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Als die 83jährige Maria Grazia Battestini ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden wird, tragen nicht nur die Gondeln keine Trauer: Familie und Freunde gibt es keine, und die Nachbarn sind regelrecht erleichtert, als der Fernseher nicht mehr durch die Calli dröhnt. Nur Brunetti gibt keine Ruhe, bis er weiß, was sich hinter dem Tod der alten Frau verbirgt.
Spannend schönEs war mein erstes Buch von Donna Leon. Ich hatte es geschenkt bekommen und dachte es wäre wohl eher Schnulzenkram. Weit gefehlt. Ich war total überrascht, was für ein toller Krimi sich mir hier bot.
Eine rücksichtslose, alte Frau, von der jeder in der Nachbarschaft genervt war, wird ermordet. Die Suche nach dem Mörder in Venedig gestaltet sich schwieriger als man zunächst denkt. Man hat Venedig lebhaft vor Augen.
Im Ambiente dieser wunderschönen, historischen Stadt, schreibt Donna Leon einen Krimi, der moderne, gesellschaftspolitische Probleme thematisiert. Ein spannender, gelungener Mix!
Pure Zeitverschwendung Eigentlich wollte ich keinen Brunetti-Krimi mehr lesen, aber für einen Spanientrip kaufte ich mir dann die Übersetzung ins Spanische, da Donna Leon recht simpel schreibt. Die Enttäuschung ließ nicht auf sich warten. Nicht nur der Plot wirkte konstruiert und unglaubwürdig, auch das, was die allerersten Bücher so reizvoll machte, ist längst verschwunden.
Kritikpunkt eins: Homosexualität als Motiv für eine Erpressung zu vermuten, wird von der Polizei als unzeitgemäß abgetan (zu Recht!),dann aber doch wieder als Hauptermittlungsstrang aufgenommen. Punkt zwei: Die Handlung könnte überall spielen. Wenn Leon früher die Venedig-Klischees bis zum Überdruss strapazierte, beschränkt sie sich jetzt auf die drückende Hitze, ein bisschen Vaporettofahren und einen Kaffee in einer Bar, doch für die unverwechselbare Kulisse von Venedig reicht das nicht aus. Drittens: Die Begeisterung der Brunetti-Kinder für die Kochkünste ihrer Mutter grenzt schon an Albernheit. Die Frau sollte Polenta heißen, statt Paola. Und schließlich wurde nicht mal sauber recherchiert: Interpol hat ihren Sitz in Lyon und nicht in Brüssel! Mir geht es offenbar nicht anders als vielen Lesern, die Donna Leon anfangs ganz gern gekauft haben und heute einen großen Bogen um ihre Bücher machen. Die Pflicht, jedes Jahr einen neuen Fall abliefern zu müssen, scheint ihr ziemlich sauer zu werden.
Hätte böser sein könnenMaria Grazia Battestini ist boshaft, habgierig, zänkisch und 83 Jahre alt. Selbst ihrem Hausarzt ist sie zuwider. Dottore Carlotti hofft auf das Einstellen schlimmer Krankheitssymptome, die zu ihrem baldigen Tod führen, damit er keine Hausbesuche mehr bei ihr machen muss. Er ist es auch, der Signora Battestini in ihrer vollkommen verwüsteten Wohnung ermordet auffindet. Die Ermittlungen übernimmt vertretungsweise Tenente Scarpa für Commissario Brunetti, der sich in Irland in Urlaub befindet.
Der Verdacht fällt zunächst auf die rumänische Haushälterin Florinda. Assunta Gismondi, Grafikdesignerin und Nachbarin der Ermordeten, zeigt ungewöhnliches Interesse an der Rumänin und hilft ihr mit 700 Euro weiter. Für Tenente Scarpa ist der Fall klar und er hält die Grafikdesignerin für die Mörderin. Als Brunetti aus dem Urlaub zurück ist, muss er erst einmal Ordnung und Klarheit in das Durcheinander bringen, das Scarpa hinterlassen hat. Natürlich helfen ihm Vianello und Elettra dabei und auch der Vice-Questore Guiseppa Patta darf nicht fehlen.
Ruhig, unaufgeregt und sehr detailgenau erzählt Donna Leon ihren 13. Brunetti-Fall. Ich habe jetzt erst nach längerer Zeit mal wieder zu einem Brunetti gegriffen, nachdem mir die ersten Bände sehr gut gefallen haben, sich dann aber bei den weiteren Bänden gewisse Ermüdungserscheinungen eingestellt haben. Die sind hier ausgeblieben und mir hat das Buch recht gut gefallen. Diesen Roman finde ich sehr schön ausgearbeitet - exakte Personenbeschreibungen und lange Dialoge bestimmen die Abfolge. Brunetti ist (wie immer) einfühlsam, er versteht die Menschen, liebt seine Frau und Kinder und ist einfach schnuckelig, ein Mann zum Knuddeln. Das obligatorische Gläschen Wein zum Mittagessen, der Espresso zwischendurch und das leckere Abendessen von Paola gehören dazu.
Einen Punkt Abzug gibt es für die auf mich relativ unglaubwürdig wirkenden Leistungen der Signorina Elettra am PC, aus dem sie schier alle Informationen, angefangen von Adressen über Bankkonten bis zu Lebensläufen herausholen kann. Es wird ja immer so dargestellt, dass sie irgendwo irgendwelche Freunde sitzen hat, über die sie an die Infos kommt, und dass das Ganze so halb-illegal ist. Ich kann ich mir nicht vorstellen, dass die italienische Polizei nicht durchaus ihre legalen Methoden hat, um schnell an vertrauliche Informationen zu kommen. Oder Signorina Elettra ist einfach die Super-Hackerin, die das alles im Griff hat - wie auch immer ...
Das Buch ist durchaus lesenswert mit einem gewissen Unterhaltungswert und einem kleinen Touch Gesellschaftskritik. Nur, ein bißchen böser und spannender hätte es schon sein dürfen ...
Kulinarischer KrimiEine bösartige alte Dame wird ermordet aufgefunden, und Brunetti, der sich mit seiner Familie im Urlaub befindet, glaubt allzu schnell der bequemen Lösung der Kollegen, nach der die rumänische Haushälterin der Ermordeten die Schuldige ist. Doch dann taucht eine neue Zeugin auf, welche die Rumänin entlastet, und der Commissario muss nicht nur in der Nachbarschaft, sondern auch im Sumpf der italienischen Behörden ermitteln, um den wahren Täter ausfindig zu machen.
"Beweise, dass es böse ist" ist ein leichtfüßiger Krimi, der mit mehr Augenzwinkern daherkommt, als man es sonst von Donna Leon gewohnt ist. Wie stets spielen auch die üppigen familären Gelage der Brunettis eine große Rolle, und manches mal läuft einem beim Lesen läuft das Wasser im Munde zusammen. Bei soviel charmantem Lokalkolorit bleibt diesmal leider die Spannung ein wenig auf der Strecke, für vier Sterne langt es aber allemal.
Venedig sehen und ...lesenWieder einmal hat Donna Leon bewiesen, daß es durch schriftstellerische Begabung möglich ist, Leser in eine andere Welt zu versetzen. Es geht um Mord, allerdings scheut die Autorin auch diesmal nicht vor einer kritischen Auseinandersetzung mit ihrem Umfeld und dem politischen Leben zurück. Die Art, Kriminalfall und Sozialkritik spannend zu verbinden, erinnert stark an die Schreibweise von Sjöwall/Wahlhöö. Und doch spürt man durch Brunetti, seine Familie und seine Kollegen Donna Leons Liebe zu dieser Stadt.
Adelung-1793: Bose, die · Böse · Ist
Brockhaus-1809: Großherr ist ein Titel · Realismus ist
Brockhaus-1911: Böse · Bose · Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede · Noch ist Polen nicht verloren · Blut ist dicker als Wasser · Eigentum ist Diebstahl
Eisler-1904: Beweise für das Dasein Gottes · Böse · Böse
Kirchner-Michaelis-1907: böse · Eigentum ist Diebstahl
Mauthner-1923: Eigentum ist Diebstahl
Meyers-1905: Böse Geister · Böse Sieben · Böse · Bose · Ruhe ist die erste Bürgerpflicht · Noch ist Polen nicht verloren · Sein oder Nichtsein, das ist die Frage · Zeit ist Geld · Wissen ist Macht · Mensch (der) ist, was er ißt · Eigentum ist Diebstahl · Blut ist dicker als Wasser · Ein' feste Burg ist unser Gott · Ist · Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede
Pagel-1901: Bose, Heinrich · Bose, Heinrich
Pierer-1857: Böse [2] · Bose [2] · Böse [4] · Böse [3] · Böse Wetter · Böse Geister · Böse [1] · Bose [1]