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Don Alonzo lebt als kleiner Adeliger in einem Dorf in der Mancha von Spanien. Den übrigen Bewohnern gilt er als merkwürdiger Kauz, der Ritterromane liest und auch in seinem Haus in eiserner Rüstung umherläuft. Endgültig der Wirklichkeit entrückt, macht sich Don Alonzo als 'Don Quijote' mit seinem Knappen Sancho Pansa zu großen Abenteuern auf. So liefert er sich mit gefüllten Weinschläuchen 'blutige' Kämpfe und tritt gegen Windmühlen an, die er irrtümlich für Riesen hält.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
DON QUIJOTE VON DER MANCHA
Josef Meinrad synchronisiertAls eingefleischter Josef Meinrad Fan habe ich mir diese DVD besorgt.
Jetzt bin ich schwer enttäuscht. Josef Meinrad spielt den Don Quijote mimisch super aber als er die ersten Sätze sprach war ich irgendwie befremdet. Ich erkannte plötzlich seine Stimme nicht mehr. Erst dachte ich; war er da noch so jung? Hat er seine Stimme so stark verstellt?
NEIN!!! Er wurde synchronisiert. Synchronisiert von einer 08/15 Stimme. FURCHTBAR! Da erwartet man den vertrauten schönen Stimmrhytmus von Josef Meinrad und auf einmal spricht ein ganz Anderer. Irgendwie befremdet mich das so stark, dass ich die DVD nicht fertig schauen kann. Und nirgends wird diese Tatsache erwähnt, nicht auf der DVD Hülle noch im Booklet! Das sollte man dazu schreiben. Also wer wie ich gerade das Zusammenspiel von Mimik UND STIMME von Josef Meinrad mag, dem ist dieser Film nicht zu empfehlen. Ist wie ein Schlag in den Bauch. Ich bin sehr traurig, dass man Josef Meinrad in diesem Film seiner schönen Stimme beraubt hat.
Herbe SystemkritikDieser Film ist einer der emotionalsten Filme, die ich je gesehen habe.
Wunderschön liebevoll gemacht, das Gegenteil von hektisch, modern, specialeffected und dolbydigitalisiert ja gar etwas langatmig an manchen Stellen aber genau das passt in die Handlung und die Botschaft.
Der Film ist eine herbe Kritik an einem idealefreien, durchkomerzialisierten und standardisierten Leben, so wie es im damaligen Spanien scheint, aber im Grunde noch besser auf heute passt. Das die deftige Systemkritik (noch) nicht auf dem Index steht hier in Deutschland, verwundert einen doch sehr.
Scheinbar ist er zu weit vom Mainstream entfernt, um zu viele Leute zu infizieren...
...und es gibt DOCH eine Dulcinea! Ehre dem stolzen Ritter aus Kastilien!
Don Ouijote und die SynchroIch möchte hier noch einmal auf die Synchronisation des Vierteilers eingehen, die von einigen bemängelt wurde:
Da es sich seiner Zeit um eine internationale Produktion handelte (so wie der Seewolf und andere auch) sprach jeder der Schauspieler in seiner Landessprache. Später wurde dann komplett synchronisiert, was zur Folge hatte, dass jeder eine neue deutsche Stimme bekam. Natürlich ist es sehr schade, dass Josef Meinrad sich nicht selbst synchronisiert hat, aber vermutlich hatte der vielbeschäftigte Burgschauspieler schlicht keine Zeit für aufwändige Synchronarbeiten. Doch sehen wir mal das Positive: Dafür sind viele schöne Synchronstimmen zu hören, nämlich die von Wolfgang Kieling als Erzähler oder Klaus Hafenstein als Sancho, um nur zwei zu nennen. Allen Zweiflern sein nochmal gesagt, dass es sich um die Originalsynchro von damals handelt und keinesfalls um eine neue. Der Vierteiler ist nie anders im TV gelaufen. Wer sich von der fehlenden Meinradstimme abschrecken lässt, verpasst ein hervorragend gemachtes und lange verschollen geglaubtes Stück Fernsehgeschichte und die wohl beste Don Quijote-Umsetzung überhaupt.
Don KnallschoteFür die Adaption des Romanstoffes hat sich Produzent Walter Ulbrich für eine solide und einfühlsame Umsetzung der Abenteuer des Ritters von der traurigen Gestalt entschieden.
Hier wird kein oberflächliches Popcorn-Kino geboten, so dass der Zuschauer bereit sein muss, die vielen ruhig festgehaltenen Szenen auf sich wirken zu lassen.
Josef Meinrad verkörpert die Rolle des Ritters mit seiner Mimik (wirres Grinsen) einfach sehr gut. Ihm steht aber in nichts Roger Carrel als sein Knappe nach, der die schrulligen Taten seines Herrn immer wieder passend kommentiert und in dieser Rolle zu überzeugen weiß.
Fazit: Empfehlung für alle, die sich auf eine breit angelegte Umsetzung des Romans einlassen können/wollen.
Wer der Meinung ist . . .. . . dass da wo ein Farbfilm abgebildet ist auch ein Farbfilm drin ist (was 1965 durchaus möglich gewesen währe), wird sich eines besseren belehren lassen müssen!
DAS! ist dann aber auch schon das einzige was mir negatives" zu diesem film einfällt - deshalb 4 Sterne!