Queensryche

Tribe

Tribe
  • Label: Metal Is (Soulfood Music)
  • Erscheinungsdatum: 2003-01-01
  • Format: Audio CD
  • EAN: 5038456901829
  • Amazon.de Verkaufsrang: 63.143
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Auch beim neuen Queensryche-Langeisen Tribe werden sich die Geister wieder scheiden. Fans, die schon seit Jahren auf die Fortsetzung des Progressive-Meilensteins Operation: Mindcrime warten, werden ebenso enttäuscht sein, wie die Anhänger der ersten beiden, noch sehr metallastigen Scheiben. Tribe musikalisch einzuordnen ist eine sehr knifflige Aufgabe, da sich die Mannen aus Seattle einmal mehr auf den unterschiedlichsten, musikalischen Pfaden bewegen. Los geht es mit dem hervorragenden, etwas düsteren Rocker "Open", der locker auch auf Alben wie Empire oder Promised Land bestehen würde, und jeden Freund der früheren Queensryche überzeugen wird. Aber bereits ab dem zweiten Stück greifen die Jungs um Frontmann Geoff Tate wieder sehr tief in die Experimentierkiste und geben sich bis zum Schluss sehr vielschichtig und abwechslungsreich. Ob ruhige, akustische Nummern oder die von den letzten Alben gewohnten Alternative-Klänge -- Tribe hat alles im Programm. Insgesamt betrachtet fällt auf, dass die CD sehr rhythmusorientiert ausgefallen ist und weniger von den Melodien lebt. Unbestritten ist Tribe ein sehr interessantes und handwerklich sehr gutes Album geworden, doch ob sich Queensryche damit die Herzen ihrer früheren Anhänger zurückerobern werden, darf bezweifelt werden. Hier ist der obligatorische, persönliche Hörtest mehr als angebracht. --Armin Schäfer

Titelliste
1.Open
2.Losing myself
3.Desert dance
4.Falling behind
5.Great divide
6.Rhythm of hope
7.Tribe
8.Blood
9.Under my skin
10.Doing fire
Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Boris Theobald fanden 23 von 27 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Queensryche are back !!

Queensryche-Fans haben endlich wieder einen Pflichtkauf zu tätigen: Tribe!

Die insgesamt 42 Minuten Spielzeit beginnen gleich mit einem echten Kracher: "Open". Heavy Riffs, die sich antreibend, fast schon hypnotisch durch den ganzen Song ziehen, dazu in bester Queensryche-Manier eine Lead Guitar, die mit Hall versehenen Akkorden eine eiskalte Atmosphäre erzeugt, ein Guitar Slide, ein ultracooles Break vor der Strophe und dann Geoff Tates wundervolle Stimme, mit Halleffekt unterlegt und wieder begleitet von Michael Wiltons knackigen, loopartigen Riffs. Wenn Geoff Tate einsetzt mit "You're an Angel with your wings broken...", dann läuft einem schon ein Schauer über den Rücken - und dann eine mitreißende, heavy Powerbridge und ein melodischer Chorus, Empire- ähnlich abwechselnd mit Backings und Lead- Gesang, einem riesig guten Melodiesprung nach oben und einem schier unendlich gehaltenen Schlusston von Geoff Tate. Sogar ein Bass- Break nach dem zweiten Chorus von "Edbass" Jackson ist zu finden.

Kurzum: das ist der Stoff, den Queensryche-Fans seit der Promised Land vermisst haben! Urgestein Chris DeGarmo an der Lead Guitar ist im Songwriting und Einspielen zum ersten Mal seit 7 Jahren wieder mit von der Partie und brachte bei der Hälfte der Songs seine Inspirationen ein. Tribe ist mehr als nur ein Lebenszeichen, wird dem hohen Anspruch an die Band endlich (fast) wieder gerecht. Vorsicht - man darf keine Neuauflage von Operation Mindcrime erwarten! Queensryche sind eine Band, die niemals alten Erfolg kopiert hat und auf jedem einzelnen Album ihren Stil neu definiert hat. Genau diese Selbsterneuerungs- und Innovationskraft hat bei den genialen Songwritern aus Seattle nun endlich wieder gezündet. Anno 2003 klingen Queensryche erwachsen, meistens nicht stürmisch oder schnell und daher eher gesetzt, und trotzdem voller Power - ihre Musik ist endlich wieder gespickt mit magischen Momenten. Die teils melancholische und dunkle Grundstimmung erinnert am ehesten ans Promised Land- Album.

Ein gutes Beispiel hierfür ist "Rhythm of Hope", einer der absoluten Höhepunkte des Albums, der wie eine geniale Fusion von "Bridge" und "Silent Lucidity" wirkt: Queensryche- typisches Zusammenspiel von Akustik- und E-Gitarre, eine außergewöhnliche Melodielinie mit Gänsehautgarantie, gelungene Keyboardunterstützung im hohen Tonbereich, eine sich super entwickelnde Struktur und ein göttlicher Geoff Tate mit seiner besten Leistung auf "Tribe" - als sei er in einen Jungbrunnen gefallen.

"Desert Dance" ist im Gegensatz zu vielen Songs des Albums eine Speed- Nummer, beginnend mit orientalisch angehauchtem Gitarrenintro; dann folgt eine ekstatisch hohe, energische Strophe. Der Chorus zeigt sehr moderne Elemente, die genau die dem Song angedachte Brutalität ausdrücken. Denn Queensryche zeigen sich in ihren Inhalten wie schon u.a. bei Operation Mindcrime oder Empire mit der Art und Weise nicht zufrieden, wie ihr Land regiert wird und wie sich dies auf die ganze Welt auswirkt. Die Thematik "...realize deep down we're all the same" (Doing Fine) bzw. "...everywhere I go, everyone I meet and every hand I shake... we're the same tribe" (Tribe) zieht sich wie ein roter Faden durch das komplette Album. Auffällig ist hierzu auch das Cover, das das Tri-ryche- Symbol als Friedenstaube stilisiert.

"The Great Divide" ist ein weiterer Leckerbissen, dessen Akkorde zweifelsfrei Queensryche pur sind; außerdem genau die richtige Mischung: klasse Metalsong, aber nicht zu heftig...

Der Titelsong "Tribe" steuert die außergewöhnlichste Komposition zum Album bei. Er basiert im Wesentlichen auf drei sich abwechselnden Parts: einem akzentuierten Rhythmus mit leicht mystifizierender, schwerer Gitarre, der plain gehaltenen Strophe im ‚Eingeborenenrhythmus' mit interessanten Percussions sowie einem unglaublich coolen Geoff Tate - und dagegen der ultraharte Refrain mit viel Sounddichte, packender Melodie und gelungenen Akkord- Modulationen.

"The Art of Life" besticht durch seine Trockenheit: düstere, harte Riffs - nicht schnell - ein sprechender Geoff Tate (erinnert ein wenig an Dis-con-nec-ted) und der vielstimmige, melancholisch getragene Chorus, später mit Tate- Screams im Hintergrund.

Dieses enorme Niveau können Queensryche leider nicht über alle Songs des Albums hinweg halten, weshalb die 5 Sterne doch noch für vergangene Meisterwerke reserviert sind. Songs wie "Losing Myself" oder "Blood" erinnern trotz guter Stellen zu sehr an Geoffs Solo-Album; "Falling Behind" und "Doing Fine" sind in Sachen Aufbau und Lyrics super... vereinzelte Stellen, die an Hear In The Now Frontier erinnern - auch wenn's mal nur die Spielweise der E-Gitarre im Hintergrund des Refrains ist - stören aber. A propos Lyrics... hier knüpfen Queensryche nachtlos an ihre besten Zeiten an. Nur ein Beispiel:

"Something drives us onward, something gives us strength,

What makes our judgement falter is the questions we think." (Rhythm of Hope)

Diese Rezension von ALu69 fanden 8 von 9 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Ein enttäuschendes Album für Fans!

Vorwort: Ich halte sehr viel von Queensryche und "Operation: Mindcrime" ist generell für mich die bislang beste CD aller Zeiten! Daher fällt es mir sicherlich schwer objektiv über diese CD zu schreiben. Andererseits möchte ich auch nicht eine CD loben, nur weil sie von einer bestimmten Gruppe ist.

Mit Spannung hatte ich auf "Tribe" gewartet und "open" legt auch gleich gut los. Midtempo, kerniger Sound, guter Anfang für eine CD. Aber was dann kommt, habe ich nicht erwartet und ist auch nach mehrfachem Hören über Monate hinweg schlicht weg enttäuschend.

Ich bezeichne mich nicht als "ewig Gestriger", da ich jeder Band eine Weiterentwicklung zugestehe und mir diese sogar wünsche. Oder ist man ein "ewig Gestriger", wenn man sich die genialen Ideen der Band in jeder CD wünscht? Dann bin ich gern einer!

Queensryche haben in all den Jahren immer wieder neu bewiesen, dass kein Album so klingt wie eines der Vorgänger. Bis jetzt! Denn "Tribe" stellt für mich einen bösen Rückschritt gen "Hear in the now Frontier" da!

Wie klingt "Tribe"? Schwerfällig, träge, alles in etwa derselben Geschwindigkeit, keine Spannungsbögen, keine Überraschungen, kein einziges Gitarrensolo (!!!), keine einzige echte Ballade. Irgendwie klingt alles gleich, kaum Abwechslung, kein Ideenreichtum.

Wo sind die satten Drums, messerscharfen Gitarren, die innovativen Momente, immer neuer, fesselnder Ideenreichtum und der WOW-Effekt, der Queensryche so einzigartig macht?

Wenn man mit der Scheibe durch ist, dann fragt man sich, wie viele Lieder da drauf waren. 5? 6? Oder gar 7? So belanglos rauscht die Scheibe an den Gehörgängen vorbei. Kaum ist ein Song zu Ende, kann man sich nicht mehr daran erinnern, wie er klang - ein äußerst dürftiger Erinnerungswert. Ohrwürmer gibt es hier beileibe nicht.

Von so fähigen Musikern wie Queensryche sie in ihren Reihen hat, kann und muss man mehr erwarten dürfen. Hier zeigen sie nicht mal ansatzweise was sie in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt haben.

a) Gegenüber "Rage for Order" fehlt sowohl die Spritzigkeit / Unbekümmertheit, als auch die fesselnden Gitarren.

b) Keine Genialität wie "Operation: Mindcrime" oder deren wahnsinnigen Gitarrenduellen und hammerhartem Sound.

c) Die CD ist lange nicht so abwechslungsreich wie "Empire".

d) Sie ist bei weitem nicht so experimentell und faszinierend wie Promised Land".

e) Und sie ist auch nicht so rau und abwechslungsreich wie "Q2k"

Sicherlich haben auch diese Scheiben mal etwas schwächere Songs, aber es gibt auch jede Menge herausragende! Das ist hier nicht der Fall. Erst nachdem ich diese Scheibe mehrfach gehört hatte, blieben mir gerade mal zwei Songs in (wirklich guter) Erinnerung: Nr. 1 "open" und die Nr. 9 "the art of life". Den letzten Song würde ich sogar auf ein "Best of" Album packen, weil es hier endlich wieder satte Gitarren gibt und eine Intensität, der man sich nicht entziehen kann. Da stimmt ausnahmsweise mal alles.

Viele haben gesagt, dass der Weggang von De Garmo ein riesiger Verlust war. Bei Q2k war er aber nicht dabei und dennoch ist die CD um Längen besser als HITNF. Jetzt mischt De Garmo wieder mit und diese Scheibe plätschert nur so vor sich hin. Da ist Q2k deutlich abwechslungsreicher und jeder Song hat einen klar höheren Widererkennungswert!

Fazit:

"Tribe" lässt sich sehr gut mit HITNF vergleichen. Sie ist insgesamt etwas besser, weil sie keinen wirklich schlechten oder nervigen Song enthält (wie "hit the black") und man kann sie gut im Hintergrund laufen lassen, ohne dass sie negativ auffällt. Aber ist bzw. kann das der Anspruch einer Queensryche CD sein? Hintergrundmusik? Sicherlich nicht.

Obwohl die CD nicht wirklich schlecht ist, liegt die Meßlatte bei Queensryche automatisch sehr hoch. Die Gesamtlänge beträgt auch gerade mal 41.43 Minuten. Daher gibt es mit Augen zudrücken knappe 3 Sterne.

PS

Für Neueinsteiger ist die CD eigentlich problemlos und sogar empfehlenswert, weil man sie gut hören kann - selbst von Leuten, die sonst mit Hard Rock etc. nichts am Hut haben. Aber wenn man Queensryche länger kennt, dann kann man hier nur enttäuscht werden! LEIDER!

Diese Rezension von Marc Langels fanden 12 von 14 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Mit jedem Hören besser......

Zugegeben "Tribe" ist nicht "Mindcrime", nicht "Empire" und auch nicht "Land" dafür aber etwas anderes: eine Weiterentwicklung.Der Sound liegt irgendwo zwischen Metal und Alternative und die Songs sind präzise auf den Punkt. Keine epischen Arrangements mehr (was sollte da, nach DER Vergangenheit auch noch kommen?) dafür gute Songs mit guten Texten. Es wäre sicherlich wünschenswert gewesen, wenn wieder mehr von den hervorragenden Gitarrenlinien zu hören wäre, die "Mindcrime" und "Empire" auszeichneten. Aber man darf nicht immer im Gestern verweilen, sondern muss sich weiter entwickeln. Das haben Queensryche hier getan.Queensryche haben es sich noch nie leicht gemacht, so auch dieses Mal. Anstatt nach "Q2K" den Rückwärtsgang einzulegen und wieder mit vertrauten Metalklängen und -sounds zu kommen, beschreiten die Jungs aus Seattle weiter konsequent ihren Weg. Dafür gebührt ihnen zumindest Respekt, auch wenn einige Rezensenten damit nicht einverstanden sind.

Diese Rezension von sebi316 fanden 6 von 7 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Endlich wieder da!

Tribe ist seit langen wieder eine hervorragende Scheibe der Seattle Combo. Sind die Gitarren doch arg im Albung "Q2K" in Kelly Grays Wah-Wah-Brei untergegangen, merkt man hier endlich wieder die aufwendigen Arrangements von Chris DeGarmo und Michael Wilton.Geoff klingt jung wie nie und das der Drummer Scott Rock(enfield) und Eddie Jackson am Bass schon immer perfekt zusammengespielt haben, brauche ich wohl keinem Ryche-Fan erzählen.Alles in allem eine hervorragend produzierte CD mit erstklassigem Songwriting, die jeden Cent wert ist.

Diese Rezension von dennisvanoffern fanden 8 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Wieder da!

Herzlichen Glückwunsch, Queensryche!Mit dieser neuen Scheibe ist den 4 bzw. 5 Herren aus Seattle nach zwei durchwachsenen Alben wieder etwas Grossartiges gelungen. Nach einigen Durchläufen, die Queensryche Alben in der Regel jedoch immer benötigen, hat sich "Tribe" bereits in meinen Gehörgängen festgesetzt. Der Song "Open" läutet dieses Album ein. Starkes Lied, hervorragende Melodie und zurecht die erste Singleauskopplung. Bei "Losing Myself" schaltet die Band einen Gang zurück, ehe es mit "Desert Dance" wieder mit Vollgas weitergeht! Der Song knallt! Je öfter man ihn hört, desto besser wird er. DeGarmo lässt grüßen, go Queensryche go!"Falling Behind" ist ein Song zum zurücklehnen, während "The Great Divide" zum nachdenken anregt. Erneut fallen die klassischen Queensryche Merkmale auf, die alle Hörer so vermisst hatten: Fantastische Melodien, herrausstechende Refrains und ein Geoff Tate in Höchstform! Als nächstens folgt "Rhythm Of Hope". Fans von Songs wie "Silent Lucidity" oder "Anybody Listening?" werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Einfach schön dieses Stück!Der Titelsong "Tribe" ist wieder ein sehr dynamischer Song. Über "Open" geht es dann zu "The Art Of Life". Die Strophe wird von Geoff mehr oder weniger gesprochen, jedoch mit vereinzelten, teilweise sehr hohen Gesängen im Hintergrund. Der Refrain sprudelt über, Melodie pur! Mit dem sehr harmonischen "Doin' Fine" geht das Album zu Ende.Fazit: Mit diesem Album erleben wir eine Art musikalische Wiedergeburt von Queensryche, an der auch Chris DeGarmo erheblichen Anteil haben dürfte! Das Album braucht wiegesagt ein paar Durchläufe, was auf keinen Fall von Nachteil ist. "Tribe" übrigens als "weniger melodisch" zu bezeichnen ist für meine Begriffe unsinn. Hut ab Jungs, ihr seit wieder da!

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