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Die ergötzlichen Geschichten eines Weltenbummlers garantieren eine amüsante Vor- und Nachurlaubslektüre. Der Autor schildert mit Humor und Liebe zum Detail Erlebnisse, wie sie jedem Individualreisenden passieren können. Die Erzählungen geben dem interessierten Leser einen vergnüglichen Einblick in Eigenarten von Land, Leuten und Natur der bereisten Länder.
Einige Highlights:
- Drei Alis und drei Dhaus an Sansibars Küste
- Ein gieriger Fischer in einem Dorf in Sri Lankas Süden
- Ein nicht immer nüchterner Pater in einer argentinischen Mission
- Drei russische Töchter an einem einsamen indischen Strand
- Ein Sexshop mitten in einer Wüstenlandschaft in Südafrika
- Kofi Annan und drei Krokodile in Costa Rica
ReiselustDa überkommt sie einen doch gewaltig, die Reiselust. Wer dieses Buch zu Hand nimmt, liest sich sofort fest. Jürgen Friebe hat großartige Geschichten zu erzählen und schreibt eine flotte, unterhaltsame Feder. Dadurch, daß er es versteht, auf die Leute in den Ländern, die er bereist hat, zuzugehen, passierten ihm Dinge, die ein Pauschaltourist nie erleben wird. Er reiste mit abenteuerlichsten Verkehrsmitteln, futterte sich durch die Landesspezialitäten des einfachen Manne - was ihm wohl auch besonderen Spaß gemacht hat - taucht und läßt sich von Schildkröten ziehen. Auf dem Flughafen in Bahrein spielte er auch mal Beethovens Mondscheinsonate für die Fluggäste. Man merkt schnell: Hier war ein großer Junge unterwegs und irgendwie bedauert man, daß man nicht dabei gewesen ist.
Der UnentwegteEs gibt sie noch, die Individualreisenden! Heureka! Hier hat einer von ihnen wirklich etwas er- und durchlebt, mit Rucksack, Pfeife und seinem täglichen obligaten Tee. Alles in seinen Geschichten atmet, pfeift, schwitzt, schreit, lacht und singt. Jenseits von Touri-Rummel , von Pseudo-Abenteuer-Urlauben, piekfeinen Kreuzfahrten oder ambitiösen Kulturreisen erhält der Leser ungewöhnliche erd- und hautnahe Einblicke in das alltägliche Leben auf vier Kontinenten: Afrika, Indien, Lateinamerika und Europa. Es tauchen unter anderem auf: Kakerlaken, Schlepper, Papayabäume, Hindutempel, Spinnen, drei russische Töchter, ein Lachclub in Mumbai, costa-ricanisches Bier und ein Straßentango in Buenos Aires. Wie öffnet man ein Straußenei? Mit Hammer und Meißel natürlich, aber ganz vorsichtig, damit beim Schlagen eines Zentimeter großen Loches keine Krümel von der Schale ins Innere gelangen, denn das würde die Qualität des Frühstücks-Rühreis mindern. Der Inhalt eines dieser Riesendinger entspricht nur etwa 24 Hühnereiern.
Ohne Schnörkel, wach, vor allem aber humorvoll schildert der Autor, wie jeder Tag neue Überraschungen bereithält. Manchmal stockt einem der Atem. Man denkt, das hätte er aber lieber bleiben lassen sollen - in diesem Alter! Falsch, der Autor ist eben noch sehr jung, vor allem aber unentwegt.
Jürgen Keilbar
Lesen mit GenussMit Genuss habe ich dieses Buch Geschichte für Geschichte gelesen und mich köstlich dabei amüsiert. Man erfährt eine Menge über Land und Leute, gleichzeitig wird eine erfrischende und überraschend positive Umgangsweise mit manchmal nicht einfachen Situationen dargestellt. Jeder, der dieses Buch liest, wird seine Leckerbissen darin finden. Sehr empfehlenswert!
Nettes BuchWenn man Bücher wie "Abgefahren", gelesen hat und meint man bekäme etwas im gleichen Stil hat sich getäuscht.
Bei diesem Buch handelt es sich um kurze oftmals nicht direkt zusammenhängende Anektoden eines Urlaubers, der sich von anderen Urlaubern dadurch unterscheidet, daß er einen Rucksack und einen Teekocher dabeihat um damit die meiste Zeit in Hotels zu verbringen und zu essen.
Pauschaltouris die dieses Buch lesen, werden es schon bewundern, daß da einer mit dem Rucksack durch die Gegend zieht und den Wohlstand einer Hotelanlage (14 Tage all inklusive) hinten anstellt.
Ansonsten nett geschrieben.