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Der junge Hilmer Eriksson ist verschwunden. Seine Familie und seine Freundin Ellen sind verzweifelt. Kommissar Harald Fors stößt bei seinen Ermittlungen in Hilmers Schule auf eine Gruppe neonazistischer Jugendlicher, die schon öfter unangenehm aufgefallen sind. Alle haben Angst vor ihnen. Selbst der Direktor und der Hausmeister der Schule verschließen lieber die Augen. Die aufgesprayten Hakenkreuze werden überstrichen. Nur Hilmer hatte es gewagt, einen ausländischen Mitschüler in Schutz zu nehmen. Ausgerechnet gegenüber Anneli, der Wortführerin der Gruppe. Das geschah kurz vor seinem Verschwinden. In den Verhören setzt sich Puzzleteilchen für Puzzleteilchen das Bild eines sinnlosen Hasses zusammen und die Indizien gegen Anneli und ihre Freunde verdichten sich.
AufrüttelndHilmer ist verschwunden. Komissar Harald Fors ermittelt. Dabei stößt er auf eine Gruppe Neonazis, die schon seit einiger Zeit für Unruhe sorgt und kurz vor Hilmers Verschwinden Streit mit ihm hatte, weil er sich für einen ausländischen Mitschüler einsetzte. Dann wird Hilmer gefunden – halb tot geschlagen. Erschreckend sind für Fors vor allem die hassvolle Brutalität, mit der die jugendlichen Verdächtigen vorgegangen sein müssen, aber auch die Reaktionen des Ortsvorstehers. Dieser hat nur Angst um den Ruf des Ortes, wenn heraus kommt, dass eine Gruppe Neonazis mit dem Fall zu tun hat. Und bei den Ermittlungen ist immer Hilmer dabei – unsichtbar und für keinen Menschen erreichbar.
Mats Wahl schafft es, mit seinem Roman „Der Unsichtbare“ so schwierige Themen wie Fremdenfeindlichkeit und blinder Hass ohne verallgemeinernde Vorwürfe und differenziert darzustellen. Diese spannende Kriminalgeschichte kann man nicht einfach beiseite legen. Sie rüttelt auf und regt zum Nachdenken an - ohne zu belehren.
Für Schullektüre ist dieses Buch zu schade! Denn was gelesen werden muss, kann meist nicht mehr so faszinieren! Und dieses Buch hat mehr verdient als nur ein Paukroman zu sein.
Prima SchullektüreIch habe bisher zwei Mal im Unterricht das Buch bearbeitet und bin mit dem Ergebnis hochzufrieden: Das Buch entspricht zwar den Erwartungen der SchülerInnen hinsichtlich der Textsorte Krimi absolut nicht - genau das finde ich gut, weil dadurch der "Lesehorizont" erweitert wird - aber das Thema ist hochbrisant. Außerdem können Teile des dialogreichen Textes szenisch nachgespielt werden.
Vorteilhaft ist auch, dass der Text leicht zu lesen ist und durch die wechselnden Erzählhaltungen dennoch anspruchsvoll ist. Das Ende gefällt den meisten gut, mir jedoch nicht, es scheint mir etwas dick aufgetragen.
VolltrefferEigentlich war das Buch für meine Tochter gedacht, aber als Mankell-Fan konnte ich nicht anders: Ich habe es erstmal selbst gelesen - und war bald so gefesselt, dass ich die Geschichte nicht mehr aus der Hand legen wollte. Okay, wer "es war", ist schnell klar geworden. Aber die Spannung ergab sich für mich aus der möglichen Reaktion der jugendlichen Täter und dem Schicksal Hilmers. Am Ende war mir ganz flau im Magen. Sehr empfehlenswert - auch für Erwachsene.
GLASKLAR UND GENAUMats Wahls' Roman ist genau und detailliert. Kommissar Fors bewegt sich Schritt für Schritt durch das Buch und wird vom Autor beinahe liebevoll dem Leser näher gebracht, während er den Fall um das Verschwinden eines Jungen aufzudecken versucht. Die Sprachkunst der Schweden ist in jeder Seite spürbar - das Wenige an Worte, die Wichtigkeit von Gesten. Dazu ein mystischer Touch, der der Geschichte den besonderen Kick gibt, was bei einem solchen Thema heutzutage auch notwendig ist, um die berühmte Katze hinter dem Ofen hervorzulocken.Zur Mitte des Buches hin streckt sich die Geschichte ein wenig, zu viele Namen, zu viele Charaktere, wo man lieber mehr Einblick in die Welt der Jugendlichen gehabt hätte. Die Idee, den verschwundenen Jungen als Begleiter durch die Geschichte mitgehen zu lassen, ist großartig eingesetzt, verliert aber leider zum Schluß hin ein wenig an Wirkung. Irgendwann ist dem Leser klar, was passiert ist. Der Spannungsbogen bricht und die Geschichte könnte da ihr Ende haben. Doch Mats Wahl macht weiter und verliert sich, indem er hier die Bürokratie, da die Moral berührt, aber eigentlich alles gesagt hat. Die letzten zwei Seiten sind pathetisch und lenken die Geschichte auf einen Kurs, den sie bis dahin so nicht hatte. Lesenswert, spannend und fein gewoben
SuperEin fantastisches Buch, das man allerdings entweder lieben oder nicht verstehen kann...:P Mats Wahl ist es gelungen, eine faszinierende Geschichte durch sein Erzähltalent so zu erzählen, dass es immer spannnd bleibt.
Ich habe dieses Buch in der achten Klasse auf dem Gymnasium gelesen. Wir haben eine Mappe angelegt, in der wir genau eingetragen haben, was passiert ist, wie es passiert ist und mit welchen Stilmitteln Mats Wahl berichtet. Wir haben Charakteristiken angefertigt und es hat einfach Spaß gemacht mit diesem tollen Buch zu arbeiten. Ich habe es allerdings auch schon gelesen, bevor mein Deutschlehrer auf die Idee kam, es im Unterricht zu behandeln. Was jedoch nicht weniger spannend war...^^