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Lücken im Lebenslauf? Studium oder Ausbildung abgebrochen? Arbeitslos? Für viele Bewerber scheint der Arbeitsmarkt keinen Platz mehr zu bieten.
Doch auch wer nicht mit einer stromlinienförmigen Karriere prahlen kann, hat seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wer weiß, wie man sich optimal präsentiert, ohne falsche Tatsachen vorzuspiegeln, kann so auch vermeintlich besser qualifizierte Bewerber im Kampf um den neuen Job ausstechen. Hesse/Schrader zeigen zahlreiche Beispiele erfolgreicher Bewerber im Originalformat und kommentieren, worauf es dabei ankommt:
- Bewerber aus der Arbeitslosigkeit
- Bewerber mit zahlreichen Arbeitsplatzwechseln
- Bewerber mit niedriger Qualifikation und ohne Ausbildung
- Bewerber ohne Berufserfahrung
- Wiedereinsteiger und Mütter
Dieses Buch ist schon seit langem überfälligDieses Buch beschäftigt sich mit Bewerbern, die keinen "glatten" Lebenslauf vorweisen können und deswegen bei Bewerbungen häufig zu Unrecht abgelehnt werden. Dazu gehören sogar Berufseinsteiger, Wiedereinsteiger und Personen, die nur kurzfristige und unsichere Arbeitsverhältnisse bekommen konnten.Zum Großteil besteht die Mappe aus Originalbeispielen. Jedes Beispiel enthält Beschreibung des Kandidaten, mangelhafte und mindestens einen Satz besserer Bewerbungsunterlagen samt Kommentar.Die Mappe bietet viele Anregungen für Personen, die wegen Lücken im Lebenslauf etc. Probleme haben, ihnen ist die Anschaffung dringend zu empfehlen. Österreicher sollten jedoch Österreich-Besonderheiten berücksichtigen: Die u. a. von den Autoren Hesse und Schrader propagierte "Dritte Seite" mag zwar in Deutschland gern gesehen sein, in Österreich ist sie unerwünscht.
Ein Ratgeber für Stellensuchende - mit Ecken und KantenViele Stellensuchende werden die Namen der beiden Autoren zumindest gehört, vielleicht sogar einen oder mehrere ihrer zahlreichen Ratgeber schon erworben haben. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen gehören Jürgen Hesse und Christian Schrader nämlich zu den führenden Experten, wenn es um Fragen rund um die Bewerbung geht.Mit dem vorliegenden Buch wenden sich die beiden an alle Bewerber, die keinen gradlinigen Lebensweg vorweisen können, also genau genommen an die meisten von uns. Die 10 vorgestellten Beispielfälle bilden dabei allerdings die Spitze des Eisberges und behandeln Bewerber ohne Lehrabschluss, Wiedereinsteiger, straffällig gewordene Personen etc., echte Härtefälle eben. Umso bemerkenswerter ist es, dass es den Autoren gelingt, selbst aus diesen schwierigen Fällen interessante Bewerberprofile zu erstellen. Dazu wird jeweils einem negativen ein positives Beispiel für die Gestaltung von Anschreiben und Lebenslauf gegenübergestellt. So weit, so gut. Die Frage ist allerdings, lassen sich die Beispiele problemlos auf andere Personen und Situationen übertragen? Das erfordert doch schon eine erhebliche Transferleistung. Sinnvoll wäre es daher gewesen, die aus den Einzelbeispielen gewonnenen Erkenntnisse noch einmal zusammenfassend darzustellen. Zwar geben die Autoren einige allgemein gehaltene Tipps für die Erstellung der Unterlagen, doch sind diese Tipps sehr knapp gehalten.Fraglich ist zudem, ob die durchgängige Betonung, wie notwendig eine absolut korrekte Orthographie und Grammatik ist, wirklich zum Kern der Sache führt. Wenn man sich die dargestellte Situation der Stellensuchenden klarmacht, wirken diese Anmerkungen manchmal geradezu kleinkariert. So werden bei der Bewerbung einer Bäckergehilfin die Verwendung des gleichen Satzanfangs in zwei hintereinander folgenden Sätzen und der Gebrauch des Konjunktivs beanstandet, obwohl sich vermuten lässt, dass der Empfänger der Bewerbung die Feinheiten der deutschen Sprache nicht zwangsläufig sicherer beherrscht als die Absenderin - warum sollte ein Bäcker auch perfekt Deutsch können? Die Überbetonung solcher Formalien ist damit eher eine Schwäche des Buches, zumal man sich beim Titel ohnehin fragt, wie genau es die Autoren selbst mit der Sprache nehmen: DIE perfekte BewerbungsMAPPE ...? Hieße es nicht treffender: Perfekte Bewerbungsunterlagen ...? Dennoch dürfte das Buch gerade Menschen mit komplizierten Lebensläufen einige Anregungen für die Gestaltung ihrer Bewerbungsunterlagen geben. Und das ist ja sein Ziel.
Hilfreich für die Bewerbung als AushilfsverkäuferingWenige werden einen perfekten Lebenslauf haben - was immer das sein mag. Allerdings adressiert dieses Buch wirklich diejenigen, die sich auf Stellen bewerben, die eher im Bereich der Auhilfsverkäuferin, des Gärtnergehilfen oder Installateurs eine neue Stelle suchen. Hier hilft es sicher. Für alle anderen mag es einige Anhaltspunkte liefern. Mehr nicht.
Neuauflage mit CD-ROMDieser Band der Bewerbungsmappen schloss bei seinem Erscheinen eine wichtige Lücke. Denn wer die Einheitsraster der Personalverantwortlichen nicht abdeckt, hat es auf dem Arbeitsmarkt klar schwerer. Aufgrund meiner früheren Tätigkeit als Marketingverantwortlicher im Arbeitsamt der Stadt Zürich teile ich die Einschätzung von Hesse/Schrader, dass perfekte Bewerbungen bei schlecht Qualifizierten kleine Wunder vollbringen können. Und zwar einfach, weil sie mehr auffallen, Sympathie wecken und Goodwill schaffen. Nach ihrem bewähren System "vorher - nachher" veranschaulichen die Autoren, wie man die eigene Bewerbung mit wenigen "Tricks" wirkungsvoll verbessern kann. Der Theorieteil wird kurz gehalten, die Praxis steht klar im Vordergrund. Die zehn kommentierten Beispiele sind klug ausgewählt und decken ein breites Spektrum ab. Abgebrochene Lehre, häufiger Arbeitsplatzwechsel, gewerkschaftliches Engagement, Ausländer mit schlechten Deutschkenntnissen, Initiativbewerbung, Alkoholprobleme, Straffälligkeit, schwere Krankheit, körperliche Beeinträchtigung und Alter sind die Themenkreise der Wettbewerbsnachteile. Die Beispiele sind laut Aussage der Autoren ebenso real wie die Erfolge. Einzig die persönlichen Daten wurden verändert.
Die Bewerbungsmappe für nicht perfekte Lebensläufe ist nicht einfach eine leicht abgeänderte Version der bisherigen Mappe, sondern ein massgeschneidertes Produkt für all diejenigen, die bisher von den Bewerbungsgurus eher stiefmütterlich behandelt wurden. Es ist ein wenig wie im Bildungsbereich: gute Schüler zu unterrichten, ist keine grosse Kunst. Die wahren Meister zeigen sich bei den Problemfällen. Und dass Hesse/Schrader trotz zunehmender Konkurrenz noch immer zu den Meistern gehören, haben sie mit dieser Mappe eindrücklich bewiesen. Konnte man bei den ersten Auflage noch Zweifel anbringen, ob es allen Lesern gelingt, die Musterbeispiele mit den Besonderheiten der eigenen Biografie zu verknüpfen, So wird dieses Problem durch die beigelegte CD-ROM nun entschärft oder behoben.
Mein Fazit: Ein Bewerbungsratgeber für die Stellensuchenden, die oft einen spannenderen Lebenslauf haben als die so genannt Normalen. Die Mustervorlagen helfen dabei, ihre vermeintlichen Schwächen in Stärken zu verwandeln und tatsächliche Lücken so zu schliessen, dass sich keine Abgründe mehr abtun. Wie alle Hesse/Schrader-Ratgeber auf den Arbeitsmarkt in Deutschland ausgerichtet.
Brockhaus-1809: Ernst Christian Hesse
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Meyers-1905: Schrader · Hesse [2] · Hesse-Wartegg · Blinder Hesse · Eoban Hesse · Hesse [1]
Pataky-1898: Schrader, Frl. Minna Dorothea · Schrader, Henriette · Schrader. Emilie · Schrader, Clementine · Schrader, Antonie · Hesse, Alice · Hesse, Katharina von