Fischer, Claus C.

Und verführe uns nicht zum Bösen, 6 Audio-CDs

Und verführe uns nicht zum Bösen, 6 Audio-CDs
  • Verlag: Lübbe Audio
  • Erscheinungsdatum: 2008-03-11
  • Format: Audio CD
  • Umfang: 340
  • ISBN: 3785735154
  • EAN: 9783785735152
  • Amazon.de Verkaufsrang: 402.789
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Beschreibung von buecher.de

Auf einem Amsterdamer Hausboot wird die grässlich zugerichtete Leiche eines jungen Inders gefunden. Die Ermittlungen führen Commissaris Bruno van Leeuwen in die farbenprächtige Welt indischer Einwanderer und zum Clan der Sharmas, der einen fl orieren Gewürzhandel betreibt. Doch eine konkrete Spur ergibt sich nicht. Erst der gewaltsame Tod der schwangeren Lebensgefährtin des Mordopfers bringt die entscheide Wung ...

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Bouquineur fanden 6 von 6 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Fortsetzung mit kleinen Schwächen

Der zweite Fall um Commissaris van Leeuwen entführt uns in die Welt der indischen Einwanderer Amsterdams, mitten in eine Welt der Gewürze, der Traditionen und der Religion.

Die Ermittlungen im Mord an dem jungen Inder gestalten sich schwierig, da den Comissaris eine Mauer aus Schweigen empfängt, Motiv und Täter sind über lange Strecken des Buches völlig unklar, so dass die Ermittlungen zunächst in alle möglichen Richtungen verlaufen, bis sich gegen Ende das wahre Tatmotiv herauskristallisiert und der Täter gefunden wird. Man glaubt zwar nach der Hälfte des Buches, den Täter zu kennen, muss jedoch am Ende feststellen, dass der Autor einen geschickt auf eine falsche Fährte gelockt hat.

Genauso langwierig, wie die Ermittlungen verlaufen, habe ich auch die ersten 100 Seiten empfunden, auf denen die Geschichte eher vor sich hin dümpelt. Erst als sich das Netz um die Verdächtigen langsam zuzieht, nimmt auch die Geschichte an Fahrt auf, bis am Ende dann doch eine so starke Spannung vorherrscht, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte, bis man die letzte Seite gelesen hat. Entschädigt für die teilweisen Hänger im Buch hat mich der Teil der Geschichte, der sich nicht mit dem Mord sondern mit Commissaris van Leeuwen und seiner inneren Zerrissenheit und Qual über die Krankheit seiner Frau beschäftigt, die auch in diesem Buch nicht zu kurz kommt, aber doch weniger Raum einnimmt als im ersten Buch des Autors, da Simone mittlerweile im Pflegeheim lebt und damit etwas aus dem Blickfeld des Lesers rückt.

Auch der zweite Roman um Commissaris van Leeuwen ist wieder ein Krimi für Leser, die Figuren mit psychologischem Tiefgang und eine Story ohne große Effekthascherei und Gemetzel bevorzugen. Soweit mir bekannt ist, arbeitet der Autor gerade an einem dritten Teil, den ich mit Sicherheit auch wieder lesen werde

Diese Rezension von crazymilla fanden 7 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Krimi-Highlight abseits des Mainstreams

Die mit Spannung erwartete Fortsetzung der Reihe um den niederländischen Commissaris Bruno van Leeuwen erfüllt die hochgesteckten Erwartungen in allen Bereichen und überzeugt wie schon der Vorgänger durch seine sensiblen Beschreibungen und authentischen Charakterisierungen der Figuren. Poesie und ein tiefes Empfinden treffen hier auf Skrupellosigkeit, Macht und nackte Angst und verweben sich zu einem dichten Bild mit beeindruckend intensiver Atmosphäre.

Während Bruno van Leeuwen privat um das Leben seiner Frau und ihre gemeinsamen Erinnerungen kämpft, verlangt ihm der neue Fall, den er übernommen hat, den Mord an einem jungen Inder, seine Menschenkenntnis und Kombinationsgabe ab. Mithilfe seines kompetenten Teams, von dem jeder Einzelne in seiner Komplexität sehr realistisch gezeichnet ist, sucht er den Täter in einem exotischen Umfeld und taucht ein in die Welt der Gewürze und der indischen Familienehre. Doch nicht nur dort trifft er auf ein Gespinst von Schweigen und Lügen, das er langsam entwirren muss, um der Wahrheit näher zu kommen.

Mit viel Liebe zum Detail und seinen Figuren ist Claus C. Fischer seinem Stil treu geblieben und den Leser mitgenommen auf eine Reise in das multikulturelle Amsterdam, aber auch mitten hinein in die Hilflosigkeit, Ängste, Sorgen und Sehnsüchte eines Mannes, der seine über alles geliebte Frau verabschieden muss. Ein leises und doch kraftvolles Krimi-Highlight abseits des Mainstreams, das auch nach der letzten Seite noch lange nachhallt.

Diese Rezension von H. May fanden 5 von 6 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein grandioser, tief bewegender Roman

Mit seinem zweiten Amsterdam-Krimi um Commissaris van Leeuwen hat sich Claus C. Fischer nicht nur in die vorderste Riege des deutschen, sondern auch in die des europäischen Kriminalromans geschrieben. Die spannende Krimihandlung vor intensiv geschildertem sozialen und politischen Hintergrund trägt teils schon apokalyptisch wirkende Züge. Sie wird gekonnt verwoben mit dem privaten Schicksal des Commissaris um seine an Alzheimer erkrankte Frau Simone - dies ist so eindrücklich geschildert, dass es bisweilen richtig weh tut. Laut Verlag arbeitet der Autor zur Zeit an seinem dritten Amsterdam-Krimi - man kann sich nur darauf freuen, da es nur wenigen in diesem Genre gelingt, sprachlich und stilistisch so brilliant zu formulieren wie Fischer.

Diese Rezension von Dominique21 fanden 2 von 2 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen The Lion never sleeps

Nach Bruno van Leeuwens erstem Fall war ich auf das zweite Buch mit dem kantigen Commissaris schon sehr gespannt, und nun, da ich es endlich in der Hand habe, muss ich sagen, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Die Geschichte entfaltet sich spannend und atmosphärisch, und das Milieu der indischen Gewürzhändlerdynastie im Melting Pot Amsterdam ist packend und zutiefst einfühlsam beschrieben. Wie die Ermittlungen des Kommissars nach und nach die Abgründe einer menschlichen Tragödie aufdecken, die wieder einmal übezeugend mit seiner ganz persönlichen Tragödie verzahnt ist, kann man nur meisterhaft nennen. Weiter so! Ich warte!

Diese Rezension von P. Zapato fanden 3 von 4 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Spannend, bewegend, aber auch arg konstruiert....

Um es glich vorweg zu sagen, daß Buch hat das was ein Krimi haben muss, nämlich Spannung! Ich habe das erste Buch um den Commisaris nicht gelesen, der Einstieg fiel mir aber dennoch leicht. Sowohl die Haupt- als auch Nebenschauplätze der Handlung sind so geschrieben, daß man kaum loslassen kann, vor allem die Problematik mit der an Alzheimer erkrankten Frau des Commisaris und deren Beziehung zueinander ist eindrücklich geschildert.

Was mich an diesem Buch stört ist das aus meiner Sicht doch etwas konstruierte Ende, welches den Gesamteindruck schmälert. Insgesamt überwiegen aber die positiven Aspekte, so daß ich das Buch gerne weiterempfehle.

Und verführe uns nicht zum Bösen, 6 Audio-CDs

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