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Liebe in Zeiten der Diktatur und des Mangels - kubanisch heftig. In munterem Ton erzählt die junge, eigensinnige Yocandra ihr Leben in Havanna während der seit 1960 andauernden wirtschaftlich katastrophalen 'Spezialperiode'. Sie offenbart ihre Erfahrungen mit Liebe, Leidenschaft und Verrat. Dieser erotische Schlüsselroman löste schon bald nach Erscheinen heftigen Pressewirbel aus.
hart aber herzlichDieser Roman enntäuscht vermutlich all diejenigen, die Kuba als "Traumurlaubsland" betrachten. Zoe Valdes verschwendet nicht einen Gedanken an Sonne, Strand und Lebensfreude, die westliche Touristen dort oft zu finden glauben - sondern liefert eine gnadenlose Abrechnung mit dem politischen System. Dabei stellt sich die Protagonistin Yocandra (früher Patria genant) keineswegs als Opfer dar, hat sie doch selbst von der versteckten Korruptheit und Scheinheiligkeit profitiert.
Man kann diesen Roman mit einem Wirbelssturm vergleichen - gnadenlos fegt die Autorin über alles hinweg, temperamentvoll ist die Sprache, oft derb und stellenweise hocherotisch, aber - das muß man gestehen - immer ehrlich und illusionsfrei.
Wir Kuba-Pauschaltouristen mögen uns überrumpelt fühlen, das tut uns aber nach all den Hochglanz-Reisereportagen und Neckermannkatalogen vielleicht ganz gut.
Kubanische InnenansichtenIm wirtschaftlich angeschlagenen Cuba der neunziger Jahre ist es der Kampf um die täglichen Dinge des Lebens, der den Geist tötet. Yocandra, von ihrem revolutionsbegeisterten Vater auf den Namen Patria getauft, bleibt trotz aller Schwierigkeiten, vermisst aber schmerzlich die ins Exil gegangenen Freunde, die sich ihrerseits sehnen nach "der Insel, die sich aufmachte, das Paradies aufzubauen".
Valdéz liefert ein einfühlsames Portrait von Kuba wie es war, wie es ist, wie es sein könnte. Politisch, poetisch und sehr erotisch.
Diese Buch lebt von den NebensätzenDieses Buch beeindruckt weniger durch die Geschichte, die nicht schlecht ist, als vielmehr durch die Nebensätze. Ganz beiläufig wird man über die Mißstände Kuba's aufgeklärt. Die Natürlichkeit der Beschreibungen und auch der Stil machen es zum Erlebnis. Wo man angesichts der Ernsthaftigkeit des Themas bitteren Zynismus erwartet, feuert Valdez einen Schwall lässiger Nebensächlichkeiten, die an schwarzen Humor erinnern und einen mit der Frage zurücklassen, ob man nun lachen oder weinen soll, ehe man wieder der eigentlichen Geschichte folgt. Es ist auf alle Fälle eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe.
über die Tröstungen des FleischesIn den neunziger Jahren kommt eine Kubanerin von Mitte Dreißig in ihr Land zurück und ist schockiert, wie wenig dort funktioniert, wie zurückgeblieben der Lebensstandard ist. Sie bekommt eine Anstellung als Redakteurin einer Literaturzeitschrift, wo sie allerdings nicht arbeiten kann, da ihr nicht genügend Papier zur Verfügung gestellt wird. Aus diesem Frust heraus schreibt die Frau auf, was Kuba, was die Menschen ihres Lebens für sie bedeuten, und kommt am Ende zu einer Abrechnung mit den politischen Zuständen, mehr noch: dem politischen System in Kuba. Die Erzählerin wird am 2. Mai 1959 geboren, und zufällig ist es Ché Guevara persönlich, der der hochschwangeren Mutter die kubanische Flagge über den Bauch breitet, "und Fidel setzte seine Ansprache fort, die grüner war als die Palmen". Der linientreue Vater ist sauer, daß die Geburt nicht auf den ersten Mai gefallen ist. Zum Ausgleich bekommt das Mädchen den Namen Patria, Vaterland. Die Kindheit des Mädchens läßt die Autorin Zoé Valdés aus, für das Mädchen geht das Leben als junge Frau, mit der Pubertät weiter. Zoé Valdés scheint nichts mehr Spaß zu machen, als über Sex zu schreiben. Und genau das tut sie im Wesentlichen in diesem Buch - meist stil- und treffsicher, mal so richtig daneben. Deshalb oder trotzdem zieht sich durch diesen Roman die Spannung zwischen dem deprimierenden Öffentlichen und dem euphorisierenden Privaten. Am Ende begreift man das Buch als eine widerspenstige Liebeserklärung an Kuba, eine Heimat, in der man nicht mehr leben kann (wie die Autorin selbst aufzeigt, indem sie Kuba den Rücken gekehrt hat). (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Das Nichts ist jedenfalls schon lange nicht mehr so klar....so sinnlich und literarisch zupackend beschrieben worden wie von Zoe Valdes" (Hambuger Abendblatt) Ich zum Beispiel lese nicht all zu gern, wenn dann nur wahre Begebenheiten wie sie in diesem Roman beschrieben worden sind.
Zoe Valdes schreibt in Ihrem Roman über Cuba wie es war und wirklich ist. Sie schildert das Patria auch für das Vaterland sterben würde, so wie ich selbst feststellen konnte auch viele in Cuba es tun würden.Aber, ist das nicht Ironie.
Cuba ist ein Armes Land.Die Cubaner leben in armen Verhältnissen können sich nur das nötigste leisten um zu überleben.
Ihre Lebensgeschichte kurzer Auszug von Partia:
Am 1.Mai 1959 war ihre Mutter mit ihr hochschwanger und sie lief nach Alt-Havanna um den Comandante"Che" zu sehen. Er legte ihr die Cubanische Fahne über ihren Bauch.
Sie selbst wird einen Tag später am 2.Mai 1959, nur einen Tag nach der Revolution geboren.
Wachst in Armen Verhältnissen auf, es gibt nur Zuckerwasser und Brot. Nicht gerade viel oder? (Und wir haben in Deutschland alles in Hülle und Fülle.)Heiratet mit 16 Jahren was in Cuba keine Seltenheit ist und wird dies noch dreimal tun. Sie sagt selbst, dass es wie ein Glas Wasser trinken ist.
Sie fängt an zu studieren, erzählt auch sehr Private Details über Ihr erstes Mal u.s.w.
Sie kommt von einer Insel, die das Paradies aufbauen wollte...
Sie schlägt sich sehr tapfer durchs Leben, also kurz gesagt man erfährt viel über Cuba.
Wenn man sich für Cuba interessiert, dann ist dieser Roman sehr zu empfehlen.