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Was ist wirklich dran an der Beamtenschelte? Die Autoren zeigen, welche Vorteile - insbesondere geldwerte - deutsche Beamte tatsächlich genießen. Und sie fragen sich, ob ihr Sonderstatus heute noch zu rechtfertigen ist.
Über keine Bevölkerungsschicht wird in Deutschland so oft und so laut geschimpft wie über die Beamten. Langsam, ineffizient, faul und überbezahlt - dies sind nur einige der Attribute, mit denen man sie immer wieder versieht. Aber welche Privilegien genießen unsere Staatsdiener tatsächlich? Welche geldwerten Vorteile - abgesehen von der üppigen Altersversorgung - sind mit dem Beamtentum verbunden?
Frank Faust und Bernd W. Klöckner gehen Fragen wie diesen in ihrem unterhaltsam und anschaulich geschriebenen Buch nach und beleuchten dabei alle Aspekte des Beamtentums. Ein Schwerpunkt liegt auf der Einkommenssituation der Beamten, die in diesem Buch erstmalig umfassend analysiert wird. Außerdem dokumentieren die Autoren, wie die Bürger zunehmend schamloser zur Kasse gebeten werden, um das sorgenfreie Leben unserer Staatsdiener zu finanzieren.
Wer Bild liest, wird dieses Buch lieben!Das Buch beschreibt im wahrsten Sinne sehr einfach die Privilegien der Beamten. Das Buch ist für den Bild-Leser von heute gedacht und auch so geschrieben. Es werden Beispielberechnungen durchgeführt, da bekommt jeder Wirtschaftwissenschaftler eine Gänsehaut. Eine objektive Beurteilung über den Status von Beamten sollte man von diesem Buch nicht erwarten. Ich bin Student und habe mir dieses Buch gekauft, um eine Entscheidung zu treffen, ob ich mich für die Beamtenlaufbahn oder in der freien Wirtschaft bewerben sollte. Die Vergleiche die in diesem Buch angegeben werden nützen mir allerdngs sehr wenig, da die Berechnungen auf keiner vernünftigen Grundlage beruhen und nur dazu dienen die Beamten und ihre Arbeit zu untergraben. Wer bisher nicht gut auf Beamte zu sprechen war wird dieses Buch lieben, alle die vernünftige Literatur mit objektiven Vergleichen sucht, sollte von diesem Buch Abstand nehmen.
Unerträgliches GeschreibeKein Mensch, der sich umfassend mit dem Beschäftigungsstand der Beamten auseinandergesetzt hat, kann zu solchen Ergebnissen kommen.Leider sind in Deutschland sehr viele nicht über die wahren Arbeitsverhältnisse UND der Angestellten im Öffentlichen Dienst informiert.Dieses Buch schürt nur die völlig unangemessene Neiddiskussion und entbehrt wetgehend jeglicher Sachlichkeit.
Humorvoller politischer Sprengstoff !Dieses offenbar mit Herzblut geschriebene Buch ist das beste, was ich bisher zum Thema "Beamte" gelesen habe: Vergessen Sie die trockenen Bücher von Prof. v. Arnim oder v. Bd. der Steuerzahler: Viele Fakten in witziger Sprache, der Beamte immer i.Vgl. zum "Normalbürger" ("Nettolohnvergleich"), immer auch den großen Zusammenhang sehend, detailgetreu und theoretisch fundiert ("Public choice"-Theorie). Man erfährt schier Unglaubliches über Kinder- und Familienzuschläge und sonstige haarsträubende Vergünstigungen, über die Geschichte des Beamtentums, über seine Finanzierung und - was es bisher in dieser Form wohl noch nicht gibt: Das Netto-Einkommen jeder Beamtenstufe verglichen mit allen möglichen Branchen Netto-Einkommen. Das Buch ist nicht nur garniert mit Beamtenwitzen, sondern entlarvt auch die in 2004 konzipierte Reform; ist aber durchaus nicht ohne Sensibilität, greift es doch auch Beispiele auf, die zeigen, dass es auch Beamte gibt, die trotz sinkendem Stundenlohn ein hervorragendes Engagement haben.
Ein rundherum gelungenes Buch, was man nicht aus der Hand legen will.
Glänzend recherchiert: hat mir die Augen geöffnet!Für Beamte ist laut Verfassungsgericht die "mit wachsender Kinderzahl fortschreitende Auszehrung der familienneutralen Gehaltsbestandteile" nicht hinnehmbar, darum gibt es einen horrenden Familienzuschlag: eine Beamtenfamilie mit 4 Kindern kann sich mit diesem Geld nach 20 Jahren eine ganze Eigentumswohnung finanzieren (das Kindergeld nicht mit eingerechnet!).
Wo, unter normal Sterblichen gibt's denn sowas?
Schon die Mindestpension, auf die jeder Beamte nach kurzer Dienstzeit Anspruch hat, betraegt 1200 Euro, das ist mehr als ein Normalverdiener nach 45 Arbeitsjahren bekommt. Dazu kommen: höherer Versorgungssatz, Sonderzahlungen, Anrechnung der Studienzeit, die (hoch dotierten) letzten 3 Dienstjahre als Berechnungsgrundlage.
Und, und, und!
Frage: woher kommt die galoppierende Staatverschuldung?
Den Nagel auf den Kopf getroffenNatürlich tut dieses Buch weh, denn die beiden Autoren haben mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Klöckner spricht nicht nur in der Finanzmathematik eine unbestechliche, deutliche Sprache, sondern auch bei diesem weniger mathematischen Thema. Es geht im Leben immer um die Frage, was muss man tun - und damit assoziiert man eigentlich "etwas leisten", um dafür etwas zu erhalten. Wer als Finanzberater tätig ist, der kennt die Schere der unterschiedlichen Leistungen von Beamten und Nicht-Beamten aus eigener Beratungspraxis. Was andere sich oft mühsam erarbeiten müssen, erhalten Beamte als Privileg. Da darf man schon mal ein bißchen Zynismus und Polemik versprühen, um auf diese "Unterschiede" hinzuweisen, die die überschuldete Bundesrepublik sich hier leistet. Aber so ganz unsachlich kann die Kritik nicht sein: Warum wohl möchten private Krankenversicherer gar nicht so gerne Beamte in Ihrem Versicherungsbestand haben? Warum erhalten Beamte so viele Zuschüsse und warum gibt es überhaupt so viele Beamte....!? Da muss man doch mal nachfassen dürfen - und genau das machen Klöckner und Kollege hier. Man kann ihnen auch nicht vorwerfen, dass sie nicht leise nachfragen, sondern laut trommeln: Anders kommt man mit solch grundlegenden Fragestellungen in Deutschland nicht mehr zu Gehör! Ein Klasse Buch, dass nicht nur jeder Finanzberater mal gelesen haben sollte....