Dettwiler, Monika

Der goldene Fluß

Der goldene Fluß
  • Verlag: Piper
  • Erscheinungsdatum: 2004-11
  • Bindung: Taschenbuch
  • Seitenzahl: 461
  • ISBN: 349224257X
  • EAN: 9783492242578
  • Amazon.de Verkaufsrang: 669.703
Bestellen Sie über obige Links! Sie fördern dadurch die Digitalisierung weiterer Bücher, da Zeno.org eine Provision von dem Sponsor erhält. Wann immer Sie etwas bestellen möchten - prüfen Sie vorher die Millionen von Angeboten, die im Zeno.org-Shop beschrieben sind. Bookmarken Sie die Einstiegsseite in den Zeno.org-Shop für spätere Gelegenheiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Beschreibung von buecher.de

Der goldene Rhein, der europäische Strom, in dessen Wasser sich das Sonnenlicht spiegelt, wird in diesem spannenden Roman zum Symbol des Reichtums. Farbenfroh und lebendig erzählt Monika Dettwiler von der aufblühenden Reichsstadt Schaffhausen im 11. Jahrhundert, von Eberhard und Ita von Nellenburg, ihrer großen Liebe, ihrem Kampf um Achtung, Wohlstand und Glück und ihrem gemeinsamen Traum - ein eigenes Kloster mit Münster.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Michael fanden 4 von 8 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Seicht und verklärt

Der Roman ist zwar leidlich spannend - dort hörts dann aber auch schon auf. Auf Grund der mageren Quellenlage sah sich die Autorin wohl gezwungen, so manches hinzuzudichten. Und das hat dahin geführt, dass aus einem durchaus spannenden Stoff ein schwülstiger, verklärter und seichter Liebesroman geworden ist, eine veritable Schmonzette eben. Der literarische Anspruch bleibt weitgehend auf der Strecke. Dafür wimmelts von überkandidelten Liebesszenen und einer zur Superwoman hochstilisierten weiblichen Hauptperson. Nur für Freunde des Genres!

Diese Rezension von Regula fanden 4 von 5 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Wirklich atemberaubend

Ich bin gebürtige Schwyzerin und habe das Buch gelesen, weil in der "Südostschweiz" steht, es sei eine atemberaubende Familiensaga. Auch steht in der Zeitung, eine schöne Sinnlichkeit durchziehe das Buch. Mich hat der Roman tatsächlich verzaubert. Es beschreibt mit viel Einfühlungsvermögen den Überlebenskampf des 15-jährigen Eberhard von Nellenburg, der im Mittelalter Schritt für Schritt die verlorene Macht seiner Familie zurückgewinnen muss. Später hilft seine Frau Ita ihm dabei, sie machen aus dem Fischerdorf Schaffhausen am Rheinfall eine blühende Handelsstadt und bauen nördlich des Bodensees eine Familienburg. Eberhard muss in die Schlacht ziehen, er erfüllt ein Gelübde und erbaut in Schaffhausen ein Kloster. Dabei treffen das Paar Rückschläge wie Überschwemmungen und Hungersnöte. Viele Handlungsstränge sind geschickt ineinander verschlungen, die historischen Persönlichkeiten werden mit Leben erfüllt. Die Autorin lässt mit viel Liebe zum Detail und mit Einfühlungsvermögen eine mittelalterliche Welt entstehen. Ein kurzweiliges Buch, manchmal hochspannend, manchmal traurig, manchmal romantisch, geschrieben in einfacher, schnörkelloser Sprache. Ich habe die Nellenburger bisher nicht gekannt. Da sie damals bedeutend waren wie die Habsburger oder Zähringer, hoffe ich, dass möglichst viele Leserinnen und Leser durch das Buch von der historischen Familie erfahren. Beeindruckt hat mich auch die aparte Ausstattung mit den Bildseiten und der Karte des Herzogtums Schwaben.

Diese Rezension von Regula fanden 3 von 5 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Wirtschaftswunder im Frühmittelalter

Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2003, Rezension von B. Eichmann-Leutenegger: Das 11. Jahrhundert, arm an Urkunden, scheint fern, sehr fern zu liegen. Erlaubt es heutigen Lesern überhaupt eine Annäherung, gar ein Gefühl von Verwandtschaft? Die Zürcher Autorin Monika Dettwiler, die bereits zwei Historienromane vorgelegt hat, wagt den Versuch, und man kann feststellen, dass die menschliche Existenz - ungeachtet aller Zeitabstände - faszinierende Konstanzen aufweist wie das Streben nach Macht, die Kraft der Liebe, die Auseinandersetzung mit dem Tod. - Der historische Raum, in dem sich hier solche Konstanten bündeln, ist das Herzogtum Schwaben. Hier siedelt Monika Dettwiler ihre Geschichte der Grafen von Nellenburg an, die bis anhin kaum ausgeleuchtet worden ist. Eberhards Hoffnungen auf das Herzogtum Schwaben zerschlagen sich zwar. Er hat jedoch vom Kaiser als Geschenk Schaffhausen erhalten, und im Lauf der Zeit verwandelt er das verschlafene Fischerdorf in einen bedeutenden Knotenpunkt im Nord-Süd-Fernhandel. Der Rhein wird zur Lebensader, Schaffhausen zum Lebensnerv. Zusammen mit Ita, die ihre Schriftkenntnisse nun gewinnbringend einsetzen kann, kontrolliert er die rasante wirtschaftliche Entwicklung der Rheinstadt und erzielt aus Gebühren, Zöllen, Aufsichts- und Gerichtsrechten einen beachtlichen Reichtum. Unser seiner Aufsicht erhält das prosperierende Schaffhausen das so entscheidende Markt- und Münzrecht. Mit der Gründung des Klosters Allerheiligen setzt sich Eberhard ein bleibendes Denkmal. Natürlich verläuft dieser Aufstieg nicht glatt. Hochwasser und Überfälle, aber auch die Machenschaften einiger Dunkelmänner stören die ambitiösen Vorhaben. Während die Geschlechter der Kyburger, Zähringer, Lenzburger und Habsburger auf der Seite Eberhards stehen, agiert ein Finsterling geben ihn. Eberhard kommt ihm erst spät auf die (von der Autorin erfundenen) Schlichte. So lädt sich diese Geschichte, ganz nach der Art von Dettwilers früheren Romanen ("Berner Lauffeuer", "Das Siegel der Macht"), auch mit kriminalistischer Spannung auf. Die gut dokumentierte Handlungsfülle selbst wie auch das Personal halten sich im Schwebezustand zwischen Fiktion und historischer Realität, aber dennoch darf man sagen: So könnte es gewesen sein. Auf 450 Seiten blättert sich hier ein Panorama auf, üppig bebildert, lebhaft inszeniert und mit einem informativen Anhang versehen. Die längst Verblichenen mit all den altertümlichen Namen und reich verzweigten Familien äussern sich immer wieder in lockeren mutmasslichen Dialogen. Sie beleben das ferne Saeculum für die nachgeborenen Leser, die während der Lektüre ihre Zeit wahrhaftig vergessen, sofern sie nur die Geduld aufbringen, all den verschlungenen Wegen von einst zu folgen.


Lexikalische Einträge zum Thema

Adelung-1793: Hyacinthen-Fluß, der · Smaragd Fluß, der · Topas-Fluß, der · Fluß-Essenz, die · Amethyst-Fluß, der · Beryll-Fluß, der · Fluß, der

Brockhaus-1809: Die goldene Bulle · Das goldene Fließ

Brockhaus-1911: Mainzer Fluß · Weißer Fluß · Großer Fluß · Kaiserin-Augusta-Fluß · Fluß · Flus · Gelber Fluß · Fluß [2] · Goldene Rose · Goldene Zahl · Goldene Aue · Goldene Ader · Goldene Acht · Goldene Mark · Goldene Horde · Goldene Bulle

DamenConvLex-1834: Oder (Fluß) · Sau, Save (Fluß) · Senegal (Fluß) · Loire (Fluß) · Maas (Fluß) · Main (Fluß) · Vliess, das goldene

Goetzinger-1885: Goldene Bulle

Herder-1854: Weißer Fluß · Fluß [2] · Fluß [1] · Goldene Zahl · Goldene Rose · Goldene Aue · Goldene Bulle

Lueger-1904: Tiegelflußeisen, (-fluß-) stahl, -gußstahl, -stahlguß · Fluß [2] · Fluß [1]

Meyers-1905: Fluß [2] · Fluß [1] · Fluß [3] · Kaiserin Augusta-Fluß · Gelber Fluß · Wässeriger Fluß · Weißer Fluß · Mainzer Fluß · Flus · Feuriger Fluß · Goldene Pforte · Goldene Mitte · Goldene Regel der Mechanik · Goldene Zahl · Goldene Rose · Bulle, Goldene · Goldene Ader · Böhmische goldene Bulle · Brabanter Goldene Bulle · Goldene Aue · Goldene Horde · Goldene Mark · Goldene Bulle · Goldene Hochzeit

Pierer-1857: Gelber Fluß · Frazers Fluß · Fluß [2] · Heiligen Geists-Fluß · Grüner Fluß · Großer Fluß · Fluß [1] · Blauer Fluß · Breiter Fluß · Emscher Fluß · Flus · Englischer Fluß · Goldene Sprüche · Goldene Sonntage · Böhmische goldene Bulle · Goldene Zahl · Goldene Rose · Goldene Bulle · Goldene Aue · Goldene Ader · Goldene Regel · Goldene Horde · Goldene Hochzeit



Empfehlungen
Dettwiler, Monika
26,00 €



Neruda, Pablo
10,00 €


Mühlberger, Josef
11,80 €


Holitzka, Marlies; Holitzka, Klaus
13,95 €

Bookmarks
delicious wong linkarena google
Sponsoren