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Steigern Sie Ihre Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz - bewerben Sie sich mit dem Europäischen Lebenslauf. Der EU-Lebenslauf / Europass stellt Ihre Qualifikation wesentlich besser dar als der klassische Lebenslauf. Er wird auf dem globalen Arbeitsmarkt unentbehrlich sein. Dieses Sachbuch hilft Ihnen, Ihre wertvollen Soft Skills, Ihre Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten und sie für den Arbeitgeber schlüssig darzustellen. Darüber hinaus gibt dieses Buch wertvolle Ratschläge zum passenden Anschreiben sowie zahlreiche Tipps aus der Bewerbungs-Praxis. Auch die Themen Online-Bewerbung und Initiativbewerbung werden ausführlich behandelt.
kompakt, praktisch, gutDas kleine Handbuch war eine große Hilfe bei meiner Bewerbung! Der Europäische Lebenslauf erscheint mir ein wichtiges Mittel, um den Unternehmen zu zeigen, dass man auf dem neusten Stand in Sachen Bewerbung ist. Mit vielen praktischen Beispielen und Tipps unterstützt der Ratgeber den Bewerber beim Ausfüllen des Lebenslaufs, Erstellen des Anschreibens und bei der Wahl des geeigneten Bewerbungsfotos.
Ein ausgesprochen nützliches Werkzeug für Bewerbungen - und ein Ratgeber, der dringend einer Aktualisierung bedarfDa ich in meinen Bewerbungsseminaren regelmäßig auf den vom CEDEFOP entwickelten europäischen Muster-Lebenslauf hinweise, war ich sehr erfreut, als ich sah, dass diesem ausgesprochen nützlichen Werkzeug für Bewerbungen bereits ein eigenes Buch gewidmet wurde. Beim Titel und beim Erscheinungsjahr hätte ich allerdings besser aufpassen sollen. Die aktuelle Version heißt nämlich Europass-Lebenslauf und nicht EU-Lebenslauf; sie hat die Vorgängerversion im Jahr 2005 abgelöst, also genau in dem Jahr, als dieses Buch erschien. Leider wird in dem Buch noch nicht der aktuelle Stand behandelt. Das ist umso bedauerlicher, als der Leistungsumfang des neuen Europass-Lebenslaufes deutlich über den seines Vorläufers hinausgeht. Hierzu gehören unter anderem die Möglichkeit, sich Vorlagen und Musterlebensläufe in über 20 europäischen Sprachen herunterladen zu können, anhand des beigefügten Sprachenpasses eine zumindest näherungsweise Einschätzung der eigenen Fremdsprachenkenntnisse vornehmen zu können sowie die Möglichkeit, den eigenen Lebenslauf online erstellen und in diversen Formaten abspeichern zu können. Besonders hervorzuheben ist dabei die Speichermöglichkeit im XML-Format, die ein Plattform-unabhängiges Arbeiten ermöglicht, da das XML-Dokument zu jeder Zeit und an jedem mit dem Internet verbundenen Rechner weiterbearbeitet werden kann. Auch die vielfältigen technischen Aspekte, wie z.B. mögliche Anpassungen des Seitenaufbaus, die Einbindung eines digitalen Bewerbungsfotos in den Lebenslauf usw. werden in dem Buch nicht behandelt. So bleibt nur zu hoffen, dass diese Ergänzungen möglichst bald in eine überarbeitete Neuauflage einfließen.
Und wie ist es sonst um den Inhalt des Buches bestellt? Leider bin ich auch hier zwiegespalten. Zwar finde ich viele Empfehlungen der Autoren zur Selbstpräsentation sinnvoll und nachvollziehbar, doch haben diese Empfehlungen nur zu einem geringen Teil mit dem EU-Lebenslauf selbst zu tun. Denn obwohl der EU-Lebenslauf laut Titel das zentrale Thema des Buches ist, wird er gerade einmal auf 25 der insgesamt 120 Seiten behandelt. Etwa genauso viele Seiten umfassen die Potenzialanalyse, Formulierungshilfen für das Anschreiben und Muster-Bewerbungen, die zwar ebenfalls hilfreich, aber nicht für die Erstellung von Bewerbungsunterlagen mit dem EU-Lebenslauf spezifisch sind. Außerdem ist der EU-Lebenslauf zumindest nach meinem Verständnis vor allem als Werkzeug für Menschen gedacht, die ihre wo auch immer erworbenen Bildungsabschlüsse im Lebenslauf so darstellen möchten, dass eine unmittelbare Einschätzung und Vergleichbarkeit ihrer Schul- und Hochschulleistungen, Sprachkompetenzen etc. möglich ist. Damit richtet er sich jedoch in erster Linie an Menschen aus bildungsnahen Schichten. Für Bäckereiverkäuferinnen (S. 83) oder Kassiererinnen (S. 100) dürfte er dagegen keinen Vorteil gegenüber konventionellen Lebensläufen bieten, ja beim Empfänger sogar eher zu Irritationen führen. Daher wäre es aus meiner Sicht besser gewesen, Beispiele zu wählen, aus denen klar hervorgeht, wann und für wen es Sinn macht, dieses Instrument zu wählen.
Etwas irritiert hat mich auch das Kapitel 'Bewerbungsfoto'. Zum einen schreiben die Autoren, eine von drei Besonderheiten des EU-Lebenslaufes gegenüber konventionellen Lebensläufen sei es, dass man ihm ein Bewerbungsfoto und kein Passbild beifügt. Welches Bild man seinem Lebenslauf beigibt, liegt aber immer noch im eigenen Ermessen, unabhängig davon, ob man sich für oder gegen den EU-Lebenslauf entscheidet. Und das ganze ist umso merkwürdiger, als die im Buch abgedruckten Musterfotos alles andere als professionelle Bewerbungsfotos sind, sondern reine Knipser-Bilder. So sieht man auf dem Titelbild des Buches einen EU-Lebenslauf mit einem Bewerberfoto, durch das hinter der Bewerberin quer gestreifte Holzpaneelen verlaufen. Dieses Bild wird als 'ein freundliches Motiv' bezeichnet. Das mag schon sein, ein gelungenes Bewerbungsfoto ist es damit aber noch nicht. Das hat man offenbar auch beim Verlag bemerkt, denn auf der Rückseite des Buches erscheint das Foto noch einmal, diesmal allerdings ohne die störenden Querlinien.
Fazit: Das Buch enthält einige hilfreiche Ratschläge für Bewerbungen, hebt jedoch entgegen den Angaben im Titel zu wenig auf die Besonderheiten des EU-Lebenslaufes ab. Neben der Einarbeitung des aktuellen Standes sollte deshalb bei einer Neuauflage eine stärkere Fokussierung auf die Inhalte und die primären Zielgruppen des EU-Lebenslaufes erfolgen.