Dönhoff, Friedrich

'Die Welt ist so, wie man sie sieht'

'Die Welt ist so, wie man sie sieht'
  • Verlag: btb Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2004-04-01
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 192
  • ISBN: 3442731674
  • EAN: 9783442731671
  • Amazon.de Verkaufsrang: 64.003
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Beschreibung von buecher.de

Friedrich Dönhoff gehört zur Enkelgeneration Marion Gräfin Dönhoffs und stand ihr besonders nahe. Er begleitete sie im Alltag wie auf Reisen. Wenn er davon erzählt, ist die tiefe Vertrautheit in jeder Zeile zu spüren. Humor und Streitlust, Offenheit und Neugierde prägten diese enge Freundschaft zwischen zwei Menschen unterschiedlicher Generationen. Das Buch schildert die letzten Gespäche und zeigt eine ganz andere Seite der Gräfin.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Dr. Matthias Korner fanden 17 von 17 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Unterhaltsame Ergänzung zu Alice Schwarzers Biographie

Marion Gräfin Dönhoff starb im Alter von 92 Jahren am 11. März 2002. Ihrer Person wurde nicht nur durch zahllose Nachrufe, sondern auch schon 1996 durch Alice Schwarzers Biographie "Ein widerständiges Leben" ein Denkmal gesetzt. Ihr ca. 60 Jahre jüngerer Großneffe, der ihr besonders nahe stand, hat dem seine persönlichen Erinnerungen hinzugefügt. Er traf seine Großtante jeden Sonntag in Hamburg und begleitete sie auf vielen Reisen nach Polen, nach Südafrika, in die Schweizer Berge und in das frühere Ostpreußen, wo sie am 02.12.1909 auf Schloß Friedrichstein, 12 km entfernt von Königsberg, geboren worden war und als Teenager bei einem Sturz im Auto in die Pregel nur knapp dem Tode enttronnen ist.Der Autor hat über die gemeinsame Zeit mit ihr in den 90er Jahren Tagebuch geführt. Er läßt uns an seinen Erlebnissen mit dieser bemerkenswerten Frau während der Reisen, im Hamburger Alltag oder während gemeinsamer Ferientage auf Ischia im Hause ihrer Schwester Yvonne teilhaben. Der Leser erfährt einiges über Marion Dönhoffs Weltoffenheit, ihre stete Wißbegierde, ihren Humor, ihre Liebe zu Natur und Tieren, aber auch ihre Ungeduld und ihren nie erlahmenden preußischen Arbeitseifer. Menschlich amüsant wird es, wenn man von ihrer Lust zum schnellen Autofahren hört oder ihrer Marotte, Kinofilme nur zur Hälfte anzusehen.Das liest sich leicht und locker und beschert dem interessierten Leser problemlos einen kurzweiligen Sonntagnachmittag. Das 189 seitige Buch ist kein Ersatz für A. Schwarzers Biographie, die Marion Dönhoffs Leben bis 1996 begleitet, hat auch nicht deren Tiefgang und Anspruch, ist aber allemale eine empfehlenswerte unterhaltsame Ergänzung. Sein Schlußteil enthält die Wiedergabe letzter Gespräche mit der bereits krebskranken M. Dönhoff, die der Autor im Hinblick auf die geplante Veröffentlichung seiner Erinnerungen aufgezeichnet hatte. Es wird abgerundet durch eine instruktive Zeittafel und zahlreiche auch farbige Fotografien in guter Qualität aus dem Familienarchiv.

Diese Rezension von ralf liedtke fanden 6 von 6 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen marion gräfin dönhoff - die menschliche seite

nach alice schwarzer ist es friedrich dönhoff gelungen die gräfin von ihrer privaten seite zu skizzieren. friedrich dönhoff zeigt dem leser eine ganz neue und zutiefst menschliche seite der grossen alten dame der "ZEIT". seine anekdoten und seine leichte federführung machen dieses buch zu einer biografie, die jeder dönhoff-fan gelesen haben muss.

mich haben die letzten abschnitte des poträts - der lange leidensweg von marion gräfin dönhoffs krankheit berührt. ihr mut und ihr kampfeswille gegen den krebs sind offen und brutal beschrieben.

ich danke friedrich dönhoff für dieses buch.

Diese Rezension fanden 5 von 5 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Unterhaltsames Porträt

Durch Zufall in der örtlichen Stadtbücherei entdeckt und spontan mitgenommen.

Habe es nicht bereut: sehr unterhaltsam und man erfährt einen interessanten Einblick in das Leben der Gräfin Dönhoff, einmal von einer ganz anderen Seite (Enkelgeneration) geschildert.

Kurzweilig und trotzdem nicht oberfächlich geschrieben. Alles in allem ein sehr schönes Buch.

Diese Rezension fanden 9 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert

Wirklich ein besonderes Buch. Es zeigt eine Seite der Gräfin, die man so noch nicht kennt: Die Zeitherausgeberin als privater Mensch. Man erlebt die Gräfin in ihrem Alltag in Hamburg, sowie auf Reisen um die Welt. Besonders spannend: Die Reisen der beiden Dönhoffs nach Ostpreußen, die alte Heimat der Dönhoffs. Überhaupt sind die beiden ein ungewöhnliches und sympathisches Duo. Neben wunderbaren Anekdoten finden sich auch hochinteressante Gespräche "über das Leben" und eine grosse Auswahl an fantastischen Fotos in dem Buch. Besonders gefallen hat mir der leichte, elegante Schreibstil von Friedrich Dönhoff. Ein Muß für alle diejenigen, die sich für Marion Gräfin Dönhoff interessieren.

Diese Rezension von Janne Hoffmann fanden 4 von 4 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Von Engeln beschützt

"Die Welt ist so, wie man sie sieht" ist interessant und anrührend von der ersten bis zur letzten Zeile. Fans der berühmten Gräfin erleben sie von ihrer anderen, privaten Seite, eigensinnig, tierlieb, rasant autofahrend, oft witzig, manchmal im guten Sinne kindlich. Am beeindruckendsten fand ich jedoch "Die letzten Gespräche", in deren Verlauf Friedrich und Marion Dönhoff über Religion, Engel und ein mögliches Leben nach dem Tod sprechen. Der Leser erfährt, womit er eher nicht gerechnet haben dürfte: die große Publizistin war von der Existenz von Schutzengeln überzeugt und glaubte an eine höhere Macht, die alles ordnet und der wir uns anvertrauen dürfen.Was für eine tröstliche Vorstellung in einer Welt, die langsam aus den Fugen geht.

'Die Welt ist so, wie man sie sieht'



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