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spv Der Kopf des Teufels - Folge 29, VÃ-Datum: 07.03.08
Alles zurück auf Anfang!Da ist sie nun also, die nächste Staffel mit vier Folgen dieser inzwischen 29-teiligen Hörspielreihe. Und "Folge 26 - Die Flaschenpost", "Folge 27 - Landors Landhaus", "Folge 28 - Der Mann in der Menge" und "Folge 29 - Der Kopf des Teufels" lassen mal wieder keine Wünsche offen.
Schaurig-schöne Atmosphäre, neues Grauen nach einem beinahe Happyend, neue Fragen und neue Ungereimtheiten. Edgar Allan Poes Erzählungen sind wieder wunderbar in die Rahmenhandlung um den ehemaligen Insassen eines Irrenasyls ohne Identität eingebettet. (Und ich weigere mich nach wie vor zu glauben, dass es sich bei diesem Mann um den todgeglaubten Autor selbst handelt, auch wenn noch so oft behauptet wird, in seinem Grab läge nur ein namenloser Landstreicher!) Es werden wieder Tiere gemeuchelt, engelsgesichtige Wärterinnen ermordet und fluchenden Boten die Köpfe abgetrennt. Man verweilt auf verseuchten Schiffen, in verfluchten Landhäusern, in der Menschenmenge von New York und anschließend in der Enge eines Zimmers, das zum Gefängnis wird. Man leidet an Hirnfiebern, wird von seiner Liebsten getrennt und schließlich landet man zu Unrecht verurteilt wieder in der Zelle im Irrenasyl auf der Insel, in der vor 29 Folgen der ganze Wahnsinn begann. Es schließt sich der Kreis, nur dass man statt einem Gegner plötzlich zwei Todfeinde zu haben scheint.
An diesen Hörspielen stimmt einfach wieder alles. Angefangen bei den Sprechern, die durch die Bank hervorragend sind. Herauszuheben sind natürlich Ulrich Pleitgen und Iris Berben, die als Erzähler und Darsteller der Hauptfiguren, Edgar Allan Poe und Leonie Goron, einen Großteil der Geschichte tragen. Weiter über Musik und Geräusche, die allesamt filmreif sind. Bis hin zum neuen Titelsong "Elenore", einem vertonten Gedicht von Edgar Allan Poe, das von keinem anderen als Christopher Lee in einem herrlichen Bass vorgetragen wird. Spätestens bei diesem krönenden Abschluss einer jeder Folge, sollte es einem eiskalt über den Rücken laufen.
Ende dieser Staffel ist Poe wieder da wo die Geschichte begannPoe erhällt eine Nachricht, dass Leonie in den Höhlen nahe Landors Landhaus wäre. Er macht sich mit einem Begleiter, der ihm den Weg weisen soll auf den Weg, finden in den Höhlen jedoch nur die Leichen eines vermissten Liebespärchens und einen Dolch, welchen er mitnimmt. Leonie jedoch ist nicht dort.
Als er die Höhlen wieder verlässt, wird er bereits von der Polizei erwartet, die ihn wegen Mordes an dem Liebespärchen und an seinem Führer festnimmt. Da Poe sich jedoch an nichts erinnern kann und keinen der Morde gesteht, wird er ins Irrenasyl eingeliefert mit Dr. Baker als Zellennachbar.
Leonies Ex-Mann scheint dies angezettelt zu haben und er ist auch Psychater so wie es scheint.
Ende dieser Staffel ist Poe wieder da wo die Geschichte begann: In der Zelle eines Irrenasyls und hat nun einen neuen Feind.
Edgar Allan Poe - 29.Der Kopf des TeufelsErster Eindruck: "Der Kopf des Teufels" ist höllisch gut!
Leonie ist verschwunden! Edgar Allan Poe macht sich große Sorgen um seine Verlobte. Einem geheimnisvollen Brief folgend macht er sich in Begleitung seines Kumpanen Toby Dammit auf die Suche und gerät schon bald in ein verworrenes Höhlensystem, in dem Leonie auf ihn warten soll. Doch auch nach langem Umherirren findet Poe keine Spur von Leonie. Als er wieder aus der Höhle herausgefunden hat, wartet wieder einmal das Grauen auf ihn: Er findet Toby wieder - enthauptet. Schlimmer kann es fast nicht mehr kommen, doch da wird er auch noch vor Gericht gezerrt. Was wird ihm noch alles zustoßen?
Die vierte Folge der neuen Staffel und damit auch des neuen Handlungsstrangs führt den Hörer immer weiter in die Geschichte ein, die hier deutlich temporeicher wird. Die Spannung steigert sich immer weiter bis zum grauenhaften Ende - und lässt einen dann eiskalt stehen. Der Cliffhanger scheint wieder einmal eine auswegslose Situation für unseren Titelhelden darzustellen - und einen neuen Anfang für eine schon lange bekannte Person. Gespannt will man ins Hörspielregal greifen, um dann festzustellen, dass die Staffel wieder zu Ende ist und man sich bis zur nächsten Folge noch einige Zeit wird gedulden müssen.
Auch in dieser Folge kann man die Sprecher nur loben. In wirklich jeder Szene spielen sie ihre Rollen unglaublich intensiv und wirken so auf den Zuhörer glaubhaft und überzeugend. Auch das macht die Serie aus, auch das macht sie so besonders und lässt die Geschehnisse lebendig wirken. Neben dem unvergleichlichen Ulrich Pleitgen können wir, wie schon in der vorigen Folge, Lutz Riedel als Leonies Exmann Gorn hören, der die boshafte Rolle bestens herüberbringt.
Ein unvergleichliches Hörerlebnis wird einem schon allein durch die Musik geboten. Sie trägt die Sprecher, schafft Übergänge und untermalt dramatische Wendungen. Alles das macht zusammen mit den fantastischen Sprechern und der außergewöhnlichen Rahmenhandlung den großen Reiz der Serie aus.
Das Cover zeigt, wie schon einige der vorherigen Folgen, wieder eine alte Statue. Durch den halb zerfallenen Kopf des Teufels wird der Hörer gleich in die Epoche des frühen 19. Jahrhunderts versetzt. Mir gefallen diese Cover am besten, weil sie am stimmungsvollsten sind.
Fazit: Die beste Folge der sowieso hervoragenden neuen Staffel. Bleibt zu hoffen, dass Lübbe uns nicht ein weiteres Jahr auf neue Folgen warten lässt.
Gigantisches und hochdramatisches Hörvergnügen mit einer fast schon unerträglichen Spannungsdichte und viel, viel AtmosphäreEdgar Allan Poe ist auf der Suche nach Leonie Goron, die eines Nachts spurlos verschwunden ist und scheinbar ein dunkles Geheimnis hütet. Da bekommt er eine anonyme Botschaft, in welcher steht, wo er Leonie finden kann. Der Überbringer des Briefes, Toby Dammit, erklärt sich bereit den einstigen Dichter in eine unterirdische Höhle zu führen. Doch die fingierte Botschaft ist eine Falle und bald wird Toby Dammit enthauptet aufgefunden, während Poe in den unterirdischen Gängen umherirrt. Poe wird des Mordes bezichtigt und angeklagt. Die Odyssee des Schreckens, die Poe schon für beendet hielt, erlangt einen neuen Höhepunkt des Grauens und der an Leib und Seele geschundene Mann bekommt erneut die Ironie des Schicksals auf schmerzhafte Art und Weise zu spüren ...
Der Abschluss der siebten Staffel stellt auch in dramatischer Sicht das Highlight der vier neuen POE-Hörspiele dar. Die Story ist düster, undurchsichtig und unheimlich, so wie die Erzählungen von Poe selbst. Das Ensemble wurde durch einige vielversprechende Namen erweitert. Toby Dammit wird gekonnt dargestellt von Simon Jäger, der deutschen Synchronstimme von Heath Ledger beziehungsweise Josh Hartnett. Udo Schenk ist als Henker und Folterknecht zu hören und kann dort sein gesamtes schauspielerisches Können unter Beweis stellen. Eine echte Bereicherung, wenngleich nur kurz zu hören, ist der Richter des New Yorker Stadtgerichts, der mit Hans Werner Bussinger ideal besetzt wurde. Seine Interpretation der Rolle erinnert eindringlich an seine Darstellung des Überwesens „Q“ in „Star Trek – The Next Generetion“. Der Direktor wird von Friedhelm Ptok gesprochen; und vervollständigt wird die Riege durch Till Hagen als Dr. Templeton und Lutz Riedel als Gorn. Die Leistung von Ulrich Pleitgen zu erwähnen hieße die Eulen nach Athen zu tragen. Dieser Mann ist einfach grandios und bildet die perfekte Besetzung für die Hauptrolle. Gerade in dieser Folge werden Verzweiflung und Wahnsinn von ihm meisterhaft und authentisch gespielt. Abgerundet wird das sogenannte Gothic-Drama durch die bekannte, klangvolle Musik von Simon Bertling und Christian Hagitte, die sich auch um die Regie gekümmert haben. In Sachen Ton und Effekte hält diese Folge das gewohnte Niveau der Serie, welche generell eher auf subtile Spannung setzt, denn auf bombastische Sound-Gewitter a la JOHN SINCLAIR. Zum letzten Mal kommen die Hörer in den Genuss des großartigen Bonus-Songs „Elenore“, gesungen von Christopher Lee.
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