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Literaturvertonungen scheinen wieder angesagt. Mutig ist das, wenn es ein relativ Unbekannter wagt wie der Kölner Musiker und Schauspieler Michael Hansonis mit seinem Solodebüt Drink and Drive with Dylan Thomas. Der ehemalige Kopf der Band King Candy vertonte dafür acht Gedichte des walisischen Poeten Dylan Thomas und ergänzte sie durch zwei selbst verfasste Hommagen, "Cool" und "Swansea Monster". Dabei sind ihm hoch melodische Songs wie das rhythmische "The Gossipers", die Country-Ballade "Last Night I Dived My Beggar Arm" oder das Glanzstück "You Shall Not Despair" mit Wah-Wah-Gitarre und Synthistreichern gelungen, die er mit seiner angenehmen Stimme und dem ganz eigenen Gitarrensound völlig unmanieriert und entspannt vorträgt. Seine Vorliebe für den Glamrock, für Roxy Music, David Bowie, Nick Cave und Lou Reed setzen die drei versierten und sehr sensiblen Begleitmusiker Stefan Krachten, Schlagzeug (Unknown Cases), Bassist Hans Bäär (Flowerpornos) und Keyboarder Friso Lücht (Westernhagen) kongenial um. Vor allem auf "This Side Of The Truth" bestimmt der trockene Rums-Bass die Stimmung, ein Lou-Reed-Riff als Reminiszenz an den Titel "The Sun Burns The Morning". Nie ein Ton zu viel, keine große Inszenierung, dafür eine schwebende Leichtigkeit, auch wenn Dramatik angesagt ist wie auf "Paper And Sticks". Das zarte "Lie Still, Sleep Becalmed" überwältigt jeden Romantiker. --Ingeborg Schober
Toll vertonte Dylan Thomas TexteAnfangen wo's anfaengt ("Unter dem Milchwald"): Grossartige Idee von Hansonis & Co die Sache mit Dylan Thomas! Leider trau ich mir nach der Hymne von Frau Heidenreich im CD-Booklet dieses Tontraegers jetzt keine weitere Wuerdigung mehr zu. Da liegt die Messlatte doch viel zu hoch. Kann jedoch nicht verhehlen, dass mir das in Polycarbonat gefasste Musikwerk von M. Hansonis sehr gefaellt (Cool, You shall not despair und Swansea Monster).Bzgl. Herrn M. Hansonis (den Nachnamen habe ich schoen mal bei einer fruehen Groenemeyer-Platte "ö" gelesen) verweise ich gerne auf eines seiner klassegutklingenden Vorgaenger-Projekte, die Band Les-immer-essenDylan Thomas wurde 1914 in Swansea/Wales geboren und arbeitete 1934 in London für Zeitschriften und die BBC. 1949 zog er sich in den kleinen walisischen Fischerort Laugharne zurueck. Die Uraufführung „Unter dem Milchwald" (gibt's auch als sehr empfehlenswertes Hoerspiel und auch Theaterstueck) fand im Jahre 1953 statt. Er starb im gleichen Jahr im Alter von nur 39 Jahren nach exzessivem Alkoholkonsum auf einer Lesereise in New York City.PS: Und jetzt geht's ab in die naechste Buchhandlung, Bibliothek oder Amazon-Abteilung. Dylan Thomas (wieder-) entdecken!
Stimme hat er und Lieder schreiben kann erDen beiden vorherigen Kritiken möchte ich noch hinzufügen, dass Herr Hansonis eine außergewöhnliche Stimme hat, die nicht wie die von Bob Dylan ist (was ja naheliegend gewesen sein könnte) sonder sehr seine eigene: rauh und müde und emotionsgeladen und aber auch sehr, sehr musikalisch. Die Musik, die er selbst geschrieben hat, ergibt Lieder...: das sowas in Deutschland geht, ohne dass Pop dabei rumkommt, ist schon erstaunlich. Hat bestimmt was mit den Texten zu tun. Die sind nämlich unverwechselbar und darum auch unpolitisch.
Die Instrumente spielen, der Sänger singt, die elektronische Bearbeitung verzichtet auf Effekthascherei. So wird es ein hörbares Lied, so als würde man einem guten Erzähler zuhören.
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Ich finde Hansonis genialIch kannte Dylan Thomas nicht.
Ich besuchte Hansonis und Elke Heidenreich bei einem Gig.
Die Person Dylan Thomas wurde von Elke Heidenreich beschrieben, Auszüge aus seinen Werken vorgetragen und die von Hansonis vertonten Gedichte ...
Anhand der Musik "fühlte" ich die Gedichte von Dylan Thomas.
Ich höre die CD mindestens alle 2 Wochen einmal und bin immer noch jedesmal begeistert von dem starken Ausdruck der Musik auf dieser CD!
Für mich ist diese Werk einfach genial.