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Tribut an die Hamburger Volkssänger und Revuestars 'Gebrüder Wolf' mit Fink, Bernadette La Hengst u.v.a. 'An de Eck steiht'n Jung mit'n Tüdelband' ist ein Lied, das zu Hamburg gehört wie der Michel, die Reeperbahn oder der Fischmarkt. Jeder kann es singen, doch kaum einer kennt seine Urheber, die jüdischen Gesangsstars und Humoristen 'Gebrüder Wolf'. Mit der Compilation 'Return Of The Tüdelband' des Vereins Kunstwerk/Hamburg in Zusammenarbeit mit Trikont setzen junge Hamburger Musiker und Bands den vergessenen Volkssängern ein Denkmal. Auf der CD sind die wohl erstaunlichsten Volkslied-Bearbeitungen zu finden, die man je gehört hat: Der Junge mit dem Tüdelband wird bei Trainingslager zum Master of Ceremony, treibt bei Huss mit satten Bässen auf die Tanzfläche, hängt bei Veranda Music an der Nadel oder groovt entspannt im Sound von Dubtari. Besonders spannend ist natürlich, wie der Wolf-Urenkel Dan Wolf mit seiner Hip-Hop-Formation Felonious aus San Francisco das berühmte Lied seiner Vorfahren neu interpretiert. Und 'Eckensteher', die Neubearbeitung von Fink, ist in Hamburg schon jetzt ein Hit auf Konzerten. Mit dabei sind Fink, Bernadette La Hengst, TGV, Der Fall Boese, Huss, Veranda Music Ja König Ja, Otterpost, Station 17 All-Stars tba., Viktor Marek & Jacques Palminger, Trainingslager Dubtari, Helikon, Goldjunge, Kontradiction, Simons & Lorenzen und Dan Wolf/Felonious.
Subversive IdeeReturn of the Tüddelband enthält 22 Stücke verschiedener Bands (überwiegend aus Hamburg), die sich alle mit Liedern der Gebrüder Wolf auseinandersetzen, vor allem mit dem Volkslied 'En echt Hamborger Jung' . Das Duo Gebrüder Wolf musste in den dreißiger Jahren aufgrund der Verfolgung durch das Naziregime Deutschland verlassen, die Lieder jedoch blieben und sind bis heute in Hamburg bekannt und verbreitet. Die Idee, den alten Stoff von Bands wie Fink, Veranda Music oder Trainingslager neu einspielen und bearbeiten zu lassen hat zu einer beeindruckenden Hommage an die Künstler von damals geführt, mit der jedoch nicht etwa versucht wird, die durch die Nazis zerstörte Tradition der Volksmusik wieder zu beleben oder unkritisch abzufeiern. Die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit den Wolfschen Stücken sind durch die Grenzen der einzelnen Genres (Folk, Hip Hop, Dub, usw.) geprägt, wobei jedoch die Perlen und 'einsame Spitze'-Songs eindeutig überwiegen. Besonders gelungen: Veranda Musics 'An der Ecke steht n Junge mitm Schüttelfrost' und der 'Tüdeldub' von Viktor Marek und Jacques Palminger: diese, nur auf den ersten Blick klamaukige Version des 'Tüdelband'-Liedes ist musikalisch und textmäßig das allergrößte, was ich seit langer Zeit gehört habe. Einziger Wermutstropfen der CD ist, dass Bernadette la Hengst zu dem Ganzen nicht mehr als ein sozialkitschiges Rührstück eingefallen ist.
KlangkinoDiese Platte lebt von musikalischer Vielfalt... Das Tüdelband-Lied ist zwar das meistzitierte, aber nicht der einzige Gebr. Wolf "coversong". Alle Songs sind mit dem Thema verbunden, aber was der jeweilige Künstler mit der Vorlage anstellt, ist absolut der Phantasie des Interpreten überlassen.
So finden sich neben den dominierenden HipHop-Rhythmen auch Liedermacher-, Country-, Punk-, Reggae- und Elektropopvariationen der Wolf-Lieder.
Alles in allem merkt man den Stücken an, dass sie eine "Gassenhauer-DNA" besitzen, auf der sich auch Experimente anstellen lassen. Diese CD ist absolut unter Zuhör-Musik einzuordnen, die nächste Geburtstagsparty ist, wenn überhaupt, wohl nur mit ausgesuchten Stücken zu beschallen.
Zusammenfassend: Schön, teilweise traurig, meistens ironisch, vielfach sarkastisch, melodisch, vielfältig, überraschend, im Ohr bleibend...etc, etc
Auch für Nicht-Hamburger eine absolute Perle im CD-Regal. Klangkino für "einen Menschen und seine gute Musik". Ich könnte es überall und z.Zt. ständig hören. - hat Suchtpotenzial...
Sampler des JahresKunstwerk und Trikont ist mit diesem Sampler ein Stück Kunst gelungen, das die Grenzen des Pop neu definiert. Einerseits involvierend mit Perlen des Hamburger Undergrounds wie etwa 'Huss' (Anspieltip: ätsch,...) andererseits verstörend: Die Musiker interpretieren Lieder der jüdischen Volkssänger "Gebrüder Wolf", deren Werke nicht aus dem traditionellen Hamburg Marke Heidi Kabel wegzudenken sind, deren Schicksal aber vollends in Vergessenheit zu geraten drohte. Sampler des Jahres.
Hamburg - meine Perle ... Tüdelband - mein DenkmalFür alle Hamburger - und die, die es gerne sein würden - ein MUSS !!!
Absolutes Must Have!Eine durchweg geglückte Zusammenstellung des zweitgrößten Hamburger Klassikers. Highlight die Interpretation der Kultband Kontradiction (unbedingt in die Yoko Mono Bar beim Schlachthof kommen, da spielen sie regelmäßig!!!!!). Alle Stilrichtungen durch. Optimale Einstimmung für nen Hamburg Bummel (sowohl die Platte als auch die Konzerte im Schlachthof...)