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Köln, Anno Domini 1260. Jacop der Fuchs, charmanter Dieb und Herumtreiber, wird beim verbotenen Pflücken der erzbischöflichen Äpfel Zeuge am Mord des Dombaumeisters. Doch auch er wurde gesehen, denn jeder, dem er die unglaubliche Tat erzählt, ist kurz darauf tot.
Als Jacop begreift, welch ungeheuerliche Intrige hinter diesem Mord gesponnen wird, ist es fast schon zu spät.
Mit einer gehörigen Portion Witz und deftigem mittelalterlichem Kolorit jagt Frank Schätzing rasant durch Kölner Gassen und Kirchen, vom Fischmarkt über das Badehaus bis zu den Leprosorien.
Engagiertes Hörspiel auf extrem hohem NiveauDieses Hörspiel ist Unterhaltung pur. Wem Historienromane zusagen, dem wird auch die Handlung gefallen. Atmösphärisch sehr dicht mit Geräuschen und passender Musik (Komponist: Frank Schätzing) untermalt, kann man sich sehr gut in die Zeit des 13. Jahrhunderts zurück versetzen. Die rockige E-Gitarre, die ab und an zu hören ist, hätte man sich allerdings sparen können.
Wer die Stadt Köln kennt, wird Freude an den teilweise heute noch existierenden Schauplätzen haben und einiges über die Entwicklung der Stadt erfahren. Rahmenhandlung ist eine Kriminalgeschichte über einen Mord , in dem hochrangige Stadtbewohner, die Patrizier, verwickelt sind. Ein kleiner rothaariger Dieb wird Zeuge des Mordes und muss sich mit Hilfe unterschiedlicher und liebevoll gezeichneter Charaktere gegen seine Jäger, die ihn mundtot machen wollen, zur Wehr setzen. Dabei kommt auch die für Schätzing typische Philosophie und Darstellung unterschiedlicher Lebenseinstellungen nicht zu kurz, die einigen Lesern bzw. Hörern als langatmig erscheinen mögen, für mich aber zu einem guten Buch dazu gehören.
An Frank Schätzings Stimme , die des Erzählers, musste ich mich erst gewöhnen, aber nach der ersten halben Stunde ist diese sehr angenehm und setzt einen Kontrapunkt zu den anderen Mitspielern. Einwandfrei wird dabei die Figur des "Fuchses" Jakop von Sven Hasper gespielt und gesprochen. Außer Frage steht die Leistung von Mario Adorf als Stammesoberhaupt Johann Overstolz. Auch Anke Engelke als Richmodis, die erste Liebe und Mitstreiterin von Jacop, überzeugt. Sie macht auch, wie sollte es anders sein, den witzigen und humorvollen Part des Hörspiels aus. Eine absolute Fehlbesetzung allerdings ist Cordula Stratmann. Ich kann sie mir einfach nicht als die bestaussehendste Hure Kölns vorstellen, die sie verkörpern soll. Glücklicherweise, und damit verrate ich nicht zu viel, segnet sie bereits auf der ersten CD das Zeitliche.
Die CDs sind sehr liebevoll in einer kompakten Box verpackt. Es ist ein Booklet beigelegt, welches einen historischen Stadtplan des alten Köln enthält. Dieses sollte man , sofern man nicht im Auto hört, immer zur Hand haben und kann so auch visuell der Handlung an die Schauplätze folgen.
Alles in allem eine sehr runde Sache, die ich jedem Fan des Genres empfehlen kann.
Ein Mittelalterkrimi der ExtraklasseAuf das Hörbuch "Tod und Teufel" bin ich aufmerksam geworden, nachdem ich "Der Schwarm" gehört hatte. Tod und Teufel wendet sich jetzt dem Mittelalter zu. Den Hauptdarsteller "Jacop der Fuchs" wird der Hörer schnell mögen. Auf eine fast witzige Art und Weise stolpert er von einem lebensbedrohlichen Problem in das andere.
Das Hörspiel ist durchweg spannend, die Handlung scheint fast zu rasen. Es gibt viele abwechslungsreiche Schauplätze und interessante Figuren, und wenn man einmal angefangen hat, will man das Hörspiel gar nicht mehr ausmachen, so dass die 420 Minuten wie im Flug vergehen.
Spannend, kurzweilig - einfach gut gemachtHerr Schätzing, der Tausendsassa, hat auch bei diesem Hörspiel mal wieder kräftig mitgemischt. Er lieferte nicht nur den Text und übernahm einige kleine Sprechrollen - nein - er lieferte sogar noch den Soundtrack in Kooperation mit anderen. Ausgesprochen farbig und kurzweilig lässt er das mittelalterliche Köln lebendig werden und vermittelt ganz nebenbei jede Menge historische Hintergrundinformationen. Die Charaktere sind alle toll gesprochen und erwachen so zum Leben. Es ist flott erzählt, und man fiebert bis zum Ende mit, ob nun die Guten oder doch die Bösen obsiegen.
Und, obwohl ich bei der Szene im Badhaus kräftig gequietscht habe (ich dachte, der Schuft sitzt mir höchstpersönlich im Nacken), kann ich dieses Hörbuch uneingeschränkt empfehlen. Ein echtes, spannendes Hörvergnügen.
FuchsjagdJacop der Fuchs schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben und so ist er wieder einmal auf der Flucht, nachdem er auf dem Kölner Markt Äpfel stehlen wollte, um wenigstens etwas zu Essen zu haben. Mit Hilfe der Färberin Richimodis gelingt es dem Fuchs sich vor seinen Verfolgern zu verstecken und der Herumtreiber flirtet heftig mit ihr, die schon bald Gefallen an ihm findet. Dennoch braucht Jacop immer noch etwas zu essen und denkt dabei an die besten Äpfel Kölns, welche im Garten Erzbischof Konrads zu finden sind.
Zur falschen Zeit, am falschen Ort beobachtet der Herumtreiber wie Dombaumeister Gerhard Morart bei einem Inspektionsgang vom Gerüst gestoßen wird. Anstatt zu flüchten, läuft der Fuchs zum sterbenden Dombaumeister und kann noch die letzten des Meisters vernehmen. Jedoch wird er genau dabei von Morarts Mörder beobachtet. Der unliebsame Zeuge muss verschwinden und mit ihm jeder, dem er begegnet ist, eine Hetzjagd nimmt ihren Anfang...
1995, also lange vor seinem rekordverdächtigen Bestseller "Der Schwarm" begann Frank Schätzings Schriftsteller-Karriere nach einigen Kurzgeschichten mit seinem Debütroman "Tod und Teufel", nachdem er für sein eigentlich erstes Werk "Mordshunger" keinen Verlag finden konnte. Soweit so gut, heute ist Frank Schätzing längst kein Unbekannter mehr und somit sind auch seine frühen Werke neu aufgelegt worden.
Mit "Tod und Teufel" ist Frank Schätzing ein durchaus eindrucksvoller Erstling gelungen, der sich durch einen gut durchdachten Plot und eine eindrucksvolle Kulissen präsentiert. Auch der Held der Geschichte ist mit einem Herumtreiber ungewöhnlich gewählt, sind es in Schätzings Romanen doch sonst eher Lebemänner, die sich nicht ums Geld sorgen müssen, die im Zentrum der Handlung stehen. Rückwirkend lässt sich feststellen, dass Frank Schätzing dem Stil von "Tod und Teufel" lange Zeit treu geblieben ist und doch ist das Werk trotz guter Machart kein Meisterwerk, sondern eben nur ein bemerkenswertes Debüt, das aber nicht aus der Masse hervorsticht, auch wenn sein Autor nach "Der Schwarm" gerne mit dem (amerikanischen) "Meister des Techno-Thrillers" Michael Crichton verglichen wird. Die Ähnlichkeiten zwischen Crichton und Schätzing sind jedoch gegeben, beide haben einen Faible für Protagonisten, die wenig an Konventionen gebunden sind und bei beiden übersieht man gerne dass sie außer den großen Bestsellern (Jurassic Park, der Schwarm) auch viele Werke veröffentlicht haben, die eigentlich wieder sang- und klanglos vom Markt verschwunden sind bzw. vielleicht wiederveröffentlicht wurden (Nippon Connection, Mordshunger), aber kaum für Furore sorgten.
Was unterm Strich bleibt ist ein handwerklich sehr gut gestalteter historischer Roman, im Köln des Jahres 1260, der von einer dichten Atmosphäre und einer als rastlosen Hetzjagd konzipierten Handlung profitiert. Doch diese wird durch typische Anfängerfehler, wie flache Charaktere, längere Spannungseinbrüche und unbefriedigende, da zu vorhersehbare Handlungswendungen kompromittiert.
Fazit:
Als Debüt eine sehr gute Leistung, bei der man davon ausgehen würde, dass der Autor sich ja noch entwickeln und seine Schwächen ausbessern wird, rückwirkend jedoch eine herbe Enttäuschung, die zwar eine schöne Fassade vorzuweisen hat, der es aber an starken Charakteren und durchgehend spannender Handlung fehlt. Alles in allem leider doch nur ein mittelmäßiges Debüt.
Prima gelungengenes Hörspiel - Kauf!Tod und Teufel ist ein weiteres Highlight in unserem Besitz an Hörspielen.
Betrachtet man nur das Hörspiel für sich, bleibt folgendes herauszustellen:
- ein sehr starker, mitreißender Erzähler
- sehr interessante und ausreichend tief erläuterte Charaktere
- eine spannende Story und ein gelungener Transfer in die damalige Zeit.
- eine (für das Mittelalter als passend empfundene)interessante musikalische Untermalung
Fazit: Prima Hörspiel für Genießer, wenig geeignet für diejenigen, die es nur im Hintergrund "dudeln" lassen wollen.