Robinson, Peter

Ein seltener Fall

Ein seltener Fall
  • Verlag: Ullstein Tb
  • Erscheinungsdatum: 2006-02
  • Format: Broschiert
  • Umfang: 463
  • ISBN: 3548263194
  • EAN: 9783548263199
  • Amazon.de Verkaufsrang: 38.985
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Beschreibung von buecher.de

Endlich einmal hatte Alan Banks es geschafft, Yorkshire zu verlassen und in den sonnigen Süden zu reisen - nach Griechenland. Dort erholte er sich von seinem nervenaufreibenden letzten Fall, der ihn selbst auf dieser friedlichen Insel noch in den Träumen heimsuchte. Doch sein Ausflug ins Paradies wird jäh beendet, als er in einer englischen Zeitung liest, dass man die sterblichen Überreste von Graham Marshall gefunden hat, Banks Schulfreund aus alten Tagen. Mitte der sechziger Jahre war Graham spurlos verschwunden und trotz landesweiter Suche nie gefunden worden. Banks fliegt sofort zurück nach Yorkshire, um sich an der neuerlichen Spurensuche zu beteiligen, denn seit damals hatte Banks ein sorgfältig gehütetes Geheimnis: Er hatte das Gefühl, an dem Verschwinden Grahams nicht unschuldig zu sein. Doch damit noch nicht genug: Die Geschichte scheint sich zu wiederholen, denn Luke Armitage, der Sohn prominenter Eltern, wird vermisst. Banks kümmert sich auch um diesen Fall - und er muss wieder einmal all seine Intuition und seine Erfahrung ins Spiel bringen, um beide Fälle zu einem Ende zu bringen.

Aus der Amazon.de-Redaktion

Vor dreieinhalb Jahrzehnten ist Graham Marshall, ein Jugendfreund von Inspector Alan Banks, beim Zeitungen austragen spurlos verschwunden. Kurz zuvor war Alan selbst von einem Fremden angesprochen, verprügelt und beinahe in einen Fluss geworfen worden. Seinen Eltern hatte er nichts erzählt, weil er sich verbotenerweise in der Nähe des Flusses herumgetrieben hatte. Während Banks sich im Urlaub befindet, wird nun ein Skelett gefunden und als die Überreste des Jungen identifiziert. Nur zögerlich informiert er die Behörden darüber, was ihm selbst damals widerfahren ist. Noch immer plagen ihn Gewissensbisse, fühlt er sich schuldig an Grahams Tod. Da verschwindet plötzlich ein fünfzehnjähriger Junge, der Sohn prominenter Eltern. Die Vermisstenmeldung fällt in Banks’ Zuständigkeitsbereich, und im Laufe der Ermittlungen fühlt sich der Inspector immer mehr an die Jahrzehnte zurückliegenden Ereignisse erinnert ... Dreizehn mag für gewöhnlich keine Zahl sein, die Glück bringt, und dreizehn Romane in einer Krimiserie klingen verdächtig nach zu viel des Guten. Ein seltener Fall verweist diese beiden Aussagen jedoch spielend ins Reich der Binsenweisheiten, die nur auf zweit- und drittklassige Werke zutreffen und keinesfalls auf das neue Abenteuer um Inspector Alan Banks. Der Inspector selbst mag zwar gelegentlich von Ermüdungserscheinungen heimgesucht werden -- oft fühlt er sich deutlich älter als er ist --, aber sein Erfinder Peter Robinson schreibt wie eh und je mit jugendlicher Frische: ein packender Stoff, überaus lebensechte Protagonisten -- ein Hochgenuss! --Felix Darwin

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von gigunelsa fanden 7 von 7 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Aus "Close to Home" wird "Ein seltener Fall"

Wieder einmal ein total anders übersetzter Titel, der dazu hin gar nicht stimmt- was war an dem Fall so selten??

Die Morde an 2 Jungen (14 und 15 Jahre alt), die aber zeitlich mehr als 30 Jahre auseinander liegen, und auch sonst überhaupt nichts miteinander zu tun haben, sind, wie bei Peter Robinson üblich, sehr spannend und unterhaltsam erzählt. Viel Lokalkolorit von Yorkshire ist dabei, auch wieder persönliche und familiäre Details von dem sympathischen Ermittler Alan Banks.

Aber mir fehlte irgendwie die Einsicht, warum der Autor diese beiden Fälle, die auch noch durch eine räumliche Distanz auseinander gehen- so miteinander verquicken musste. Vielleicht, um den Leser ein bisschen zu verwirren? Ein Fall allein wäre wohl zu einfach gewesen und zu leicht durchschaubar?

Obwohl ich Peter Robinson ausgesprochen gerne lese, kann ich hier nur 4 Sterne geben, denn er hat weitaus Besseres geschrieben.

Diese Rezension von T. Krings fanden 6 von 6 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Unspektakulär gut

Die Prämisse klingt zunächst etwas unglaubwürdig: zwei Leichen werden gefunden, beides heranwachsende Jungen, der eine ein Jugendfreund von Banks, der fast 40 Jahre verschwunden war, der andere Sohn eines Profi-Fußballers. Zunächst wirkt das sehr konstruiert. Das stört dann aber im Laufe des Falles gar nicht, denn beide Fälle werden subtil miteinander verbunden. Besonders interessant ist Banks' Reise in die eigene Vergangenheit, in das provizielle England der 60er Jahre, was mit den swinging 60s recht wenig zu tun hat. Sicher droht auch gerade ein Eltern/ Sohn Konflikt ins theatralische abzugleiten, doch Robinson weiß das zu verhindern und stellt die Hilflosigkeit und die Kommunikationsbarrieren überzeugend dar. Beim zweiten Fall sticht vor allem ins Auge, dass Riobinson im Gegensatz zu vielen anderen Autoren Ahnung von polizeilicher Arbeit hat und die Ermittlungen überzeugend und spannend darstellt. In der Summe ein spannendes, rundes Buch ohne unplausible Zufälle, das gänzlich auf unpassende Knalleffekte verzichtet und den Leser dadurch in den Bann zieht.

Diese Rezension von Winfried Stanzick fanden 18 von 20 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Banks begegnet seiner Vergangenheit und einer neuen Liebe

Neben Ian Rankin ist Peter Robinson der meiner Meinung nach beste britische Autor von Serienkrimis. Ähnlich wie der Schotte Rankin wurde auch der mittlerweile in Kanada lebende Robinson erst recht spät für ein deutsches Publikum entdeckt.

Der vorliegende Roman „Ein seltener Fall" ist der neueste in der Reihe um das Team von Inspector Alan Banks aus Eastvale in Yorkshire. Geschrieben 2003, erschien er ein Jahr später bei Ullstein erstmals in deutscher Sprache.Alan Banks quält seit seiner Kindheit immer wieder ein furchtbarer Verdacht, der in früheren Büchern von Peter Robinson immer mal wieder angedeutet wurde: er glaubt Schuld zu sein am Verschwinden seines alten Schulfreundes Graham Marshall, der Mitte der sechziger Jahre an einem Sonntagmorgen plötzlich spurlos verschwand.Nun, Jahrzehnte später, werden bei Bauarbeiten die Gebeine von Graham gefunden und relativ schnell identifiziert. Gleichzeitig verschwindet in Alan Banks Bezirk ein 15 -jähriger Junge. Obwohl er noch im wohlverdienten Erholungsurlaub ist, hängt sich Banks an beide Fälle und löst sie jeweils mit der Hilfe einer Kollegin.In Eastvale hat er es mit Anni Cabbot zu tun, einer Kollegin, mit der ihn seit der Trennung von seiner Frau Sandra eine konfliktreiche Beziehung verbindet, und in Peterborough, seiner Heimatstadt, lernt er die Inspektorin Michelle kennen und löst mir ihr dem Fall seines verschwundenen Jugendfreundes. Sie kommen sich näher, aber das Ende des Buches lässt offen, ob ihre Beziehung eine Zukunft hat. Wir werden deshalb bis zum nächsten Band warten müssen, dessen Erscheinen Ullstein unter dem Titel „Kein Rauch ohne Feuer" für das Frühjahr 2006 angekündigt hat.„Ein seltener Fall" zeigt hauptsächlich den privaten Alan Banks, mit vielen Reminiszensen an die sechziger Jahre. Das Buch zeichnet einen nachdenklichen und sensiblen Kommissar, der mit beiden Fällen in mehrfacher Hinsicht mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird und sich ihr stellt.Peter Robinsons Serie um Alan Banks ist eine der besten , die man lesen kann.

Diese Rezension von Susi Sorglos fanden 9 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Beste englische Krimitradition

Ein Inspector Banks Roman

Im englischen Städtchen Petersborough werden die Knochen eines Jungen gefunden, der 1965 spurlos verschwunden ist. Parallel dazu wird im Revier von Inspector Banks der Sohn, Luke, eines prominenten Elternpaares als vermißt gemeldet. Da Banks gerade eine Auszeit vom Dienst in Griechenland nimmt, ermittelt seine Kollegin und Ex-Freundin Annie. Als Banks jedoch durch eine Zeitungsnotiz von dem Knochenfund erfährt, bricht er sofort seinen Urlaub ab, denn er erkennt, daß das aufgefundene Skelett sein Jugendfreund Graham ist.

Zurück in England pendelt er zwischen beiden Ermittlungen hin und her, die ihn einerseits tief in die Vergangenheit und die verhängnisvollen Verstrickungen von Bewohner, Polizei und Politikern führen und ihn andererseits im Falle von Luke mit einer immer länger werdenden Liste von Verdächtigen konfrontiert. Dieser 13. Fall mit Inspector Alan Banks steht in bester englischer Krimitradition. Der mit seinen immerhin 463 Seiten recht umfangreiche Krimi ist zu jeder Zeit unterhaltsam und spannend. Außerdem bietet er immer wieder interessante Einblicke in das englische provinzstädtische Gesellschaftsmilieu und in die Kultur der 60er Jahre. Ein wunderbarer Krimischmöker im besten Sinne des Wortes!

Diese Rezension von Ewald Judt fanden 6 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Chief Inspector Banks klärt Mord aus seiner Vergangenheit

"Ein seltener Fall" (Ullstein 26319 - "The Summer That Never Was", 2003) ist der dreizehnte Roman von Peter Robinson mit (mittlerweile Chief Inspector) Alan Banks. Bis auf den ersten, zweiten und vierten sind auch schon alle in deutscher Sprache erschienen. Die Alan Banks-Romane dürften derzeit wirklich die beste Krimi-Serie sein. Banks, in Peterborough aufgewachsen, hatte als Kind ein Erlebnis, wo er beinahe umgebracht worden war. Aus welchen Gründen immer verschweigt er dieses Vorkommnis. Kurze Zeit später verschwindet einer seiner besten Freunde und taucht nicht mehr auf. Der Fall blieb ungeklärt. Auf das Trauma des kleinen (und später großen) Alan weist Peter Robinson mehrmals in seinen Romanen hin, da dieser glaubt, daß - so er den Mordanschlag auf ihn gemeldet hätte - er das Verschwinden seines Freundes vielleicht hätte verhindern können. Auf diesen Fall bezieht sich das Buch. Auf Urlaub auf einer griechischen Insel liest Alan Banks in einer englischen Tageszeitung vom Auffinden des Skeletts von Graham Marshall, des vor Jahrzehnten verschwundenen Freundes. Er nimmt das zum Anlaß, seinen Urlaub abzubrechen und der Polizei in Peterborough seine Hilfe anzubieten. Während der Polizeichef darüber nicht erfreut ist, nimmt die ermittelnde Polizeibeamtin, Michelle Hart, seine Unterstützung an. Parallel dazu hilft er auch in seinem derzeitigen Dienstort Eastvale in Yorkshire seiner Kollegin Annie Cabbot bei der Klärung der Entführung des 15-Jährigen Luke Armitage. Diser ist der Sohn eines verstorbenen Rockstars und Stiefsohn eines ehemaligen Fußballstar und hat als Mutter ein Ex-Model, weshalb der Fall eine gehörige Portion Aufmerksamkeit erregt. Der Mord und die Entführung werden von seinen beiden Kolleginnen mit seiner Hilfe gelöst, wobei insbesonders seine Ermittlungen, den 30 Jahre zurückliegenden Mord an Graham Marshall aufzuklären, hochinteressant sind. Was sich allerdings am Ende herausstellt ist, daß die Verbindung zwischen den beiden Fällen in Peterborough und Eastvale, die nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich und vom Motiv her nichts miteinander zu tun haben, unnötig ist und offenbar nur zum Seitenfüllen dient. Nichtsdestoweniger wiederum ein spannender Alan Banks-Kriminalroman von Peter Robinson.

Ein seltener Fall

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