Kraus, Susanne

Das Flammensiegel

Das Flammensiegel
  • Verlag: Lübbe
  • Erscheinungsdatum: 2006-05
  • Bindung: Broschiert
  • Seitenzahl: 379
  • ISBN: 3404154916
  • EAN: 9783404154913
  • Amazon.de Verkaufsrang: 66.250
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Beschreibung von buecher.de

Der zweite Fall von Rotrud von Saulheim am Hofstaat Friedrichs I. Crema 1159: In den Lagern von Kaiser Friedrich, genannt Barbarossa, bereitet sich alles für den entscheidenden Angriff auf die italienische Stadt vor. Doch plötzlich häufen sich die rätselhaften Todesfälle, und bald wird die Vermutung zur Gewissheit: Ein Verräter treibt sein Unwesen in den eigenen Reihen. Der Kaiser beauftragt seinen Vertrauten Trushard mit den Ermittlungen. Aber Trushard hat die Rechnung ohne Ehefrau Rotrud gemacht - ihres Zeichens Hofdame der Kaiserin und nicht gewillt, in Tagen höchster Gefahr, Altardecken zu besticken. Als männlicher Bote verkleidet schleicht sie sich ins Lager. Und muss erfahren, dass es um das Leben des Kaisers geht

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Hawkeye fanden 32 von 34 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Spannende Urlaubslektüre

Eigentlich wollte ich mich ja im Urlaub erholen und viel schlafen. Dann habe ich aber das Flammensiegel mitgenommen und aus war es mit der Nachtruhe. Spannend bis zur letzten Seite, lässt sich das Buch kaum aus der Hand legen. Eine richtige Mischung die sowohl die Erwartungen der weiblichen Leser an eine Liebesgeschichte, wie auch die der männlichen Leser (um jetzt einmal diese Klischees zu bedienen) mit spannender Action erfüllt. Mir gefällt es noch besser als der Erstling, der Knochenpoet. Vielleicht liegt das an dem Schauplatz (Oberitalien) und mehr überraschenden Wendungen in der Geschichte. Einziges Manko (nicht des Romans, der insoweit die Auffassungen der Zeit widerspiegelt): Heute würde man den Verschwörern, die versuchen wollen, den Kaiser mit dem Papst ohne Krieg auszusöhnen und die Kampfhandlungen zu beenden, zu Recht einen Orden geben. Aber damals und mancherorts auch heute noch, war das eben anders. Ein echtes Lesevergnügen !

Diese Rezension von rolf schmidt fanden 23 von 27 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Packende und fesselnde Lektüre

Selten habe ich ein derart spannendes und unterhaltsameres Werk gelesen - selbst das Erstlingswerk "Der Knochenpoet" wird übertroffen !

Schnell ist man mitten im Geschehen dieser Zeit und fühlt mit den Personen, die kurz und knapp, dennoch absolut treffend, beschrieben sind . Ich beneide jeden, der das Buch noch nicht gelesen hat, denn er hat das Vergnügen noch vor sich !

Diese Rezension von N. Graefe fanden 16 von 21 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Erschreckend blass!

Um diese Rezension eventuell besser einordnen zu können, möchte ich vorweg anmerken, dass ich nur historische Romane lese und vor allem die Werke von Ken Follet, Tanja Kinkel und Rebecca Gable schätze.

„Das Flammensiegel“ habe ich aufgrund mehrerer positiver Rezensionen gelesen und schreibe daher nun meine Meinung, um diesen entgegenzuwirken.

Das gesamte Werk ist erschreckend blass. Es krankt vor allem daran, dass es mehr eine Kriminalgeschichte als ein Historienroman ist. Die „Lösung des Falles“ steht hier eindeutig im Vordergrund. Dabei driftet die Handlung teilweise in Kitsch ab. So hat man während des Lesens immer das Gefühl, die Geschichte ist nur in eine andere Zeit verlegt, die beliebig austauschbar ist. Die Autorin schafft es nicht eine historische Stimmung aufzubauen. Ihr unterlaufen Fehler in den geschichtlichen Darstellungen, so dass man das Gefühl bekommt, dass sie sich in der Zeit über die sie schreibt, gar nicht auskennt. Beschreibungen von Städten, Räumlichkeiten, Kleidung, Einrichtung, Burgen etc. fehlen vollends. Allein die Sprache ist so offensichtlich aus der heutigen Zeit, dass man sich nie vorstellen kann, dass hier eine Person aus dem 12. Jh. spricht. Die Hauptfiguren entwickeln zu keiner Zeit eine Persönlichkeit. So bleibt die einzige Charaktereigenschaft, die hier der historisch herausragenden Figur Barbarossas zugedacht wird, sein Zorn. Dazu habe ich als besonders störend empfunden, dass man ständig merkte, dass der Autor des Romans eine Frau ist, was nicht passieren sollte.

Für die Spannung bei der „Lösung des Falles“ gab es die zwei Punkte. Wer hier aber einen unterhaltsamen, informativen und historischen anspruchsvollen Roman erwartet, wird bitter enttäuscht.

Diese Rezension von massud fanden 12 von 19 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen Weder spannend, noch unterhaltsam vor allem aber

langweilig.

Die Autorin schafft es nicht den Leser zu fesseln, sie langweilt ihn zu Tode und beweist ihr Unvermögen eine interessante Story zu entwickeln.

Das Buch soll ein historischer Krimi sein, für den Krimi zu langweilig, für historisch zu ungenau und diletantisch.

Ich kann dieses Buch nicht empfehlen. Wer historische Romane liebt sollte lieber zu anderen Autoren greifen.

Diese Rezension von Geschichtsfreak fanden 11 von 11 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein historischer Krimi mit Humor

Spannende Unterhaltung bietet dieser historische Roman, der die Abenteuer der Kammerzofe von Kaiserin Beatrix schildert. Wider Willen muss sich Rotrud von Saulheim auf die Suche nach einem gefährlichen Mörder begeben und als Bogenschütze im Krieg gegen die aufständischen Lombarden mitkämpfen. Dabei wird alles so genau und nachvollziehbar beschrieben, dass man sich in die Protagonistin gut hineinversetzen kann und mit ihr mitfiebert. Bis zum Schluss wird der Leser durch unerwartete Wendungen in Atem gehalten.

An vielen Details merkt man, dass die Autorin, die Geschichte studiert hat, historisch gründlich recherchiert hat. So ist zum Beispiel die Erstürmung der Stadt Crema sehr kenntnisreich beschrieben ebenso wie die Verkleidung Rotruds, die sich als Mann ausgeben muss, um dem Mörder auf die Spur zu kommen. Da wird kein notwendiges Detail ausgelassen, auch nicht die Bruche, der mittelalterliche Vorläufer der Unterhose, in die Rotrud schlüpfen muss, um die Verwandlung in einen Mann perfekt zu machen. Dabei beherrscht die Autorin die Kunst, alles anschaulich zu beschreiben, ohne jedoch den Leser mit endlosen, oftmals überflüssigen Beschreibungen zu langweilen. Im Nachwort gibt die Autorin ihre Quellen an und erläutert ausführlich, welche Personen historisch verbürgt sind und welche nicht.

Besonders hervorzuheben ist auch der Humor, der ja leider gerade in historischen Romanen viel zu selten anzutreffen ist (warum eigentlich?). Vor allem die Szenen mit der Glockenmarie und die amüsanten Verwicklungen im Ehestreit zwischen Rotrud und Trushard haben mich zum Lachen gebracht. Insgesamt betrachtet ein gelungener Mix aus spannendem Krimi, kenntnisreich geschriebenem historischem Roman und einer zum Teil sehr witzigen Liebesgeschichte.

Das Flammensiegel

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