Im Unterschied zu Kriegen zwischen Staaten und zu Bürgerkriegen untersucht Jürg Helbling die Logik von tribalen Kriegen. Dies sind Kriege zwischen politisch autonomen Dörfern, die noch nicht oder nicht mehr von einer staatlichen Zentralgewalt kontrolliert werden. Anhand von Beispielen unter anderem aus Neuguinea, Amazonien und Ostafrika fragt er nach den Ursachen und typischen Verläufen. Wird Krieg durch angeborene Aggressivität des Menschen, durch kulturelle Faktoren oder durch Erziehung verursacht? Steckt die Konkurrenz um knappe Ressourcen dahinter oder werden Kriege von politisch ambitionierten Führern angezettelt? Helbling entwickelt eine alternative Theorie des tribalen Krieges, die von Theorien der internationalen Beziehungen und der Spieltheorie inspiriert ist.
Brockhaus-1809: Die Punischen Kriege
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