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Excop Charlie Parker kennt die Tiefen dieser abgründigen Welt wie kein zweiter, seit er Frau und Kind durch einen Mörder verlor. Auch in seinem neuen Fall liegt die Wahrheit wie so oft verborgen an dunkelsten Orten dort, wo sich die Wege der Lebenden und der Toten kreuzen.
Böse, düster, gemein und wahnsinnig gut!Charlie Parker und seine Freunde Angel und Louis sind zurück.
Wieder suchen sie Aufklärung für begangene Verbrechen und bringen denen Menschen Gerechtigkeit, die sich selbst nicht helfen können, Lebende wie auch den Toten.
Obwohl selbst mit dem Makel der Gewalt behaftet sind sie wie Lichtgestalten in einer Welt aus Hass, fanatischem Rassismus, religiösem Wahn und dunkelster Perversion.
Parker, der mit der schwangeren Rachel nach Scarabough gezogen ist, muss sich diesmal zahlreichen Gegnern stellen.
Zum einen ist da der finstere Prediger Faulkner (bei dem ich immer die Figur des Predigers aus POLTERGEIST 2 - DIE ANDERE SEITE vor Augen habe), der durch Parkers Bemühungen im Romanvorgänger IN TIEFSTER FINSTERNIS in Untersuchungshaft sitzt, sich aber bemüht in Freiheit zu gelangen und dabei von einer fast schon absurden demokratischen Gerichtsbarkeit, die dem Täter oft mehr hilft als dem Opfer, sichtlich dabei unterstützt wird.
Zum anderen führt der Anruf eines alten Freundes Charlie Parker in den Süden der USA, wo die Vergangenheit noch immer nicht begraben ist und der Hass zwischen den Rassen ewig schwelt, denn Jahrhunderte tief trägt die Schuld und Last der Vergangenheit.
In Charleston, einem Ort von tief sitzenden Rassenhass und aufkeimenden Neonazismus, bemüht sich Charlie Parker die Unschuld eines jungen Farbigen zu beweisen, der ein weißes Mädchen, aus reichem, industriellen und alteingesessenem Hause, getötet haben soll.
Parker gräbt tief auf der Suche nach der Wahrheit, reißt dabei alte, uralte Wunden auf, bringt dabei unfassbare Greueltaten zum Vorschein die noch nicht gesühnt worden sind und alsbald ist nicht nur sein Leben in Gefahr, sondern auch das von Rachel.
Und wie in bester DER PATE Manier von Coppola, bringen alle beteiligten Parteien am Ende der Geschichte ihre Figuren in Stellung und es beginnt ein gnadenloser Showdown, der in einem fast schon mystischen Kampf zwischen Gut und Böse endet.
Connolly ist ein begnadeter Schriftsteller. Auch im vierten Buch um den Ex-Cop Charlie „Bird“ Parker geht der Autor aufs Ganze, zeigt wieder eine kalte, gnadenlose und aus der Sicht seines Protagonisten Charlie Parker auch leicht übersinnliche und mystische Welt, in der die Lebenden wie auch die Toten gehört werden wollen und dunkle Engel auf Erden wandeln.
Interessanterweise gibt der Autor diesmal auch Einblicke in das frühere Leben der beiden Freunde von Parker, Angel und Louis. Ich hoffe, der Autor führt das in künftigen Fortsetzungen, speziell bei der Figur Louis noch fort, denn dessen Vergangenheit ist sicher einen eigenständigen Roman wert.
Fazit: Kaufen und lesen! John Connolly hat einen äußerst spannenden und fulminanten Thriller abgeliefert. Mehr davon!
...der erste hänger in der charie parker serie......zumindest ist das meine meinung. nach den vorgängerromanen "das schwarze herz", "das dunkle vermächtnis" und "in tiefer finsternis" hat mich "die weiße straße" etwas enttäuscht. es fehlt bei dieser story die hochspannung die bei den ersten drei bänden erreicht wurde, nichts hat mich wirklich gedrängt noch eine seite zu lesen und noch eine... der autor schreibt ausserdem etwas konfus, er springt von handlungsstrang zu handlungsstrang von vergangenheit zur gegenwart von den lebenden zu den toten. ist es für einen fan seiner bücher schon schwer dem ganzen zu folgen so ist es für einen erstleser der "charlie parker"-reihe fast unmöglich die geschichte schlüssig nachzuvollziehen - da erstens die figuren des vorgängerromanes hier eine hauptrolle spielen und zweitens immer wieder auf die vergangenheit der hauptfigur zurückgeblendet wird.
der schreibstil ist nach wie vor erstklassig, die geschichte ist gut und ergibt zum schluß - nachdem alle stränge zusammengelaufen sind - auch durchaus sinn, nur die kapitel (bei denen jedes für sich toll ist) sind irgendwie konfus zusammengewürfelt... kaum baut sich wo spannung auf, wird eine neue szenerie aufgerufen die mit der vorherigen scheinbar nichts zu tun hat und die mühsam aufgebaute spannung zerfällt in belanglosigkeiten. konnte john connolly bei den bisherigen bänden einen spannungsbogen aufbauen, ihn halten und zu einem grandiosen finale hin sogar noch steigern, so erinnert der spannungsaufbau eher die aktienkurse der letzten jahre auf und ab, allzeithoch und totalabsturz...
doch nun zur story:
charlie "bird" parker ist privatdetektiv mit einer art "zweitem gesicht" d.h. er hat auch erlebnisse mit den "seelen" getöteter menschen. von einem freund wird er gebeten in south caroline ermittlungen zu einem mordfall anzustellen. ein junger schwarzer wird verdächtigt die tochter eines der wichtigsten männer in carolina ermordet zu haben. charlie findet bei seinen recherchen heraus, dass die schicksale der familien der ermordeten und des vermeintlichen täters schon seit der zeit der sklaven auf unheilvolle weise miteinander verknüpft sind. schon immer brachte eine der familien tod und verderben über die andere. auch der bruder der ermordeten ist in dunkle gewalttaten in der familie des vermeintlichen mörders verstrickt. charlie ermittelt in einem umfeld, in dem sich freunde als feinde herausstellen und schwarze immer noch von weißen gelyncht werden, in dem der ku-kux-clan verbindungen zu charlies todfeind - dem prediger aus dem vorgängerroman - unterhält und dieser, obwohl er im gefängnis sitzt, einen mörder auf charlies freundin und sein ungeborenes baby ansetzt. er ermittelt in einer welt, in der der rassismus und antisemitismus allgegenwärtig ist, in der sein schwarzer freund louis eine tat aus längst vergangenen tagen sühnt, und dessen freund angel sich für eine kürzlich begangene tat rächt. er ermittelt in einer welt, in der die toten nicht ruhen, bis ihnen gerechtigkeit widerfährt und in der sie so lange auf der weißen straße wandern bis alles unrecht getilgt ist... und trotz dieser vielen handlungsfäden laufen sie am schluß doch alle zusammen und ergeben ein großes ganzes.
puhhh.. bei diesem buch habe ich echte schwierigkeiten eine zusammenfassung wiederzugeben. da ich schlussendlich aber alles verstanden habe, die geschichte wirklich gut ist und ich aus sentimentalen gründen einfach nicht fähig bin ein buch der "charlie parker" reihe schlecher als mit 4 sternen zu bewerten, fällt mein voting dementsprechend aus. ich muss nur eine warnung an alle neueinsteiger in diese bücherreihe aussprechen: lest bitte vorher die anderen romane! erscheint meine rezension schon konfus, so wird das buch nur noch mehr verwirren.
Unvergleichliche RomaneIch bewerte den Roman "Die weiße Straße" mit 4 Sternen, da er zwar sehr gut ist, die anderen Romane des Autors aber noch einen Tick besser, genau gesagt, einfach nur Spitze waren.
Neueinsteiger ist zu empfehlen Connollys Romane der Reihe nach zu lesen.
Man mag J.C. oder nicht. Wobei die Wahl meist pro für den Autor und seine ungewöhnlichen Themen ausfallen dürfte.
Die Erfolge von Connollys Romanen beruhen auf einer sehr gelungenen Mischung aus Grusel und Crime.
Alle Romane aus der Serie mit Charlie Parker kann ich nur als absolut lesenswert empfehlen.
Connollys Romane sind, so finde ich, durchgehend Zeit und ihr Geld wert.
Charlie Parker im dunklen tiefen alten SüdenNach "Das schwarze Herz" (Ullstein 25150 - "Every Dead Thing", 1999), "Das dunkle Vermächtnis" (Ullstein 25533 - "Dark Hallow", 2001) und "In tiefer Finsternis" (Ullstein 26623 - "The Killing Kind", 2002) ist "Die weiße Straße" (Ullstein 26789 - "The White Road", 2002) der vierte Roman von John Connolly mit Charlie "Bird" Parker, einem Ex-Cop des NYPD, der nach dem Tod von Frau und Kind aus NYC geflüchtet ist und seitdem als Privatdetektiv in seinem Heimatstaat Maine tätig ist. Während "Reverend" Faulkner aus "In tiefer Finsternis" auf sein Verfahren wartet und möglicherweise gegen Kaution freigelassen werden könnte, wird Parker von einem ehem. Staatsanwalt, den er noch von seiner Tätigkeit in NYC kennt und der nunmehr als Rechtsanwalt in Charleston, South Carolina, arbeitet, ersucht, Nachforschungen über einen seiner Klienten anzustellen. Dieser Atys Jones, ein junger Schwarzer, soll die Tochter eines der reichsten Männer South Carolinas ermordet haben. Wenngleich viel gegen ihn spricht, ist Parker bald überzeugt, daß Atys Jones unschuldig ist. Mit seinen Recherchen sticht er allerdings in ein Wespennetz, muß tief in die ungute Geschichte des alten Südens eindringen, erfährt von einer jahrhundertealten Fehde zwischen der reichen Familie Larrousse und der ehem. Sklavenfamilie Jones, bemerkt bald, daß er nur als Marionette fungieren soll und muß erkennen, daß es Zusammenhänge mit seinem letzten Fall - dem des "Reverend" Faulkner - gibt. Was dann folgt ist für ihn und auch für die Leser ein Alptraum, aus dem Parker nur mit Hilfe seiner schon aus den vorherigen Büchern bekannten Freunden Angel und Louis herauskommt. Alles in allem wieder ein spannender Roman von John Connolly, der tief ins menschliche Inferno hinabsteigt und - überflüssigerweise - mit viel Mystik aufgeladen ist.
Adelung-1793: Straße, die · Jacobs-Straße, die · Weise, der · Weise, die · Weiße, die · -Weise · Weise · Weiße, das
Brockhaus-1809: Die Appische Straße · Die weiße und rothe Rose · Die rothe und weiße Rose
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