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So muss echter Powermetal klingenDie Wolfsburger sind hierzulande noch ein unbeschriebenes Blatt. Mit ihrem hörbar von Acts wie Helloween, Blind Guardian oder Iron Maiden beeinflussten Sound konnten die Jungs trotz dreier starker Alben noch nicht richtig Fuß fassen. Das sollte sich nun jedoch ändern, denn mit neuem Label (Massacre Records) und diesem bärenstarken Album sollte der Sprung ins Profilager eigentlich gelingen. Seventh Avenue machen nie denn Fehler ins Kitschige abzurutschen und haben auch keinen alles zukleisterenden Keyboardteppich nötig. Somit unterscheiden sie sich sehr wohltuend vom Gross der Konkurenz, die seit Hammerfalls "Glory to the Brave" den Markt überflutet. Seventh Avenue machen Musik mit Ecken und Kanten! Bestes Beispiel der Megakracher "Levy your Soul from Hate" , der auch auf "Walls of Jericho" ein Highlight gewesen wäre. Oder das rasante "Open your Mind",dass mit einem herrlichen Mitgrölrefrain ausgestattet ist. Auch alle anderen Songs stehen dem in keinster Weise nach und lassen die Nackenwirbel ordentlich zwirbeln. (Ich spreche aus Erfahrung- hab die Jungs schon einige Male live gesehn) Holt euch dieses Klasse Album und genießt. Das Beste daran ist allerdings-neben der Musik natürlich- , daß "Between the Worlds" zum Midprice in den Läden stehen sollte. Die Plattenfirma Masscacre Records will mit dieser Aktion hoffnungsvolle Newcomer unterstützen, die sonst in der aktuellen Veröffentlichungspolitik einfach untergehen würden, da Cd`s immer teurer werden und sich daher die Meisten nur noch Platten von etablierten Acts in den Schrank stellen. Gebt dem Nachwuchs eine Chance!
Guter, hochmelodischer Power Metal!Die Band gibt's bereits seit 1989 und die Jungs haben mittlerweile einen beachtlichen Bekanntheitsgrad in Brasilien (mehrwöchige Tour im Herbst 2002) und Japan (bereits mit dem 2. Album „Tales Of Tales auf Platz 18 der Metal Charts). Da kann man natürlich wieder einmal den Spruch bemühen „der Prophet gilt nichts im eigenen Land"... auch erwähnenswert ist die Tatsache das der Gesang des talentierten Shouters Herbie Langhans von Victor Smolski (RAGE) produziert wurde.
Der hochmelodische Power Metal von SEVENTH ONE liegt wohl grob gesagt in der Schnittmenge von GAMMA RAY, EDGUY und den alten HELLOWEEN. Jedoch ist man überbewerteten Plüsch Heavy Bands wie FREEDOM CALL oder MOB RULES weit voraus. Dies liegt zum einen am gekonnten Songwriting, und zum anderen an der gesunden Portion Heavyness die man an den Tag legt. Songs wie „Angels Eyes", „A Step Between The Worlds" und das rasant startende und mit schneidenden Gitarrenriffs und etlichen Tempiwechseln versehene „Open Your Mind" dürften dem geneigten Fan also runterlaufen wie wie ein Erdinger Weissbier.
Starke Band, gute Scheibe, klasse Preis - was will man mehr?