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Neuausgabe des Standardwerkes.
Wer sich beim Publishing denkt, die Hauptsache sei, daß man die Texte lesen kann, irrt sich gewaltig. Warum das so ist, macht Cyrus Dominik Khazaeli in seinem knapp 400 Seiten starken Standardwerk klar. Typographie und Layout sind mehr als nur überflüssige Kunst, sondern bestimmen, wie, was und ob wir Texte wahrnehmen. Die Lesbarkeit der Worte und Buchstaben entscheidet darüber, wie intensiv gelesen wird und wieviel wir davon in Erinnerung behalten. Die wichtigste Botschaft der Welt kann wegen schlechter Typographie und unangemessenem Layout zur Unwichtigkeit verkümmern. Ebenso kann eine Anzahl überflüssiger Worte durch die Hand eines erfahrenen Typographen eine zum Lesen verführende Schönheit entwickeln. Cyrus Dominik Khazaeli weiht den Leser in die Grundlagen und Geheimnisse der Welt der Buchstaben und ihrer Ordnung ein. Es geht dabei nicht um die Kunst des einzig Wahren und Schönen sondern um angewandte Typographie, um die Erklärung von Begriffen und Anwendungen, um Sinn und Zweck des Layouts. Sicherlich ist der perfekte Einsatz von Schrift und Layout eine Kunst, aber zuvor ist die Typographie ebenso wie das Layout ein Handwerk, das gewissen Regeln folgt. Diese Regeln zu kennen und zu beherrschen ist auch dann wichtig, wenn die abschließende Erkenntnis lautet: Wirf alle Regeln über Bord. --Wolfgang Tress
Thema oder Adressatenkreis verfehltIch beginne mit meiner Kritik analag zu den Buchseiten.
S.30 ff. Schriftklassifikation nicht mehr topp aktuell. Neue Version DIN 16518-1998. Daher viel zu ausführlich, wobei die meisten Anwender sich nicht um die Klassifaktion scheren, oder die vielen am Markt befindlichen Schriften überhaupt nicht einordnen können, das gilt sogar für "Fachleute".
S. 64 Schriftgrad ist noch immer die Kegelgröße, nicht Oberlänge-Unterlänge... Schreiben Sie einen mehrzeiligen Text kompress, werden Sie noch immer einen Weißbereich zwischen Ober- Unterlängen sehen.
S. 68 Auszeichnungen mittels Kapitälchen, fetten und halbfetten Schnitten in Texten ist noch immer typografische- gestalterische Todsünde ( Ausnahme Werbung mit sehr wenig Text).
S. 126 ff. QuarkXPress ist in solch einem Buch verfehlt. Die Erklärungen müssen softwareübergreifend dargestellt werden. (siehe Adressatenkreis).
S. 310 ff. siehe Zeile. zuvor.
Viel wichtiger wäre das Thema PostScriptschriften und True Type, um nur zwei Arten anzusprechen, welches hier leider völlig fehlt. Mit True Type`s zu arbeiten ist im Printbereich katastrophal.
Positiv sind die vielen bildhaften Beispiele, wobei nur der hochbegabte Laie, auch nur der begabte Fachmann/Frau solche Produkte nachvollziehen kann (siehe Adressatenkreis). Wenn allerdings das Buch mit seinen Beispielen die vielen "Murkser" abschrecken würde und diese ihre entsetzlich gestalteten Traktate bleiben lassen würden und lieber ihre Aufträge gestandene Fachleuten erledigen ließen, dann würde das Buch 100 Sterne verdienen.
Nützlich - praktisch - gut geschriebenWer als TexterIn „ganzheitlich" oder „in Bildern" denkt und für kleinere Projekte schon mal komplette Anzeigen gestaltet - wird sich schnell in dieses Buch verlieben. Gibt es einem doch endlich fundiertes Wissen an die Hand - wo zuvor nur das „optische Gefühl" den Ausschlag gegeben hat. Insbesondere QuarkXPress User profitieren durch die vielen praktische Anwendungsbeispiele: von der Typenauswahl bis zum kompletten Seitenlayout. Das Kapitel Seitengestaltung mit Rastern gibt uns tiefe Einblicke in das Verhältnis zwischen Seitenspiegel, Randproportion, Spalteneinteilung und Rasterzellen. Text - und Textblöcke als grafische Gestaltungselemente zu begreifen, ist sicherlich für einige Texter eine völlig neue Erfahrung. Nein, auch dieses Buch macht aus einem Texter keinen wirklichen Grafiker. Aber es veranschaulicht einleuchtend und klar gestalterische Zusammenhänge. Das Spiel zwischen Textinformation - und visuellem Konzept. Schöner Nebeneffekt: Texter und Konzeptioner gewinnen deutlich an Kompetenz in der Zusammenarbeit mit Grafikdesignern. Schon alleine dadurch, dass sie in die Lage versetzt werden, „gutes" Design besser zu erkennen und zu bewerten. Fazit: Empfehlenswert für alle, die nicht nur texten, sondern „in Bildern denken" und gerne „über den Zaun schauen"
Erste Wahl für den Preis!Ein super Buch, der Autor bringt einem alles näher was man über Typografie und Layout braucht. Ich studiere selber Grafik-/Design und möchte das Buch nicht als Nachschlagewerk missen. Es ist zwar nicht für den Profi geschrieben, aber auch kein Anfängerbuch, denn man findet keinen intensiven QuarkXPress-Kurs für den blutigen Anfänger in dem Buch, sondern es werden nur kurz elementare Funktionen erläutert. Zudem ist es unkompliziert zu lesen: man kann alles problemlos nachvollziehen, was gerade bei Computerbüchern oft der Fall ist.Ansonsten gibt es eine gute Einsicht in die Thematik, ohne gleich sehr viel zu kosten. An jeden Studenten weiterzuempfehlen und ausnahmsweise nicht nur wegen dem Preis.
Crashkurs, Anregungen, Nachschlagewerk in Sachen TypoDieses kleine Buch bietet einen guten Überlick über Typographie und Layout in den klassischen Medien, sowie einen kurzen Ausblick auf die Neuen Medien (Internet, CD-ROM Präsentation etc.). Alles beginnt mit der Geschichte der Schrift und die daraus abgeleiteten Kategorien für die heute verwendeten Schriften. Die Grundlagen und Fachbegriffe werden dargestellt und erläutert, bevor es zum Layout geht. Dort werden nicht nur visuelle Grundregeln vermittelt, sondern auch Ansätze geboten, wie man kreativ mit Schrift, Grafik und Formen gestalten kann. Den Schluß bildet ein Ausblick auf die neuen Medien und wie man dort die klassischen Layout-Regeln anwenden kann, inklusive einen Ausblick auf Navigation in interaktiven Medien. Ferner gibt es eine kleine Einführung in Quark Xpress. Dieses Buch ist für Einsteiger und Amateurlayouter, die keine Vorkenntnisse mitbringen genauso geeignet, wie für den Fortgeschrittenen, der ein Referenz- und Nachschlagewerk oder einfach nur Anregungen sucht. Denn, wie es sich für ein Typo & Layout-Buch gehört, sind die Seiten dieses Buchs sehr abwechslungsreich, aber übersichtlich gestalt. Beim Betrachten allein erhält man also schon Anregung genug. Bei Cyrus Khazaeli habe ich Vorlesungen besucht und kann daher sagen, daß der Mann weiß, worüber er redet. Dies spiegelt sich in diesem Buch wieder und deshalb kann ich es allen nur empfehlen, die sich für dieses Gebiet interessieren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Inhalt sehr mager (ein echter "Crashkurs")Nun, der Preis ist nicht schlecht, nur der Inhalt mehr als mager. Jeder Print-Job, der schief geht, kostet mehr als jedes Buch. Es kostet ein Haufen Geld. Manchmal kostet es auch noch den Auftrag, manchmal auch den Kunden oder mich meinen Job. So was wird schnell zum "Crashkurs".
Typografie ist nicht, was hübsch am Schirm ausschaut, wie der Autor es gerne hätte. Typografie ist, was man gedruckt bekommt, so daß es auf dem Papier dem Kunden gefällt. Das ist ein Unterschied. Und das Ausschießen von Fonts auf so einer Docu Color oder auf einer Prinergy ist gar nicht so einfach wie auf dem Tintenstrahler zu Hause. Das ist ein großer Unterschied!
Insgesamt ist das Buch viel zu oberflächlich. Es läßt auch viele Themen vermissen. Zum fachgerechten Umgang mit PostScript-Schriften gibts nix Sinnvolles, geschweige denn zu Open Type.
So was braucht man nicht.