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Im Jahre 1859 bereiten ungarische Aufständische unter Führung des Grafen Sandorf einen Putsch gegen das österreichische Kaiserhaus vor. Mitten in den Planungen werden die drei Hauptverantwortlichen verraten und zum Tode verurteilt. Sandorf kann als einziger fliehen und taucht unter. 15 Jahre später beginnt ein Fremder namens Doktor Antekirrt sich für die ehemaligen Freunde und Feinde Sandorfs zu interessieren. Antekirrt, der über große Geldmittel verfügt und mit der neuesten Technik umzugehen versteht, nimmt einen detailliert ausgetüftelten Racheplan in Angriff.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Mathias Sandorf DV
Unter Führung des Grafen Sandorfs planen ungarische Aristokraten 1858 einen Aufstand gegen die Österreicher. Zwar ist Sandorf gewillt, die ungarische Autonomie zunächst auf friedlichem Weg zu verfolgen. Doch als Sandorfs Frau einem Attentat zum Opfer fällt, das ihm galt, beginnt er gemeinsam mit den Grafen Zathmar und Bathory in Triest den Aufstand in die Tat umzusetzen. Durch den Verrat des skrupellosen Gauners Sarcany und des Bankiers Tornothal fallen sie jedoch den Österreichern in die Hände. Nur Sandorf kann entkommen, wird aber in Ungarn beim Versuch, seine zweijährige Tochter zu sehen, erneut festgenommen und scheinbar auf der Flucht getötet. 15 Jahre später taucht in der Hafenstadt Ragusa der geheimnisvolle Fremde Dr. Antekirrt auf. Er will Sandorf und seine Freunde rächen und den Menschen helfen, die sich für den Grafen eingesetzt haben. Beseelt von seinem Wunsch nach Rache zerstört Dr. Antekirrt alias Sandorf allerdings sein Leben beinahe ein weiteres Mal. Sowohl die Fernsehadaption als auch Jules Vernes zu Grunde liegender Roman – erstmals 1885 erschienen - sind eine tiefgründige Hommage an Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas. Wie Monte Christo kehrt auch Mathias Sandorf, in der Gestalt des Doktor Antekirrt zu einem unermesslichen Vermögen gekommen, zurück, um sich an seinen Feinden zu rächen. Er will göttliche Gerechtigkeit ausüben und verliert dabei jegliches moralische Maß. Zu spät erkennt er, dass man auf Rache kein neues Leben aufbauen kann. Vernes’ Geschichte ist mehr als nur ein romantisches Abenteuer: Im Zwiespalt zwischen Moral und dunklen Mächten sind die Menschen im unausweichlichen Räderwerk des Schicksals gefangen. Der TV-Vierteiler, als Koproduktion unter Beteiligung Frankreichs, Deutschlands und Ungarns realisiert, wurde 1979 zu Weihnachten im ZDF gesendet, ist aber als zeitloser Abenteuerklassiker auch heute noch sehenswert. Für heutige Sehgewohnheiten wirkt die Inszenierung zwar etwas langatmig und die Effekte sind hoffnungslos veraltet. Aber die gerissenen Intrigen und Ränkespiele sowie das tragische Schicksal des Grafen Sandorf wissen nach wie vor zu fesseln. Die Titelmusik ist ein echter Ohrwurm unter den TV-Melodien und nicht nur Fans des Fernsehklassikers haben bei der sphärischen Frauenstimme sofort den ungarischen Grafen vor Augen, dem István Bujtor imposant Gestalt verleiht. Ein spannender Fernsehgenuss! -- Birgit Schwenger
Klassik Pur Bild total ausfallÜber den Inhalt und die Geschichte muss man nichts schreiben KULTSTATUS.
Leider ist das Bild aber dermaßen miserabel, das es manchmal schon keinen Spass mehr macht. Warum wurde dieser 4 Teiler nicht auch ordentlich digitalisiert? Deshalb nur 4 Sterne
Bodenlose FrechheitIch dachte erst, mein Fernseher ist kaputt. Der Aufdruck "Digital remastered" ist eine unverschämte Lüge. Dieses Bild hat aber nicht im entferntesten etwas mit einer digitalen Überarbeitung zu tun. Das Bild ist unscharf und grobkörnig. Einfach eine Frechheit. Da sind die Leute, die noch eine VHS- Mitzeichnung aus alten Tagen haben auch nicht viel schlechter dran, denn wie gesagt dieses Bild hat maximal VHS-Qualität.
Eigentlich nur 0 Sterne, aber das geht leider nicht!!!
Nur hartgesottene Mathias Sandorf Fans sollten zugreifen, allen anderen kann ich leider nur abraten, da das äußere Erscheinungsbild nicht hält, was es verspricht. Schade, bei anderen ZDF-Vierteilern hat man sich solche Mühe gegeben (z.B. Zwei Jahre Ferien).
Wie gesagt ich bewerte hier die DVD-Umsetzung und nicht den Film.
mit einem AugenzwinkernNun, seit ich diesen Film oder zumindest Ausschnitte daraus als Kind gesehen hatte, war die Musik und gewisse Szenen wie die Augen Sandorfs unauslöschlich in meiner Erinnerung eingeprägt. Kein Wunder, musste ich beim Erscheinen der langersehnten DVD diese sofort und ohne zu hinterfragen gleich bestellen. Ich freue mich riesig, dass ich diesen Filmklassiker nun schauen kann, über den Inhalt braucht man ja tatsächlich keine weiteren Worte zu verlieren, über die berühmte Filmmusik sowieso nocht.
Was dem Käufer wirklich gesagt werden muss ist aber, dass es sich bei den Aufnahmen um eine TV-Produktion handelt, welche vermutlich bereits in der Produktion kein Riesenvermögen hat kosten dürfen. Dafür ist der Film aber relativ sorgfältig ausstaffiert und sauber gemacht. Ueber Kleinigkeiten wie Asphalt in den Stadtstrassen muss man einfach mit Augenzwinkern hinwegsehen (gab es damals ja käumlich...) und über die für heutige Verhältnisse mangelhafte Filmqualität ebenfalls. Ich bin überrascht, wie gut der Film heute überhaupt anzuschauen ist wenn man das Alter in Betracht zieht. Da ist ganz klar, dass es zwischendurch mal n'bissi ruckelt... dass hier und da mal eine Szene hinter einen sanften Schleier der Unschärfe entschwindet und der Ton dauernd von einem ganz sanften Rauschen untermalt ist. Wer Filmstandart 2007 erwartet ist selber schuld und wird enttäuscht sein. Wer allerdings Freude am Originalfilm hat, der wird solche Dinge mit einem schmunzeln wegstecken. Zumal sich die störenden Einschränkungen wirklich in sehr engem Rahmen halten.
Wer den Film Mathias Sandorf kannte und Freude an alten Klassikern hat, der wird mit dieser DVD sehr gemütliche 6Stunden verbringen...
Nur für echte Fans empfehlenswertMathias Sandorf kann man wohl als einen der bis dahin schwächsten Vierteiler bezeichnen.
Die Handlung ist zwar weitestgehend der Romanvorlage gefolgt,
die filmische Umsetzung ist allerdings unzureichend und für heutige Ansprüche teilweise eine echte Zumutung. Ich glaube sogar mit Sandorf wurde das Ende der bis dahin erfolgreichen Vierteiler eingeläutet. Das zeigen auch die damals sehr gemischten Presseurteile.
Nachdem der erste Teil durchaus spannend beginnt, zerfließt die Handlung zunehmend in Langatmigkeit und Belanglosigkeiten.
Die Schauspieler wirken oft laienhaft und lösen mit ihrer Mimik gelegentlich heftiges Gelächter aus. Etwa Sandorfs eindringlicher Blick, wenn er seine Widersacher durch telepathische Kräfte unter seine Kontrolle bringt.
Oder die schmachtvoll debilen Blicke zwischen Sava und Peter (der eine richtig alberne Fönwelle sein eigen nennt).
Und wieso erkennen seine Verräter Sandorf nach 15 Jahren nicht wieder, obwohl nur seine Haare ergraut sind (Sandorf gibt erst in der Schlußszene ihnen gegenüber seine wahre Identität preis).
Hält man den Zuschauer für so dumm?
Überhaupt Kostüme und technische Umsetzung:
Szenen die in Marokko spielen finden ganz offenbar in mitteleuropäischer Vegetation statt, dazu teilweise unpassende Kleidung, die niemand in Nordafrika tragen würde.
Das konnte man auch vor 28 Jahren schon besser umsetzten.
Die Trickszenen könnten glatt aus der Augsburger Puppenkiste stammen.
Lustig zum Beispiel die Badewannentrickszene, in der Sandorfs Schiff in einen Sturm gerät. Aber auch die Modelle seiner U-Boote Elektrik" wirken wie aus der Modellsammlung eines 5-jährigen.
Die Kampf - und Prügelszenen hinterlassen den Eindruck von Hinterhofraufereien kleiner Kinder.
Dann die Kulisse seiner technischen Zentrale, wo es permanent piept, surrt und pfeifft und die aussieht wie eine futuristische Puppenstube aus dem Kindergarten meiner Tochter. Selbst das hatte man 20 Jahre früher im Raumschiff Orion schon besser gesehen.
Zu guter letzt noch einen Satz zu Bild und Ton.
Ein Alter von 28 Jahren ist keine Entschuldigung für eine derart miserable Qualität.
Herr Kloiber scheint den Streifen in den letzten Jahren auf der Fensterbank gelagert zu haben.
Aber es geht noch schlechter:
Schaut Euch einfach das nicht remasterte Bonusmaterial mit Originalaufnahmen an, man glaubt wirklich an einen Sehfehler zu leiden!
Es gibt massenhaft Filme die durchaus doppelt so viele Jahre auf dem Buckel haben und trotzdem bestechend gut erhalten sind.
Nichtsdestotroz hat dieser Film für Vierteilerfans durchaus seine Berechtigung und wird seine nostalgischen Freunde finden, - und auch ich konnte mich diesem Reiz nicht ganz entziehen, schließlich habe ich bis zum Ende durchgehalten.
Endlich!Freue mich wie ein Schneekönig,dass ich endlich meinen absoluten Oberhammer und Romantik pur Lieblingsherzschmerzfilm meiner Teenagerzeit wiedersehen werde!War damals unsterblich in den Hauptdarsteller verliebt und habe danach das buch verschlungen!Unbedingtes Muss für z.B. Pride+Prejudicefans!Will ich sofort haben.