Silva, Daniel

Die Loge

Die Loge
  • Verlag: Piper
  • Erscheinungsdatum: 2007-09
  • Format: Broschiert
  • Umfang: 448
  • ISBN: 3492248586
  • EAN: 9783492248587
  • Amazon.de Verkaufsrang: 29.075
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Beschreibung von buecher.de

Crux Vera. Das wahre Kreuz. So lautet der Name einer vatikanischen Geheimloge. Höchste Kurienmitglieder und einflußreiche Politiker gehören ihr an. Und ihr Ziel ist es, den neu gewählten Papst zu töten: Er will die uralten Archive der Kurie öffnen lassen - und damit brisante Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich machen. Crux Vera kann das nicht zulassen, und ihr erstes Opfer ist Professor Benjamin Stern, der zu viele Fragen über die nationalsozialistische Vergangenheit der Kurie stellt. Doch Stern ist ein enger Freund von Gabriel Allon. Allon macht sich auf die Suche nach den Hintermännern - und steht bald auf der schwarzen Liste von Crux Vera und deren Killer, dem »Leoparden«, einem alten Bekannten ...

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das wahre Kreuz ist mächtig. Denn „Crux Vera“ ist eine Geheimorganisation, die im Laufe ihrer Existenz einflussreiche Persönlichkeiten der Kirchen- und Staatsmacht um sich versammelt hat. Die „Crux Vera“ fühlt sich als Hüterin brisanter Informationen aus der Zeit des Nationalsozialismus, die im Dunkel der Vatikanischen Archive verborgen sind. Nun will der neue Papst die Archive zugänglich machen. Also muss die Geheimloge zum Äußersten greifen: Sie ist bereit, den Heiligen Vater umzubringen. Nur der israelische Agent Gabriel Allon kann den Rettungsengel spielen. Allon macht sich auf den Weg nach Rom, um den Papst zu retten. Aber auch die „Crux Vera“ weiß sich zu wehren und setzt einen eiskalten, gerissenen Killer auf ihn an. Ein Spiel gegen die Zeit, aber auch auf Leben und Tod beginnt ... Vatikan-Thriller sind der große Renner. Man muss gar nicht erst an die fulminant spannenden, aber von ihren Theorien beizeiten auch etwas abstrusen Bücher von Dan Brown wie Illuminati und Sakrileg denken, um sich auszumalen, woran das liegt. Denn dass es sich beim Vatikan um eine Organisation handelt, deren Innenleben für Außenstehende undurchschaubar ist und die sich selbst mit Geheimnissen umwittert, macht es Krimiautoren einfach. Dass darüber hinaus auch noch hin und wieder Gerüchte an die Öffentlichkeit dringen, dass hinter den dicken Mauern des Petersdoms nicht alles mit rechten Dingen zugeht (und dass vor gar nicht allzu langer Zeit sogar ein Papst ermordet worden sein soll), macht ihre Geschichten noch wahrscheinlicher. Der Thriller Die Loge des ehemaligen CNN-Auslandskorrespondenten Daniel Silva (Double Cross - Doppeltes Spiel, Der Engländer) fällt also auf fruchtbaren Boden. Und so, wie der amerikanische Autor seine Geschichte vorbereitet, entwickelt und beendet, will man ihm alles sogar glauben. Spannend ist Die Loge sowieso. Aber das ist bei Silva ja ohnehin Ehrensache. --Stefan Kellerer

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Dennis B. fanden 13 von 13 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Spannender Roman mit obskurem Ende und starker Schwarz-Weiß-Malerei

Ich kann mich den zahlreichen Topbewertungen von Daniel Silvas Bestseller "Die Loge" nicht anschließen. Ohne Zweifel gelingt es dem Autor seine sehr gut durchdachte Story spannend und flüssig zu erzählen, so dass dieser Roman keineswegs langweilig ist, ein überragendes Werk stellt "Die Loge" aber keinesfalls dar. Vor allem das obskure Ende mit dem für den Leser nicht schlüssig nachvollziehbaren Seitenwechsel einer der Hauptpersonen und der profanen Eliminierung des meistgesuchten Killers der Welt wirft ein negatives Bild auf diesen ambitionierten Thriller. Man gewinnt den Eindruck Silva stand bei der Fertigstellung unter Zeitdruck, worunter seine Kreativität und Logik letztlich leiden mussten. Darüber hinaus ist mir die übertriebene politische Schwarz-Weiß-Malerei des Autors ein Dorn im Auge, da im Roman die Rollen im Nahost-Konflikt zu klar und einfach verteilt sind und auch gegen die katholische Kirche die üblichen Klischees ins Felde geführt werden.

Wer sich von Silvas Weltbild und dem seltsamen Ende aber nicht abschrecken lässt, dem wird ein handwerklich ansonsten solider und spannender Thriller über Geheimabsprachen zwischen dem Vatikan und dem Deutschen Reich geboten!

Diese Rezension von Medic fanden 22 von 24 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Sehr gelungene und spannende Unterhaltung

Daniel Silva, als CNN- Journalist bereits in anderen Romanen vertreten, schwimmt hier nicht mit dem allgemeinen Sakrileg- Hype, sondern entwirft eine weitere (dritte) jedoch völlig unabhängige Geschichte um den Top- Mossad- Agenten Gabriel Allon, einen einerseits sehr vielschichtigen Charackter, andererseits natürlich in James- Bond- Manier verankerten Helden, der in eine wirklich intelligente und spannende Geschichte eingebettet ist. Tatsächlich wird hier ein Themenbereich angekratzt, der einen unangenehmen historischen Hintergrund hat, ohne bei der Auflösung dann schlussendlich ins Fiktive abzugleiten. Silva schreibt gelungene und spannende Romane, aufgrund seines Hintergrundwissens über den Nahen Osten wirklich excellent recherchiert, und bindet politische und tatsächliche Ereignisse in seine Handlungen ein. Vielleicht wäre es hilfreich gewesen, einige Fachbegriffe aus der Welt der Geheimdienste für Laien in einem Anhang zu erklären.Dieses Buch ist für alle Leser geeignet, die sich gut und spannend unterhalten lassen wollen und auch ein Auge zudrücken können, wenn die Hauptfigur aus allen unmöglichen Situationen herauskommt, Silva schreibt ähnliche überraschende Handlungswechsel wie Robert Ludlum, aber doch mit einem zusätzlich satten Schuss Realität, so dass wir uns am Ende bei einem Drittel James Bond bewegen, dazu eine sehr spannende nicht vorhersehbare Story, und die Mischung passt! Empfehlenswert dazu auch die beiden Vorgängerromane von Silva mit dem Charackter Gabriel Allon: Der Auftraggeber und Der Engländer.

Diese Rezension von N. K. fanden 20 von 22 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Tödliches Geheimarchiv

Der neue Papst soll ermordet werden. Er ist zu neugierig. Deshalb ist er kurz davor ein Geheimnis zu ergründen, dessen Wahrheit nicht für ihn bestimmt ist. Das sieht zumindest der Geheimbund Crux Vera" so. Mächtige Kirchenmänner gehören dieser Organisation an. Und sie wollen mit aller Macht verhindern, dass die wahren Dokumente über die Kirche und die Judendeportation aus dem zweiten Weltkrieg öffentlich werden. Wird es ihnen gelingen das Geheimnis zu hüten? Und muss der Papst wirklich sterben?

Daniel Silva hat mit Die Loge" einen wahnsinnig spannenden Religionsthriller geschrieben, dessen Tempo einen beim Lesen in den Sessel drückt und den Atem raubt. Mit einem flüssigen Stil, sehr genauen historischen Recherchen und architektonischen Details spinnt er die Intrigen um den katholischen Machtkampf. Wer die Kirchen-Thriller von Dan Brown liebt, der wird auch diesen Roman von Silva mit Vergnügen verschlingen.

Diese Rezension von Happyx fanden 5 von 5 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Spannung pur und Hintergrundwissen zur Rolle der katholischen Kirche im Zweiten Weltkrieg.

Thriller, die gleichzeitig geschichtliches Wissen vermitteln, sind für mich ein besonderes Lesevergnügen. Wann erhält man schon Bildung und Spannung in einem Werk? Hier ist das der Fall. Schon auf den ersten Seiten ist man - ohne umständliche Umschreibungen, die den Einstieg so oft erschweren - mittendrin in einer atemlosen Geschichte. Es geht um den israelischen Geheimdienst und die katholische Kirche im Heute. Die Handlungs-Verwicklungen reichen zurück in die Nazi-Zeit bzw. die Verstrickung der kath. Kirche in die Verfolgung und Ausrottung jüdischgläubiger Menschen.

Die Hintergründe und Informationen zur Rolle der katholischen Kirche sind bestens recherchiert und dokumentieren die Rolle des damaligen Papstes in seiner ambivalenten, schweigenden, eher zögerlichen Haltung. Der Vatikan hat bis heute die Archive und Dokumente zu dieser Zeit noch nicht geöffnet. Die Handlung steuert auf die Ansprache des fiktiven Papstes in der römischen Synagoge hin bzw. seine Entschuldigung vor dem jüdischen Volk. Die atemlose Spannung bzw. das nicht durchschaubare Ende fesseln ungemein und machen Lust, weitere Bücher dieses Autors zu lesen.

Sehr interessant auch folgende Aussage des Erzbischofs Weakland aus Milwaukee, die in der Anlage des Buches protokolliert wird: "Wir Katholiken haben uns unseren jüdischen Brüdern und Schwestern gegenüber jahrhundertelang in einer Art verhalten, die Gottes Geboten widerspricht...Ich gestehe ein, dass wir Katholiken - in dem wir als Doktrin gepredigt haben, Juden seien falsch, heuchlerisch und Gottesmörder - die Menschenwürde unserer jüdischen Brüder und Schwestern herabgesetzt und Einstellungen befördert haben, die Repressalien gegen diese als mit Gottes Willen konform erscheinen ließen. Ich bekenne, dass wir Katholiken dadurch zu einer Haltung beigetragen haben, die den Holocaust möglich gemacht hat."

Diese Rezension fanden 7 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen superspannend

Ein superspannendes, abwechslungsreiches Buch. Ein Pageturner, in einem Tag durchgelesen. Vatikanthriller sind zur Zeit bekanntlich in Mode (s. Dan Brown u.a.), nichtsdestotrotz sehr lesenswert. Es wird aufgezeigt, wie sich die katholische Kirche im eigenen Lügen- oder besser Vertuschungsdickicht verstrickt aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Dabei geht es um das Verhalten des Vatikans, als im 2. Weltkrieg die Juden aus Rom und Italien abtransportiert worden sind und die von einigen betriebene Selig-Sprechung des damaligen Papstes. Das Offenlegen der vermeintlichen Verfehlungen will eine Art Geheimloge verhindern und schreckt nicht davor zurück, sich mit gedungenen Mördern und Verbrechern zu verbünden, um ihr Ziel zu erreichen.

Mehr soll nicht verraten werden - viel Spaß beim Lesen !

Die Loge

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