Prachervogt

1. Dat is en slechten Prachervagt (Bettelvogt), de kên Hûs kann vorbigân. (Holst.) – Schütze, III, 230.

Der bei keiner Schenke vorbeigehen kann, ohne einzukehren, und seinen Bettlerfang darüber versäumt. Von solchen, die in ihrem Berufe nachlässig sind.


2. Gnädiger Herr Prachervagt, dörf ick man 'n beten in de Strâten spazeren gahn, sär dei Bedelmann tau den einögten (ênogigen) Prachervagt. – I nun, wenn mi eine min Ihr gifft, [1383] so drück ick ok 'n Og tau, sä de Prachervagt. (Mecklenburg.) – Raabe, 135; Lehrerzeitung, 1863, S. 132.

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Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 1383-1384.
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