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New Mexico 1899: Der alternde Revolverheld Jack Beauregard (Henry Fonda) ist des Tötens überdrüssig und will sich nach Europa absetzen. Doch auf dem Weg zu seinem Ziel stehen ihm immer wieder Hürden im Wege - angeheuerte Killer ebenso wie die Mörder seines Bruders. Und dann kommt, zu allem Überfluss, auch noch ein Greenhorn dazu. Nobody (Terence Hill) will sich einen Namen im Wilden Westen machen - aber vor allem sein großes Vorbild zum Abschluss von dessen Laufbahn in voller Aktion sehen - gegen die 150 Mann starke Bande, die sich 'The Wild Bunch' nennt... Terence Hill, die Kultfigur des Spaghetti-Western, spielt mit seiner typisch schnodderigen und vorlauten Art in diesem Klassiker, der aus der Feder und Produktion von Sergio Leone ('Spiel mir das Lied vom Tod', 'Für eine Handvoll Dollar') stammt. Ein ganz besonderes Highlight: die Musik von Ennio Morricone. MEIN NAME IST NOBODY ist erstmals im Ton wie auch im Bild in der restaurierten Fassung zu sehen.
Mein Name ist Nobody ist eigentlich eine Parodie auf Spaghetti-Western, gleichzeitig jedoch ein legitimer und hochgeschätzter Beitrag zum Genre. Kein Wunder, bei so einem Stammbaum: Der Film wurde produziert und inoffiziell mitinszeniert von Sergio Leone höchst persönlich, dem Urvater und Maestro der italienischen Western. In seinem persönlichen, augenzwinkernden Abschied vom Genre würdigte Leone auch die Leistungen anderer Filmemacher: So ist zum Beispiel der Name des einflussreichen Western-Regisseurs Sam Peckinpah in einer Szene auf einem Grabstein zu sehen, und für die hiesige Hauptrolle engagierte Leone das ewige Blauauge Terence Hill, dessen Prügel-Komödien Die rechte und die linke Hand des Teufels und Vier Fäuste für ein Halleluja bereits die letzten Atemzüge des in den 60ern so immens erfolgreichen Spaghetti-Westerns gewesen waren. Diese Elemente werden auf sehr amüsante Weise miteinander verknüpft in der Geschichte von Nobody, der als ambitionierter Revolverheld im Jahre 1899 sein großes Idol, den legendären Pistolero Jack Beauregard (gespielt von Henry Fonda in seiner letzten Western-Rolle, und erst seiner zweiten unter Sergio Leone nach Spiel mir das Lied vom Tod) herausfordern will. Bevor Beauregard sich friedvoll zur Ruhe setzen kann, inszeniert Nobody für sich und ihn einen Showdown von geradezu epischen Proportionen, während der großartige Ennio Morricone das Übermaß an originellen Szenen mit einem nicht weniger verspielten Soundtrack unterlegt (unter anderem eine ironische Verwendung von Wagners „Ritt der Walküren“). Tonino Valerii wird berechtigterweise als Regisseur des Films geführt, jedoch steuerte Leone ebenfalls signifikante Teile bei (wie beispielsweise die Eröffnungsszene). Das Endergebnis ist ein wundervoller Film mit erstaunlichem Nachklang, den Steven Spielberg später als seine liebste Leone-Produktion bezeichnete. Warum, ist leicht zu erkennen: Wie so viele von Spielbergs eigenen Filmen, geht auch Mein Name ist Nobody gleichsam als Kunst und als Unterhaltung durch. -- Jeff Shannon
"Die Handlung spielt im Neu-Mexiko der Jahre kurz vor 1900. Das klassische Wildwestleben weicht allmählich der Zivilistion mit Schienenstrang, Dampfroß und großen Unternehmen. Einzig die traditionsreiche und gefürchtete Banditenarmee "Wild Bunch" führt weiterhin ihre Schreckensherrschaft."