Leibhuhn

Leibhuhn folgt dem Unfreien allenthalben. – Graf, 60, 251; Dreyer, III, 1313.

Das Leibhuhn bezeichnet die Abgabe der Hörigen an ihren Schutzherrn, und das Sprichwort drückt die Rechtsansicht aus, dass die Freiheit nicht so wie die Hörigkeit (s. ⇒ Luft) ersessen werden kann, sondern dass die Pflicht dem Unfreien überall hinfolge.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 12.
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