Wer die aktuellen naturwissenschaftlichen Publikationen zur Geschichte der Lebewesen unvoreingenommen zur Kenntnis nimmt, stellt fest, dass heute ernsthaft daran gezweifelt werden kann, dass die Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Urgroßeltern des Menschen bakterienähnliche Einzeller waren. Die Vielgestaltigkeit des Artenwandels ist kein Beleg für eine schrittweise Weiter- und Höherentwicklung, sondern für das genetisch verankerte Variationsvermögen von vorhandenen Ausstattungen. Lebewesen mit halbfertigen Organen und Stoffwechselformen, die erst künftig vollständig entwickelt sind, wurden noch nicht gefunden. Nur das Gegenteil ist immer wieder beobachtet worden: Morphologische und physiologische Einrichtungen, die nicht mehr benötigt werden, können zurückgebildet oder eliminiert werden.Aus den vorgestellten Daten empirischer Wissenschaften resultiert ein neues Modell der Lebensgeschichte, das wie alle naturwissenschaftlichen Konzepte vorläufig gültig, erweiter-, modifizier- und falsifizierbar ist.
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