Walther, Angelo

Die Mythen der Antike in der bildenden Kunst

Die Mythen der Antike in der bildenden Kunst
  • Verlag: Patmos
  • Erscheinungsdatum: 2003-01
  • Bindung: Gebundene Ausgabe
  • Seitenzahl: 224
  • ISBN: 3491960797
  • EAN: 9783491960794
  • Amazon.de Verkaufsrang: 194.217
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Beschreibung von buecher.de

Bilder der Götter - Die Mythen der Antike in der bildenden Kunst
Eine einzigartige Sammlung von Gemälden und plastischen Werken zur antiken Mythologie. Die Verbindung von Göttersagen und bildlicher Interpretation in der europäischen Kunstgeschichte.
Angelo Walther war mehr als 30 Jahre Kustos an der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von erynnia fanden 12 von 13 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen grober einblick in ein riesenthema

zu allererst ist der titel ja fast schon anmaßend. die mythen der antike in der bildenden kunst (ohne zeitliche einschränkung) zu erfassen ist ein ding der unmöglichkeit. deshalb verwundert es auch nicht, dass dieses werk vielleicht gerade mal 10 prozent dessen (bildlich) erfasst, was

es auf diesem gebiet zu bestaunen gäbe.

negativ fällt auf, dass viele abbildungen (grundlos) schwarz-weiß gehalten sind, was zum verständnis der erläuterungen (ala "die hellen körper des paares kontrastieren mit dem tiefen blau des wassers und dem dunklen grün der landschaft") nicht gerade beiträgt. irgendwie kontraproduktiv das ganze.

weiters täuscht auch das coverbild von h.j. draper, denn der autor beschränkt sich trotz des allumfassenden titels vor allem auf renaissance und barock. rubens sticht einem besonders ins

auge. der herr hat zwar viel zum thema beigesteuert, es hätte jedoch nicht geschadet, wenn man sich auf einen kleineren auszug aus seinen werken beschränkt hätte und statt dessen

beispielsweise die präraphaeliten (wie z.B. waterhouse, der einige bezaubernde gemälde zur antiken mythenwelt geschaffen hat, in diesem buch jedoch nicht einmal eines einzigen bildes

gewürdigt wird) eingebunden hätte, die eine völlig andere ästhetik mit einbringen würden.

die vereinzelten werke der moderne wirken unter all der älteren kunst wie fehl am platze. skulpturen werden auch nur am rande behandelt.

mit erleichterung habe ich festgestellt, dass es zu jedem (hier erwähnten, wohlgemerkt!) motiv verweise auf andere werke mit derselben themenstellung gibt. diese jedoch sind eher spärlich und es würde nicht verwundern, wenn auch sie unvollständig wären.

grundsätzlich sind die kommentare ok, die einführung in die thematik und die bildbeschreibungen auf schulniveau.

deshalb mein fazit: ein gutes buch für einsteiger / schülerInnen, für zwischendurch. da die unterteilung/auswahl großteils chaotisch und schwer nachvollziehbar ist, ist es ungeeignet für eingehendere studien. dazu ist der inhalt wie gesagt zu allgemein/ungenau. es gibt bessere nachschlagewerke (was dieses jedenfalls nicht ist) und bessere bildbände der jeweiligen künstler - deshalb ist die stellung dieses buches (so gerne ich aus liebe zum thema darin schmökere) eher fraglich...

5 von 5 Sternen Eine spannende Reise in die Vergangenheit, die aber doch so nahe ist

Schöne Körper und Konflikte zwischen Menschen und Völkern. Die Mythen sind allgegenwärtig und noch heute sind die Auswirkungen zu spüren. Der Mensch bleibt eben was er ist und der Kunst bleibt es, eine Interpretation zu finden. Auffällig an der Auswahl der Kunstwerke ist, daß die nackten Körper der Zeit sich verändern und sich Ideale neu herausbilden. Die Faszination für Menschen und die Kunst geht aus dieser auswahl klar hervor. Daß man als Betrachter nun endlich wissen möchte (wie in einem guten Museum) was hinter den Bildern steckt und vor allem wieviel Mythos und Geschichte in unser aller Kopf und Körper steck, das läßt sich mit diesem Werk spannend herausfinden. Und wir wissen ja, nur wer sich kennt, kann auf andere zugehen und andere Kulturen kennen und lieben lernen! Ein Dank an die großen Künstler und dieses wunderbare Buch!




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