, sondern für jeden individuell. Das Buch kann keine Psychotherapie ersetzen. Dafür aber gibt es einem das Gefühl verstanden zu werden mit der Krankheit und macht Mut.
Nur wer selbst soetwas mitgemacht hat kann andere verstehen und helfen.
Detaillierte Erklärungen fehlenIch beglückwünsche Herrn Reiners, dass er aus der Depression gefunden hat. Allerdings hätte ich es gut gefunden, wenn er bei dem Thema Lebensillusionen, die ihn in seine Depression geführt haben, nur einmal konkret ins Detail gegangen wäre.Wunderbar wenn er durch die Hilfe einer Sportklinik aus seiner tiefen Depressionen gefunden hat und nun weiterhin ein aktives Leben als Architekt führen kann.
Mir ist das Buch zu platt geschrieben und hat mir als Betroffene keine neuen Erkenntnisse oder Anstöße gegeben. Es ist und bleibt eben die Erfahrung eines Einzelnen.
Adelung-1793: Ich war · Ich ward · -Ich (2) · Ich (1)
Brockhaus-1911: Ich dien' · Ich hab's gewagt · Auch ich war in Arkadien · Hier steh' ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir! Amen!
Eisler-1904: Nicht-Ich · Ich, doppeltes · Ich · Doppel-Ich · Ich denke · Empirisches Ich · Doppel-Ich · Ich · Gesamt-Ich
Kirchner-Michaelis-1907: Nicht-Ich · Ich
Meyers-1905: Ich hab's gewagt · Ich-Roman · Ich-Vorstellung · Ich dien · Doppel-Ich · Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen! · Ich
Pierer-1857: Ich dien · Zweites Ich · Dieser Tage will ich zahlen · Ich