4. Das Stirnhaar leicht mit Puder angegraut, Den Schopf gekrönt mit falscher Flechtenmasse, Ihr Fähnchen lang nachschleifend auf der Gasse, Bachstelzenhaft, mit zwitschernd hellem Laut; Zu jedem Mannsbild, das herüberschaut, Hinäugelnd, ob ein Netz sich werfen lasse, Nicht ...
Vergnügtes Mädchen (Zu einem Bild) Sieh doch, so ... ... Luder! Diesmal hatt' ich wirklich Schwein. Sein Gesicht ist weiß wie Puder – Louis, nimm ihn! Laß mich sein ... Wird sich ...
An Lilla Gestern bedeckte dein Haar ein röthlicher Puder und Salben, Federn vom Reiher und Strauß, Blumen und Spitzen und Band. Heute seh' ich es schwarz, gleich Fäden von seidenem Atlaß, Sehe, nicht minder erstaunt, daß es die Hüfte dir ...
Die Jungemagd Ey seht, wie dick die Amme thut, Das Mensch trägt Puder auf dem Kopfe; Die gnäd'ge Frau hats kaum so gut, Es ißt mit ihr aus einem Topfe, Trinkt Firnewein und schlürft Kaffe, Ich muß ...
XXIX Im Triumph zog Karl VIII. durch Italien. Er gelangt vor ... ... er pflegte, da er Waschen für ungesund hielt und sich nur mit Salben und Puder reinigte: Seine Heiligkeit bittet Eure Majestät, ihr eine Persönlichkeit auszuliefern, ...
Ida Boy-Ed Vor der Ehe Die Tagesarbeit war abgeschlossen. Nun saß Frau ... ... die halbwüchsigen Knaben andächtig. Ihre Handschlitten hinter sich herziehend, stampften sie durch den weißen Puder heim. Es war ja bald Bescherungszeit, und vorher sollte noch der Nachmittagskaffee mit ...
IV Am siebzehnten fand die Premiere statt. Schon am frühen Morgen ... ... hatte das Ledertäschchen über die Stuhllehne gehängt, tupfte die rote Nase ein wenig mit Puder und Taschentuch, und juckte sich mit dem linken Fuß an der abgewetzten Innenseite ...
Hermann Essig Der Taifun Kätzi gewidmet Susanne Flaubert ... ... Schimpfen half nichts. Sie mußte gleich zuerst Kätzi das Hinterchen waschen und mit wohlriechendem Puder beklopfen. Die Herrin zog sich an, um in der Grunewaldvilla der Baronin von ...
... Massenzusammenkünfte zu sein pflegen: Toilettenpracht, Schmuck, Puder, Kerzenglanz, Hyazinthenduft, Flirt und Gedränge am Büffet, buntes Allerlei. ... ... Stab über alle velocipedfahrenden, reitenden, lateinischlernenden, wurzelausziehenden, lyceenbesuchenden Damen, schien aber Puder, Cigaretten und Dichtersgattin zu sein, für den Inbegriff der Weiblichkeit zu halten ...
... sie sich an, ein paar Stäubchen aus dem Puder zu blasen. Da fährt Adele fort: »Unsere Roserl wird nicht ... ... mit ihrer Neuigkeit, denn die Rätin hat vor Schreck so stark in den Puder geblasen, daß sie aussieht wie ein Mühlknecht, was Adele so ... ... Erziehung in Erinnerung. Sie entfernt hastig den Puder vom Gesicht, ordnet das wirre Haar, bürstet das ...
Die Schweigende Erst haben wir davon gesprochen – du hörtest freundlich ... ... jedes Jahr ein halbes Fuder, wild tobt mein Herz, stäubt nur ihr weißer Puder . . . « Was klopft denn dir? Er sagte: ...
Heinrich Heine Memoiren Ich habe in der Tat, teure Dame, die ... ... hinzukommenden Glanzleinenfirnis jenen Blütenstaub wiedergeben kann, den wir auf den Gesichtern der Leute, welche Puder tragen, bemerken, und die Unbestimmtheit der Züge vorteilhaft verschleiert. Indem der Maler ...
Theodor Storm Eine Malerarbeit Wir saßen am Kamin, Männer und Frauen, eine ... ... ich, unerachtet der struppige Vollbart hier rasiert und das Haar des unbedeckten Hauptes mit Puder bestreut war, sogleich den Maler selbst erkannte. Die langen Finger der beiden Hände ...
Arthur Schnitzler Fräulein Else » Du willst wirklich nicht mehr weiterspielen, Else? ... ... Frechheit. – Eben erhalte ich einen Brief, Herr von Dorsday. – Noch etwas Puder auf den Nacken und Hals, einen Tropfen Verveine ins Taschentuch, Kasten zusperren, ...
Justitia schwoft! Für Berthold Jacob Nachts im Treppenhaus des berliner Kriminalgerichts ... ... ? (Sie spiegelt sich in einer Glastür. Ordnet ihr Haar. Legt Rot auf, Puder, Lippenstift.) Sie trällert leise vor sich hin: Von vorne – von ...
... zarten Brüsten stieg ein Duft von Rosen und Puder auf; – aus ihren Augen lächelte Schelmerei und Lust. »Meine ... ... ausgehen, dachte Fridolin. Dabei spürte er immer noch den Geruch von Rosen und Puder, der von Pierrettens Brüsten zu ihm aufgestiegen war. An welch einem seltsamen ...
Regenschwere Pause Bezogen ist der Himmel, und ich nähere mich dem Hühnerzaun ... ... Flammenkreis; wenn man lange hineinguckt, kann man vielleicht Buchstaben lesen: NUR PERMA-PUDER! Eine Pfote hat er angehoben, und nun wartet er, um zu erfahren, ...
Wilhelm Raabe Die Akten des Vogelsangs Die wir dem Schatten Wesen ... ... als mir beim zufälligen Blättern in allen möglichen Bilderbüchern jenes Wort des frühreifen Lebenshelden in Puder, Kniehose, seidenen Strümpfen und Schnallenschuhen in dem rechten Augenblick wieder vor die Augen ...
Französische Frauen Und willst du wissen, was sich ziemt, So ... ... verrucht abgestimmte Wäscheausstattungen, elegante Bekleidungsstücke, kokette Strümpfe, Hüte, Schmuck, Schminken, Puder . . . alle Instrumente der Körperpflege, sämtliche Mittel zur Verhütung der Empfängnis, ...
Fünfundzwanzig Jahre »Mein geronnenes Herzblut« sagte Siegfried Jacobsohn, wenn er die ... ... Leistung. Herbert Ihering ist hier mit seinen ersten Theaterkritiken hervorgetreten; Ferdinand Hardekopf gab mit Puder gezeichnete Pastells; Peter Altenberg war in fast jeder Nummer zu finden. Das ...
Buchempfehlung
In einem belebten Café plaudert der Neffe des bekannten Komponisten Rameau mit dem Erzähler über die unauflösliche Widersprüchlichkeit von Individuum und Gesellschaft, von Kunst und Moral. Der Text erschien zuerst 1805 in der deutschen Übersetzung von Goethe, das französische Original galt lange als verschollen, bis es 1891 - 130 Jahre nach seiner Entstehung - durch Zufall in einem Pariser Antiquariat entdeckt wurde.
74 Seiten, 4.80 Euro
Buchempfehlung
1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.
396 Seiten, 19.80 Euro