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Bei einem Überfall auf einen Geldtransport erbeuten die Gangster 30 Millionen Mark. Nur, wer sind die Gangster? Ist es einer der fünf Verdächtigen, die Kommissar Ben um Null Uhr 12 auf einem U-Bahnsteig festnehmen lässt? Etwa der aufbrausende Zocker Frank oder die Programmiererin Marie, die gerade erst ihre Sexualität entdeckt? Der antriebslose Vertreter Martin oder der ehemalige Kriegsberichterstatter und jetzige Taxler Jonas? Und da ist auch noch die alleinerziehende Kellnerin Kathrin... War es einer von ihnen, sie alle, oder keiner? Bernd Michael Lades Regiedebüt erweist sich als geschickt montiertes Ensemblestück mit zahlreichen verzwickten Plotwendungen. In den Hauptrollen glänzen neben Lade ('Komm, süßer Tod') die trefflich besetzte Meret Becker ('Kleine Haie') sowie Dieter Landuris ('Verschwende deine Jugend'), Mario Irrek ('Die Stille nach dem Schuss') und Isabella Parkinson ('Die Apothekerin'). Die atmosphärisch stimmige, wenn auch zeitweilig etwas verworrene Gangsterballade dürfte vor allem Freunde des deutschen Films ansprechen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Eurovideo Null Uhr 12, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 12.02.04
Klischees in vermeintlich neuem AufgussMan nehme: Einen Überfall, eine Handvoll Verdächtiger aus der Abziehbildkiste (der Spieler, der erfolglose Vertreter, die Alleinerziehende, der Kriegsveteran, die Verkopfte) und eine Reihe Kriminaler, die generell fies gucken und deren Büro unter dauerhaftem Lichtmangel zu leiden scheint.Die Geschichte ist interessant, aber nicht neu, worauf auch das Cover hinweist (nach Motiven von "Die üblichen Verdächtigen"). Bernd Michael Lade entwickelte daraus einen Film ohne Fluß oder Spannung und mit beschränkter Sympathiefähigkeit (die alleine den Darstellern gebührt). Ein Film, der mit optischen und schnittechnischen Spielereien eine Unkonventionalität vorgibt, welche er inhaltlich nicht zu halten vermag.Erst in der zweiten Hälfte (nachdem man die erste mit Schmerzen ertragen hat) entwickeln sich so etwas wie Gefühle, werden Verletzlichkeiten und Bindungen für einen Moment glaubhafter, ja fast rührend.Die teilweise überraschenden Wendungen gegen Ende trösten ein wenig über die bisherigen Holprigkeiten hinweg, wenigstens hat man sich auf 88 Minuten Länge beschränkt.Komik oder Humor kann ich im Film so gut wie nicht entdecken, allenfalls unterstellen. Sollte davon etwas in oder zwischen den Drehbuchzeilen gestanden haben, wurde es leider weitestgehend im Klischeebad ertränkt.
Krimikomödie/SatireFuenf Menschen lernen sich aufgrund ihrer Not kennen, der eine hat Probleme mit seiner Frau, die andere findet keinen richtigen Mann, um endlich die Sorgen mit etwas Geld loszuwerden. Der Zuschauer erfaehrt aus verschiedenen Blickwinkeln die realen Schicksale kennen, die sie zur Tat treiben, dabei kommt durch Emotion viel Verstaendis fuer die Charaktere herrueber.
Der Krimi-Mann (Tatort, Polizeiruf 110) Bernd-Michael Lade hatte Regie, wie auch schon bei Komm, süßer Tod und so ist es nicht verwunderlich, dass auch etwas trockener Humor den Zuschauer in die Geschichte mitreisst.
Film fuer diejenigen, die etwas ueber das Leben lachen moechten, trotzdem kommt die Spannung nicht zu kurz.
null Uhr 12fein und dicht gewobenes Netz von Charakteren und Story mit teils absurder Komik und glänzenden Darstellern. Der Film ist niemals langweilig und hat einen Schluss, den man so nicht erwartet.Tolles deutsches Kino.
Ärgerlich!Ich schätze Bernd Michael Lade als Schauspieler sehr, aber diese Regiearbeit ist zutiefst enttäuschend. Ich persönlich empfand den Film als regelrecht ärgerlich. Nichts gegen die Geschichte, wie oft auch immer erzählt, nichts gegen die Leistungen der Darsteller, aber die Umsetzung... Da wollte einer ganz besonders pfiffig sein - und läßt einen Zuschauer zurück, der sich wundert, wie er bis zum Schluß ausgehalten hat. Rasend schnelle Schnitte, eine an den Nerven zerrende Hintergrundmusik, die sich unangenehm in den Vordergrund drängt. Das macht den Film ganz einfach nervtötend. Und es nimmt ihm jegliche Tiefe. Man könnte sagen, der Film ist wie eineinhalb Stunden "Antenne Bayern" hören. Wer das mag, wer das aushält...