Schnorren

* Er schnorrt, wo zwâ Weg' zusammeneghn. Tendlau, 213.

Er bettelt an allen Scheidewegen, er geht von Thür zu Thür. Auch in Berlin sagt man für betteln: Er geht schnorren. (Trachsel, 52.) In Pommern: Snurrbroder = ein Bettler. (Dähnert, 440b.) Schnarren, schnurren = betteln. Schnorrant oder Schnurrant = ein umherziehender, musicirender Bettler. (Weigand, Wb., IIa, 625.)

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 4. Leipzig 1876, Sp. 308.
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