Der Diesel wurde nicht für den Personenwagen erfunden. Als sich das Auto schon ziemlich zügig mit dem Otto-Motor bewegte, war die Maschine des Rudolf Diesel auf den Straßen noch immer immobil. Sie war zunächst Arbeitsgerät in Fabriken, unbeweglich und schwer, wurde dann zum Antrieb von Ackerschleppern oder großen Pflügen eingespannt und war auch im Bauch von Schiffen tätig.
Die Geschichte des Dieselantriebs im Personenwagen beginnt erst im Jahre 1936. Damals debütiert der Mercedes-Benz 260 D, der vor allem mit seiner Wirtschaftlichkeit überzeugte. Der Mercedes-Benz 260 D ist der Urvater aller Autos mit Dieselmotor.
Aber der Auftritt der ersten Diesel ließ zu wünschen übrig. Die Motoren waren schwer und ungefüge, und ihre rüden Manieren mit Vibrationen und Geräuschen, hervorgerufen durch die unter hohem Druck ablaufende Verbrennung, wollten nicht zu einem Personenwagen passen. Doch die Zuverlässigkeit, die Durchzugskraft und vor allem der im Vergleich zu den Benzinmotoren etwa halb
so hohe Kraftstoffverbrauch waren Vorzüge, auf die man beim Personenwagen nicht mehr verzichten mochte. Bald war klar, und nach dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Zweifel mehr: Am Diesel würde man nicht mehr vorbeikommen.
Seitdem hat Mercedes-Benz immer wieder Dieselneuheiten in den Markt gebracht, die wichtige Impulse gegeben haben. Dazu zählt heute die BLUETEC-Technologie, die den Dieselmotor noch sauberer macht und die Schadstoffe im Abgas auf ein Minimum reduziert.
Verlag: Delius Klasing
Ausstattung: 2007. 128 S. m. 25 Duoton-Abb., 112 Farbabb. u. 4 SW-Zeichn.
ISBN: 3768819280
Preis: 12,90 €
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