B., Eva

Mit dem Schmerz gehör ich dir

Mit dem Schmerz gehör ich dir
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Erscheinungsdatum: 2007-05-02
  • Format: Broschiert
  • Umfang: 224
  • ISBN: 349962222X
  • EAN: 9783499622229
  • Amazon.de Verkaufsrang: 41.915
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Beschreibung von buecher.de

Gebieter gesucht! Der intime Bericht einer ungewöhnlichen sexuellen Entfaltung. Ein mutiger Blick in die geheimnisvolle Welt des Masochismus.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Petra B. fanden 15 von 15 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Bin nicht ganz so begeistert ...

Mutig finde ich dieses Buch allemal. Trotzdem war ich etwas hin- und hergerissen bei der Lektüre. Gefallen haben mir auf jeden Fall die Schilderungen ihrer Gedanken - der Kampf zwischen der Frau und der Sklavin in ihr. Aber es gibt auch einige Dinge, die mir ein wenig unverständlich sind:

Eva B. stellt z.B. fest, dass dominante Männer fast ausschließlich in Führungspositionen sitzen. Ja, wenn man in der "Zeit" inseriert, dann kommen eben nur Zuschriften von dem entsprechenden etwas gehobenen Leserkreis.

Die Autorin besteht auf Aids-Tests, was natürlich lobenswert und völlig in Ordung ist, andererseits lässt sie sich bei ihren jeweiligen ersten Treffen nicht covern, was äußerst gefährlich sein kann, aber hier ja wohl gut gegangen ist.

Tja, und dann die kursiv gedruckten Erfahrungsberichte ... Mich persönlich haben sie nicht schockiert, da ich auch meine Erfahrungen auf dem Gebiet habe. Sie sind aber nicht wirklich dazu angetan, Verständnis oder Verstehen bei "Normalos" hervorzurufen. Daher hätten die Berichte meiner Meinung nach gern weniger ausführlich ausfallen dürfen.

Wie dem auch sei, auf jeden Fall ist der Autorin Glück und Erfüllung mit ihrem passenden Gegenstück W. zu wünschen!

Diese Rezension von J. Herter fanden 52 von 55 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen wahr, aber nur eine Facette

witzig finde ich die Rezesion "Brutal und abwegig...", hier hat sich jemand ein Buch gekauft, der von der Materie nicht betroffen ist. Solche Rezisionen sollte man nicht berücksichtigen. Ich kaufe mir auch kein Buch über Golf, obwohl ich damit wirlich absolut nicht am Hut habe. Aber egal.

Ich habe damit etwas zu tun und kann das gut beurteilen. Das Buch ist sehr gut geschrieben, spiegelt viel aus der Welt eines Masochsiten wieder und stellt die Sicht der Betroffenen sicher sehr gut dar. Wer neu in der Materie ist, sollte aber nicht glauben, dass jeder Masochist genau so denkt und handelt. Der Zwiespalt zwischen Sklavin und Frau oder auch Sklaven und Mann ist gut beschrieben aber sicher nicht immer genauso ausgeprägt. Es gibt aber einige Dinge die ich anders sehe, so ist z.B. die SM Szene nicht unbedingt etwas für Leute die ihre Bedürfnisse im Verborgenen ausleben, sondern auch eine Plattform für glückliche Paare. Wer seine Fantasien (wie die des Mannes in dem Buch, der seine Sklavin öffentlich vorführen möchte) ausleben möchte kann das in der SM Szene sehr gut tun. Was mir auch etwas zu kurz kommt, ist der Unterschied zwischen devot und masochistisch. Es gibt Menschen die devot sind und dabei kaum auf Schmerzen stehen. Bei ihnen ist die Erniedrigung im Vordergrund, das Dienen... Andere sind wirklich masochistisch und der Schmerz steht absolut im Vordergrund, teilweise sogar sehr extrem. Das Spektrum verschwimmt natürlich bei den meisten.

Fazit: ein sehr gutes Buch, grade Menschen, die ihre Neigungen erst spät im Leben erkennen oder sie viel mehr erst spät im Leben ausleben, werden sich hier zum größten Teil wieder finden.

Diese Rezension von M. Brannahl fanden 6 von 6 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Der Weg ist das Ziel...

Nach etwa 30 der insgesamt ca 200 Seiten dachte ich: Gut! Durchaus anspruchsvoll geschrieben entblättert sich dem Leser die bekanntlich nicht einfache Suche, die Irrungen und Wirrungen auf dem Weg zu einer erfüllenden SM-Partnerschaft. Plastisch dargestellt ist der innere Dialog zwischen 'Frau' und 'Sklavin', das Hin- und Hergerissensein, die langsame innere Klärung der eigenen Wünsche und Vorstellungen. Ganze 150 Seiten hielt dieses Gefühl an. Aber dann: Die Autorin setzt zum Landeanflug an und findet ihren lange gesuchten Gefährten. Ab hier verlieren sich die Darstellungen in Platitüden, die gezeichneten Bilder hätte David Hamilton nicht kitschiger fotografieren können. Am schlimmsten aber: Die Dialoge! Der überzeichnenden Feder eines Loriots entstammend hätten wir uns auf der Fernseh-Couch sicher vor Lachen gekrümmt - in diesem Kontext wirken sie leider wie ein billiger Groschenroman. Mit SM hat das Ganze dann auch nichts mehr zu tun, die fortgesetze Korpulation wird mit einigen Popoklatschern, unmotiviertem Anbinden an Holzbalken und ein paar Striemen von Gürteln und Gerte garniert - Praktiken, wie sie in zahllosen Beziehungen vorkommen die absolut nichts mit SM zu tun haben. So führt die Autorin die anfangs so detaiiliert entfaltete Selbsterkenntnis auf den letzten 50 Seiten schließlich selbst ad absurdum und verliert sich im gewöhnlichen Liebesrausch. Begleitet von ständigen Wiederholungen, die laut Danksagung von der Lektorin bereits massiv minimiert wurden. Da mag man an das Ursprungsskript lieber gar nicht erst denken...

Bei allem Respekt vor dem Glücksgefühl einer erfüllten Partnerschaft bleibt beim Leser so schließlich nur ein Schlussgedanke: Schade...

Diese Rezension von Ina Adler fanden 12 von 14 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen faszinierend,packend,fesselnd

Auch ich habe dieses Buch in einem Zug gelesen, konnte es einfach nicht weg legen. Zu sehr hat mich Eva B. angesprochen. Faszinierend für mich waren die Aha-Erlebnisse, "so hast du auch gefühlt" oder "ja genauso war es früher". Packend das "Duell" zwischen Frau und Sklavin. Absolut empfehlenswert!!!

Diese Rezension von Lena Waider fanden 24 von 29 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Bewegende Geschichte

Mich hat der Roman sehr bewegt. Auch ist er sehr schön geschrieben. Einziges Manko: So ganz konnte ich die Motivation manchmal doch nicht verstehen. Das Thema ist ja ganz ähnlich zu den autobiographischen Geschichten von Kiara Singer (inklusive Internetanzeige), nur dass bei Eva B. der Schmerz gesucht wird, und dort eher Unterwerfung, wobei dann auch Schmerz dabei sein kann, aber eher als Nebeneffekt und nicht als Ziel. Bei Kiara wird die Unterwerfung unter einen Mann wie eine Schwängerung erlebt und dadurch fühle sie sich so unendlich weiblich. Damit kann ich sehr viel anfangen. Wie gesagt, die Geschichte von Eva B. ist sehr bewegend, und doch war sie mir oft zu persönlich, als dass ich sie wirklich hätte nachvollziehen können.

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