Bestellen bei Buecher.de! Preis: 7,50 €
Bestellen bei Amazon.de! Neu ab 7,50 €, gebraucht ab 3,71 €.
Neue Bücher bestellen bei: Buch.de.de, Buch24.de, Bol.de, Libri.de, Thalia.de
Gebrauchte und neue Bücher bestellen bei: AbeBooks.de, Booklooker.de
EINMAL IM LEBEN AM MEER Martha im Reisefieber; Josef sattelt auf Antiquitätenhändler um; Ilse trifft heimlich Baudirektor Schöne; neue Mieter feiern ein großes Fest. ICH BIN DOCH KEINE TOURISTIN Costa, der Grieche, wird in seiner Heimat für Martha ein schwieriger Fall; Josef wird farbenblind; Christa und Bertl wächst die Hausmeisterei über den Kopf. ES WÄRE ALLES SO EINFACH Martha verheizt ihr altes Ehebett; Costa kommt zurück; Bertl will nicht zum Militär; Ilse macht Ernst und Christl versöhnt sich notgedrungen; MIR GEHT'S GUT, AUCH WENN'S MIR SCHLECHT GEHT 'Josef-Bärli' will über Martha die Versöhnung mit seiner 'Ilse-Hasi' anbahnen; Martha haut in die Tasten; Costa will zur Seite stehen.
Sehr intimes MitfühlenWer sich den Romanen (ich meine, es sind oft mehr Novellen) von Fontane widmet, der wird feststellen, daß dieser Autor sich einer besonders sorgfältigen Sprache befleißigt.So ist es angenehm, sich der Führung dieses Autors anzuvertrauen, der in seinen Geschichten besonders die Frauen ins Visier nimmt. Das erinnert dann an Flaubert, an Proust ebenfalls und es hat doch alles seinen eigenen Ton, den Reiz des Vergangenen zwar, ist aber durchaus zeitgemäß, was besonders die Charakterbeschreibung der einzelnen Personen betrifft.Theodor Fontane ist ja auch Poet und daher sind seine Romane unglaublich verdichtet, gemeißelt oft. Trotzdem kommt alles, was außerhalb des inneren Geschehens passiert, ebenfalls aufs Tapet, um es einmal so pragmatisch auszudrücken.Somit hat der Leser/die Leserin mit den Romanen Fontanes jeweils ein Buch vor sich, das sehr spannend geschrieben ist und gleichzeitig stark bildet.Fontane, so scheint es, hat den Ruf Schillers sich zu Herzen genommen, der eine Bildung, vor allem die ethische und ästhetische, dem Volke(!) wünscht, bevor es (das Volk) zu einem harmonischen Staats-Gebilde sich entwickeln könnte.Wie wahr das ist, haben die Jahre und Jahrzehnte nach Fontane gezeigt.Effi Briest ist eine Frauengestalt, die auch heute unter uns leben könnte (und sicherlich lebt). Deren Jungmädchenhaftigkeit sich nicht verliert, auch nicht im späteren Leben und die (nur!) das hat, was Sokrates daimon nennt, also ein Gewissen. Und dieses Gewissen erschwert ihr Leben einigermaßen, d.h. hält sie (lange Zeit) ab vom Spiel mit der Lust, bzw. läßt sie eher das wahren, was man Contenance nannte und nennt.Da merken wir wieder, wieviel Zwischenräume es doch in unserem Leben gibt und die Ehe ist dann oftmals der Austragungsort, besser der Raum, in dem alles ausgefochten werden muß.Ob dies aber im Stillen oder offen geschehen soll, darüber streiten sich gewiß heute noch die Fachleute.Theodor Fontane hat mit Effi Briest wieder einmal gezeigt, daß alles so oder so enden könnte. Hier wiederum endet es natürlich dramatisch.Der Roman ist aber auch gleichzeitig ein Zeitgemälde deutscher, besser gesagt preußischer Innerlichkeit, und das allein ist schon seine Lektüre wert. Erstaunt hat mich der Dialog zwischen den zwei Männerfreunden, wo es einmal zur Sprache kommt, daß man niemals für sich alleine handelt, sondern alles sich in einem gesellschaftlichen Netz abspielt, also durchaus einiges von anderen nachempfunden werden kann. Das gibt dann doch Hoffnung für eine bessere Welt in Zukunft.
Dieses Buch ist aber keinesfalls nur ein Beispiel oder ein Spiegelbild der damaligen Gesellschaft, es weist durchaus auf uns und wir spüren somit die gute Hand eines Wohlwollenden heute noch. Das ist dann doch etwas erstaunlich. Marcel Reich-Ranicki hat Recht, wenn er diesen Roman vorbildlich und lobend erwähnt.
Schon spannenderes gelesen, aber für das alter....Dieses Buch musste ich für die Schule lesen. Die Schriftweise ist (natürlich) sehr alt, somit stehen dort teils Worte, die man im Vorfeld noch nicht gehört hat. Altdeutsche Redewendungen... Sowas. Jedoch ist für die meisten fremden Begriffe, sowie auch geschichtliche Hintergründe jeweils an den Rand der Seiten ein Vermerk abgedruckt, womit man sich das mühsame suchen danach im Internet (oder sonst wo) spart.
Ich empfand den Anfang und das Ende als gut lesbar, jedoch musste ich mich im Mittelteil eher durch das Buch quälen.
Wenn man die Absicht hinter der Geschichte mit hinzu zieht, wird das Buch (aus meiner Sicht) auch gleich ein Stück besser.
Darüber hinaus beruht es auf einer wahren Begebenheit (mit leichten Abwandlungen).
Fazit: Was muss das muss...