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So schön gruselig! Gespenster auf Erpresserjagd Gespenster können den zwölfjährigen Alex nicht schrecken. Er lebt auf einem schottischen Schloss und da gehören Geister einfach dazu. Aber als das Schloss verkauft wird, besteht der neue Besitzer, ein amerikanischer Millionär, darauf, dass alle Gespenster verschwinden. Er will das Schloss in Texas Stein für Stein und gespensterfrei wieder aufbauen lassen. Doch die Geister reisen heimlich mit - und damit beginnt ein turbulentes Abenteuer, in dem eine Millionärstochter entführt wird und eine räuberische Erpresserbande das Gruseln lernt! Wunderbar witzig und spannend - Eva Ibbotson in Bestform!
Ursprünglich war Schloss Carra gar kein wanderndes Schloss. Es stand auf einer kahlen, felsigen Landzunge, dem unwirtlichsten Ort ganz Schottlands übrigens, und war 600 Jahre lang im Besitz der MacBuffs, „die -- wie nicht anders zu erwarten -- ein zügelloser und blutrünstiger Haufen waren“. Der erste MacBuff hatte einhundert Männer eines befeindeten Clans abgeschlachtet und ihre Haare zu einem Glockenstrang verarbeitet, der dritte ein Dutzend Engländer in seinem Verlies verhungern lassen. Und so hätte es natürlich gut und gerne noch 600 Jahre weitergehen können, Leider leben wir ja in anderen, weniger spektakulären, dafür aber mobileren Zeiten, und so gehört Schloss Carra mitsamt seiner Gespenster Beginn der Geschichte vom wandernden Schloss einem zwölfjährigen Jungen namens Alex, dem Erben der MacBuffs. Alles hat Alex getan, um sich das teuere Gemäuer leisten zu können, sogar mit dem Rad zur Schule fahren, aber es hat nichts genutzt. Schloss Carra wird verkauft, und zwar an einen amerikanischen Millionär, der es eins zu eins in seiner texanischen Heimat wieder aufbauen will -- verknüpft an die Bedingung, dass das Schloss gespensterfrei zu übergeben sei! Aber die Geister bleiben, ziehen mit um nach Amerika -- und spielen bei der Entführung der Millionärstochter durch viel finsterere Gesellen eine nicht unwichtige Rolle. Die in Wien geborene britische Schriftstellerin Eva Ibbotson ist abonniert auf Geheimnisse. Das jedenfalls könnte man glauben, wenn man die Titel ihrer auf Deutsch erschienenen Romane betrachtet. Nach Das Geheimnis von Bahnsteig 13, Das Geheimnis der siebten Hexe und Das Geheimnis der verborgenen Insel ist Das Geheimnis des wandernden Schlosses nun schon der vierte Band der beliebten Kinderbuchautorin, das die mysteriöse Vokabel im Titel trägt. Ansonsten jedoch haben die Romane nicht viel gemeinsam -- es sei denn, ihren Sprachwitz und ihren Einfallsreichtum. So ist auch Das Geheimnis des wandernden Schlosses wieder eine wundervoll eigenständige Geschichte mit vielen skurrilen Gestalten geworden, der von der befreienden Präsenz von Geistern ebenso wie vom hemmenden Einfluss des Reichtums (etwa aufs Essen) berichtet. --Isa Gerck
Englische Geister wandern aus nach AmerikaDer 12-jährige Alex lebt mit mehreren Gespenstern auf einem alten Schloß. Leider hat er kein Geld mehr, für die Kosten der Instandhaltung aufzukommen und verkauft sein Zuhause an einen amerikanischen Millionär. Die Geister schickt er zum Schloß seiner Tante, wo sie sich aber gar nicht wohlfühlen. Als sie zurückwollen, stellen sie fest, dass die Burg verschwunden ist. Der Käufer hat sie abgebaut und möchte das Schloß in seiner Heimatstadt in Texas wieder im Original aufstellen. So reisen auch die Geister mit den Bauteilen nach Amerika, aber sie vermissen Alex ganz schrecklich.. Mehr verrate ich nicht.Ein sehr schönes Kinderbuch und auch für Erwachsene sehr empfehlenswert. Unbedingt kaufen und auch die anderen Bücher der Autorin anschauen.
spannend, lustig und geistreich1984 erschien „The Haunting of Hiram”. Dieses Kinder- und Jugendbuch der Britin Eva Ibbotson wurde 1994 erstmals unter dem Titel „Ein Spukschloss wandert aus“, später dann als „Das Geheimnis des wandernden Schlosses“ nachgedruckt.
2006 nahm sich der „Bayrische Rundfunk“ der Geschichte an, die im April 2007 mit Rufus Beck als Sprecher im „Hörverlag“ erschienen ist.
Die Geschichte ist ebenso spannend wie lustig, geistreich wie unkonventionell erzählt. Immer wenn der Hörer glaubt, die Geschichte komme ihm bekannt vor, geschieht Überraschendes und Unvorhergesehenes.
Der Stil ist locker, verständlich und kindgerecht, enthält aber auch in klarer Sprache Schilderungen und Details von grausamen Verbrechen und Untaten. Die Alterseinschätzung „ab acht Jahre“ ist dennoch korrekt und empfehlenswert, jedoch werden auch Kinder mit zehn oder Zwölf Jahren noch ihren Spaß an der Geschichte haben.
Wichtigster Grund jedoch, dieses Hörbuch dem deutlich günstigeren Buch vorzuziehen, ist der Sprecher Rufus Beck. Er zeigt sich in Höchstform. Ob es Cyrill, Miss Spinks, Flossie, Alex oder Krok ist, immer erkennt man die Person sofort und fühlt sich fast in ein Hörspiel versetzt, so wandlungsreich und pointiert gestaltet Beck die Dialoge. Vor allem in den spannenden Passagen drohen dem Hörer feuchte Hände und Angstschweiß im Nacken, denn die Dramatik, die Rufus Beck erzeugt, ist beeindruckend.
Die Geschichte ist auf nur auf drei CDs gepresst und zu einem sehr günstigen Preis zu haben. Dank dem netten Coverbild von Regina Kehn, das dem Buch entnommen wurde, dem Inlay-Heftchen und der guten Qualität der CD-Box mutet dies überraschend an. So manches Hörbuch, das nur eine oder zwei CDs lang ist, kostet mehr als dieses kleine, feine Abenteuer von Eva Ibbotson.
Warum dieses Hörbuch - wie die Buchvorlage - allerdings mit „Das Geheimnis des wandernden Schlosses“ betitelt wurde, ist ein Rätsel. Einen unpassenderen, sinnfreieren Titel hätte man kaum finden können.
Neuauflage eines Buches von 1987... ich möchte mich meinem Vorgänger anschließen. Man sollte es gelesen haben. Allerdings werden viele Eva Ibbotson Fans es bereits im Regal stehen haben. Die deutsche Ausgabe erschien damals unter dem Titel "Ein Spukschloss wandert aus" bei Fischer Band 80153. Daher wer diesen Titel bereits hat - NICHT KAUFEN - gleicher Inhalt. Ansonsten lesen; Spannung, Humor, Grusel und Verwicklungen - wie alles aus dieser Reihe von Frau Ibbotson - sehr zu empfehlen.