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Im November 1965 muss Lieutenant Colonel Moore 450 Männer in eine der ersten großen Schlachten des Vietnamkriegs führen. Beinahe die Hälfte der Soldaten wird das Ia-Drang-Tal nicht mehr lebend verlassen. Der erfahrene Militärstratege, Katholik und Familienvater Moore muss mit ansehen, wie der Feind und das Dschungeldickicht jegliche technische Überlegenheit der Amerikaner zunichte machen. So kommt es für beide Seiten zu einem blutigen Gefecht, in dem Sieg oder Niederlage zur reinen Makulatur werden. Nur das Überleben zählt... Anders als viele seiner Genre-Vorgänger wirft Randall Wallaces mitreißender Kriegsfilm auch einen Blick auf die Tragödien, die sich unter den vietnamesischen Soldaten abspielen. Dank verstörendster Bilder vermittelt der Oscar-gekrönte Kameramann Dean Semler ('Der mit dem Wolf tanzt') den Horror des Krieges, wobei er vom Produktionsdesigner Tom Sanders ('Der Soldat James Ryan') bestens unterstützt wird. Und schließlich ist der solide agierende Hauptdarsteller Mel Gibson Garant dafür, dass auch die weibliche Klientel zugreifen wird.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Concorde Wir waren Helden, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 19.03.03
Wir waren Helden basiert auf einem Buch von Lt. Col. Harold Moore und dem Journalisten Joseph Galloway und liefert eine würdige Erinnerung daran, dass der Vietnamkrieg seine ganz eigenen Helden hervorgebracht hat. Drehbuchautor und Regisseur Randall Wallace verabschiedet sich von der für Hollywood typischen zynischen Behandlung des Themas und konzentriert sich stattdessen auf das erste Gefecht amerikanischer Soldaten mit dem Feind in November des Jahres 1965. Harold Moore (Mel Gibson) und nahezu 400 unerfahrene Soldaten der U.S. Air Cavalry waren damals von 2.000 Soldaten der nordvietnamesischen Armee umzingelt. Der Film stellt diese brutale Schlacht mit plastischem Realismus nach, während er parallel dazu die Geschichte der trauernden Ehefrauen zu Hause erzählt. Während UPI-Reporter Galloway (Barry Pepper) sein Leben aufs Spiel setzt, um die Schlacht festzuhalten, bietet Wallace eine ausgewogene (wenn auch etwas fiktionalisierte) Perspektive und entlockt einer ausgezeichneten Besetzung lobenswerte Darbietungen. Wie schon die besten Weltkriegsdramen der 40er-Jahre, zollt Wir waren Helden den tapferen Männern Tribut und umgeht gleichzeitig gekonnt die Propagandafalle. --Jeff Shannon
Leider Gekürtzte FassungDer Film ist ein sehr guter Antikriesfilm,der den ihrsinn vom Krieg sehr gut wieder gibt.
Leider musste ich feststellen das es sich um die Geschnittene version handelt,ich finde Amazon hätte sich die mühe machen sollen um darauf hinzuweissen :-((
Ich hätte die DvD nicht gekauft wenn ich das gewusst hätte!!!!
Zwiespältige Gefühle ...Vorabanmerkungen:
"WIR WAREN HELDEN" basiert auf dem Buch "We Were Soldiers Once ... And Young", das die erste kriegerische Auseinandersetzung zwischen der US-Armee und der Volksarmee Vietnams dokumentiert, die am 14. November 1965 begann und im Tal von La Drang zu einer mehrtägigen Schlacht zwischen rund 400 amerikanischen Soldaten und geschätzten 2000 Vietnamesen führte. Das Buch "We Were Soldiers Once ... And Young" stammt von zwei Zeitzeugen. Der hoch dekorierte Militärstratege Lieutenant Colonel Harold G. Moore führte damals die US-Truppen an und wird im Film von OSCAR-Preisträger Mel Gibson verkörpert. Kriegskorrespondent Joseph L. Galloway (dargestellt von Barry Pepper) war indes ein Zivilist, der dem Massaker bis zum Ende beiwohnte, um die Geschichte für die Nachwelt festzuhalten.
Der Film existiert in zwei Fassungen (FSK 16 und FSK 18)Zur Story:
Zu Beginn des Vietnam-Krieges führt die US-Army ein neues, revolutionäres Einsatzkonzept ein: Die Truppen sollen mit Hubschraubern in die Kampfzone gebracht werden und am Ende der Kämpfe auch wieder mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden. Für die erstmalige Umsetzung dieses Konzeptes sucht die militärische Führung Lieutenant Colonel Moore aus, der sein frisch aufgestelltes Bataillon Ende 1965 mit der neuen Methode in die erste große Konfrontation zwischen Amerikanern und Nordvietnamesen führt.
Der Film schwankt in der Erzählung zwischen dem Gemetzel in La Drang und der lebensbedrohlichen Situation für die zahlenmäßig total unterlegenen G.I.'s einerseits und der Betrachtung der in den USA zurückgebliebenen Ehefrauen der Soldaten mit ihren Problemen und alltäglichen Schwierigkeiten aber auch ihren psychischen Belastungen und der Angst um die Ehemänner andererseits.Statement allgemein: Was für deutsche Augen mitunter triefend patriotisch anmutet, ist - und das darf ich hoffentlich glaubwürdig aus eigener Erfahrung mit den US-Streitkräften ausführen - in der Tat der tägliche Umgang der Soldaten untereinander, das Verhältnis der Ehefrauen in den Garnisonen zueinander und auch die herrschende Mentalität in den US-Streitkräften. Aus soldatischer Perspektive betrachtet ist dies aber, wenn man es persönlich erlebt hat - sehr viel hilfreicher für den Einzelnen als die hierzulande "ach so politisch korrekte" und übliche gefühlsmäßige Neutralität. Die Darstellung des Kriegshorrors in "WIR WAREN HELDEN" ist überaus plastisch gehalten und vermittelt einen unmittelbaren Eindruck der Geschichte, wenngleich natürlich festzuhalten ist, dass dieser Eindruck - vor dem Hintergrund der zur Drehbucherstellung verwendeten Buchvorlage (siehe oben) - nicht objektiv sein kann, sondern die ganz subjektive Perspektive von genau zwei Personen in dem ganzen Geschehen wiedergibt.
Was in der Tat schade ist, und damit zur Kritik, ist, dass man sich über die amerikanische Perspektive in der Tat kaum hinausgelehnt hat. Die vietnamesische Gegenseite wird mehr oder minder anonym gezeichnet und die dortige Motivlage für die Kämpfe wird ebenfalls kaum - um nicht zu sagen gar nicht - beleuchtet. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass in der englischen Originalfassung (Ton) die Lagebesprechungen des vietnamesischen Kommandeurs (die in vietnamesisch gehalten werdern) bedauerlicherweise nicht untertitelt sind. Dies ist in der deutschen Fassung anders und man gewinnt wenigsten teilweise einen Eindruck vom Denken der Nordvietnamesen.Statement DVD:
Die mir vorliegende FSK 18-Version beinhaltet 2 DVD's. Auf der ersten ist die ungekürzte US-Kino-Version und ein Audio-Kommentar des Regisseurs Randall Wallace. Bild und Ton entsprechen dem Standard (DD 5.1). Schade ist, dass lediglich deutscher Untertitel und auch lediglich eine deutsche und eine englische Tonspur vorhanden sind. Da ist man besseres gewohnt. Ein nettes Feature ist hingegen der mehrfarbige Untertitel für Hörgeschädigte.
Auf der zweiten DVD finden sich rund 90 Minuten Bonusmaterial; die deutschen und US-Kinotrailer, ein Making Of, entfallene Szenen, Infos zur Besetzung und der Produktionscrew, eine Fotogallerie, die US-Fernseh-Spots, ein "Behind-the-Scenes", ein Interview mit Mel Gibson, Produktionsnotizen sowie die Trailer weiterer Filme auf DVD. Zumindest das Bonusmaterial lässt also keine Wünsche offen.Bewertung/Fazit:
Für "europäische (und speziell deutsche) Nicht-Militärs" ist "WIR WAREN HELDEN" in Zeiten der Bush-Administration mit Vorsicht zu genießen. Die eindeutig amerikanische und patriotische Perspektive kann - wenn auch für die US-Streitkräfte zutreffend und korrekt dargestellt - in deutschen Wohnzimmern für einige Verstörung sorgen. Insofern ist dieser Film, jenseits aller optischen Qualität als (Anti-)Kriegsfilm, nicht unbedingt uneingeschränkt empfehlenswert, sondern sollte einer differenzierungsfähigen Klientel vorbehalten bleiben.
Im Krieg leiden nicht nur Soldaten.Vorab, "Wir waren Helden" existiert in einer ungeschnittenen Fassung als FSK18 Version. Auf die Schnitte gehe ich hier nicht ein.Der Film handelt über eine neueingführte Einheit -der air cavallery- der US Truppen, die ihre Feuerprobe in einem vietnamesischen Tal bekommt. Fixpunkt der Geschichte in Mel Gibson in seiner Figur als Truppenführer. Der Geschichte sollte man nicht mehr vorweg nehmen, sonst grenzt es als Spoilerei.Das -für mich- Besondere an diesem Film ist der krasse Kontrast zwischen existenzieller Angst unter den zu Hause verbleibenden Frauen und den Soldaten, die um ihr Leben fürchten. Der Film hat fast 80 Minuten Kampfhandlungen, wass sehr viel erscheint. Jedoch wird das zu keiner Zeit Langweilig oder erscheint übertrieben. Von schockierenden Szenen des Schlachtfeldes wechselt der Regisseur zu den Frauen daheim. Morgens erwarten sie die Todesnachrichten ihrer Ehemänner und sie müssen sich trotzdem auch mit Problemen des Alltags herumkämpfen.
Mehr am Rande -aber immerhin- zeigt der Film die gleiche Geschichte auch aus der Sicht eine vietnameischen Nachrichtenoffiziers, der seiner Frau schreibt.Sicher, der Film gibt dem Feind kein Gesicht zum liebhaben, verschandelt ihn aber auch nicht als unmenschlichen Anti-Christ. Dieser Film zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass Krieg nicht nur für Soldaten grausam ist, sondern vor allem den zurückgebliebenen zu schaffen macht. ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass "Wir waren Helden" einer der gefühlvollsten und "realistischsten" Kriegsfilme ist, die bisher gedreht wurden.Man wirft dem Film von Zeit argen US Patriotismus vor. Unter der Betrachtung, dass Soldaten nunmal für ein Land kämpfen und gegen ein anderes, verzeihe man Randall Wallace das zweimalige Auftauchen einer US Flagge. Gibson ist Australier und somit ist der Film nicht als Propaganda zu betrachten, sondern als das was er ist: Ein Unterhaltungsmedium.Die DVD hat eine übliche Ausstattung mit Kommentaren, Interviews und mehr oder weniger unwichtigen Informationen. Die Qualität ist für Otto Normalbürger nicht zu bemängeln. Alles in Alle sind Film und DVD einen Kauf wert.
Gut doch beschnittenIch habe den Film schon in Original länge gesehen , und muss sagen ich war schockiert als ich mir die DVD jetzt gekauft habe. Die Qualität ist natürlich , wie meistens auf einer DVD, gut. Doch als ich mich so erinnerte wie er im Original ist, war ich sehr enttäuscht, denn dass was man gesehen haben muss um diesen Film zu verstehen, ist wie im TV weggeschnitten. Daher mein Rat an jeden der sich diese DVD noch kaufen möchte. Wenn möglich kaufen sie sich die FSK 18 Version, um diesen Film auch wirklich zu verstehen. Danke für ihre zeit und ich hoffe ich konnte ihnen weiterhelfen !
Die Heeresleitung bedauert Ihnen mitteilen zu müssen.....So beginnen die Telegramme die Colonel Moore`s Ehefrau in der Heimat den bangenden Ehefrauen zustellt. Telegramme als letzte Botschaft, Zeugnis der Gewissheit darüber dass die Ehemänner, Väter, Brüder nicht zurückkehren werden. Genau diese Eindrücke waren es, die mich persönlich am stärksten ergriffen haben! Dieser Film beschreibt die erste größere Kampfhandlung zwischen amerikanischen und vietnamnesischen Soldaten. Brutalität und Wahnsinn des Krieges werden schonungslos dargestellt - jedoch in keinster Weise mit "blindem Patriotismus" verherrlicht. Wenn man sich amerikanische Kriegsgeschichte näher anschaut könnte man fast meinen, es gäbe Koregraphen die speziell für die dramatischen Elemente und Szenen der Kriegshandlungen zuständig wären - wie sonst ist es zu erklären, dass Colonel Moore`s Einheit die "Nummerierung" von General Custers (Schlacht am Little Big Horn)Armee erhalten hat? (Dieser Film / WIR WAREN HELDEN / basiert auf einer wahren Begebenheit)Viele Filme sind in den vergangenen Jahrzehnten zum Krieg in Vietnam entstanden, dem großen Trauma der amerikanischen Armee.
Wenige Filme brachten es bislang fertig diesen Krieg "nüchtern" und objektiv zu betrachten - dieser Film hier schafft es meiner Meinung nach zu 100% Die Arroganz der Amerikaner findet Ihren Ausdruck in Sätzen wie "Höhlenmeschen in schwarzen Schlafanzügen zu besiegen...".
In diesem Land, während dieses Krieges lernte eine Hochtechnologienation, dass "Höhlenmenschen" entscheidende Vorteile für sich verbuchen konnten. Sie hatten wegen der vorhergehenden Kämpfe gegen die französischen Besatzer bereits jahrelange Kampferfahrung auf vertrautem Gebiet. Die Fähigkeit "Viel Material" einzusetzen verlor in diesem Krieg dramatisch an Gewicht und dies führte, gepaart mit der Zähigkeit der vietnamesischen Armee zur bisher schmerzlichsten Niederlage der USA. Die Einsatzbereitschaft der Vietnamnesen, das Ungleichgewicht der Kräfteverteilung wird in diesem Film bewußt. Trotz aller Feindseligkeiten, die in dieser Schlacht auf beiden Seiten ihren Ausdruck fanden, wird unterstrichen, dass auf beiden Seiten Menschen für IHRE jeweilige Sache kämpften und starben. Der Respekt vor der vietnamnesischen Seite ist in vielen anderen Exportschlagern aus Hollywood unauffindbar... Ganz großes Kino! Mel Gibson hat schon an anderer Stelle eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er in der Lage ist große Ereignisse der Weltgeschichte, faszinierend auf die Leinwand zu bringen (Der Patriot, Braveheart, Die Passion Christie).Fazit: 121 Minuten Kino, die fesseln, erschüttern und die Aussage "Krieg ist Diplomatie mit anderen Mitteln" gänzlich in Frage stellen! Anschauen!