Die Pest unter den Tieren Ein Übel, schreckhaft, wo ... ... Erwiest Ihr ihnen hohe Ehre. Und was den Hirten anbetrifft, Der war gewiß des Todes wert, Da er ... ... zur Beute, Der Hunger und, ich glaube, irgendwelcher Teufel Verführten mich, den grünen Rasen Auf Zungenbreite ...
Die Elster mit den Pfauenfedern Ein Pfau in der Mauser ließ Federn fallen. Eine Elster nahm sie und legte sie an, Stolzierte unter andre Pfauen ... ... . Plagiatoren pflegt man sie zu nennen. Doch halt! Ich will mir nicht den Mund verbrennen.
Das Huhn mit den goldenen Eiern Wer alles haben will, verliert oft alles! Dies zu erklären, denk ich jenes Falles, In dem ein Huhn, wie uns die Fabel lehrt, Dem Geizhals, dem es zugehört, Von Tag zu Tag ein goldnes ...
... »Schickt nur«, riet einer, »den Herrn Esel dort Und auch den allzu feigen Hasen fort, Denn jener ist so tölpelhaft wie ... ... soll mit seinem grimmen Ruf Den Feind entsetzen, Den Hasen, den Natur zum Läufer schuf, Wird, denk ich, ...
Recept wider den Krieg Die Löwen fielen mit den Bären, In einen ... ... trunknen Sand verscharrt. Schach Löwe rief den Leopard Um Beystand an. Die fernen Zonen Der Tobolskiten ... ... er zu einem Grenadier Aus Polen. »Weil der Fürst der Leuen Den unsern foppte.« Läppereyen! ...
... Amte strebte, Ward einst von einem Freund gefragt: Warum er denn kein Amt noch hätte, Da doch die ganze Stadt so rühmlich ... ... Und mancher sich vor ihm schon in ein Amt gewagt, Der nicht den zehnten Teil von seinen Gaben hätte? »Ich« sprach ...
... durch Reue mich gequält, Daß ich den Niedrigsten mir nicht zum Mann erwählt!« Sie reißt den Hauptschmuck ab, um stolz sich umzubringen, Und eilt, ihr ... ... «, ruft sie, »Schmuck! den ich zu meiner Pein getragen, Sogar den schlimmsten Dienst willst du ...
... Als hätt' er wirklich große Gaben. Denn mancher, der, wenn ihn nicht die Geburt erhöht, Da stünde, ... ... durch sein Lied belohnte Und durch sein Lied unsterblich werden hieß; Den bat Elpin, ihn zu besingen. »Sie können«, sprach ... ... Gelübd' gethan, Nur das Verdienst und nie den Namen zu besingen.«
... . 15 Die Ziegen baten den Zeus, auch ihnen Hörner zu geben; denn Anfangs hatten die Ziegen keine Hörner. Überlegt es wohl, was ihr ... ... beharrten auf ihrer Bitte, und Zeus sprach: So habet denn Hörner! Und die Ziegen bekamen Hörner – und Bart! ...
Der gute Arzt Stax ist ein Pfuscher, sagen sie, Die Feinde, die den Mann beneiden. Ein guter Arzt ist er; denn nie Läßt er die Kranken lange leiden.
... Philinde blieb oft vor dem Spiegel stehn; Denn alles kann man fast den Schönen, Nur nicht den Trieb, sich selber gern zu sehn ... ... seid, Hebt mit mir auf; denn sich gern selber lesen Und gern im Spiegel sehn, ist ...
Der Reisende Ein Wandrer bat den Gott der Götter, Den Zeus, bei ungestümem Wetter Um stille ... ... ; Er eilt, dem Regen und den Stürmen In diesem Holze zu entgehn; Doch eh' ... ... schon die Nässe schlaff gezogen; Er zielt und faßt den Pilger wohl; Doch Wind und Regen ...
... in zwei Fabeln (1) Hast du wohl einen größern Wohltäter unter den Tieren, als uns? fragte die Biene den Menschen. Ja wohl! erwiderte dieser. »Und wen?« Das Schaf! Denn seine Wolle ist mir notwendig, und dein Honig ist mir nur angenehm. ...
... Ward itzt hinausgeführt, für seine Missethat Den Lohn durchs Schwert davonzutragen. Er sah wohl aus, und wer ihn ... ... fein Gesicht Und was für Augen hat er nicht! Seht doch den Bart! Ist das nicht eine Wade! Die Straf' ... ... der Tat zu groß. Wer kann sich denn im Trunke zähmen? Ich bitt' ihn frei; ...
... Herr Doktor Schlimmer ging zu einem Kranken, Den auch Kollege Besser untersucht. Die beiden sind verschiedener Gedanken: Herr Besser hofft, Herr Schlimmer aber bucht Den Patient aufs Konto des Verlustes. – Der Mann befolgte beider Ärzte Kur – Und zahlte den Tribut an die Natur. Nun triumphierten beide. »Seht, ich wußt ...
... laß uns wetten, wer von uns zuerst dem Mann Den Mantel von den Schultern reißt. Beginne du! Ich will so ... ... vergangen, Verjagt die Sonne Sturm und Regen, Erfreut den Reiter, den sie bald erhitzt, Daß er im Wettermantel schwitzt, ...
... wurde ihr Bestand. Er hatte Hunderte schon in den Tod gesandt. Von den Verbliebnen wagte keine ohne Zagen Heraus sich aus dem Loch, ... ... als morgen Der Feind ein Glöckchen um den Hals erhält, Das warnend schellt, Sobald er ...
Der kreissende Berg Ein Berg, der sich in Wehen fühlte, Solch einen Schrei aus seinen Tiefen wühlte, Daß jeder, der den Lärm vernahm Und schnell herbeigelaufen kam, Nicht anders meinte, als ein ...
Der Riese Ein rebellischer Riese schoß seinen vergifteten Pfeil über sich in den Himmel, niemand Geringerm, als einem Gott, das Leben damit zu rauben. Der Pfeil floh in die unermessenste Ferne, in welcher ihm auch der schärfere Blick des Riesens nicht folgen konnte. Schon ...
... achten, Wie die Olympier mit begreiflichem Gelüste Es einst vor Troja bei den Griechen machten. Ein Dummkopf ward von einem Floh gestochen, Der ... ... rühre dich, Die Welt von dieser neuen Hydra zu befrein!« Und gar den Zeus: »Was tust du, Gott im Wetterschein, Wenn ...
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Zwei weise Athener sind die Streitsucht in ihrer Stadt leid und wollen sich von einem Wiedehopf den Weg in die Emigration zu einem friedlichen Ort weisen lassen, doch keiner der Vorschläge findet ihr Gefallen. So entsteht die Idee eines Vogelstaates zwischen der Menschenwelt und dem Reich der Götter. Uraufgeführt während der Dionysien des Jahres 414 v. Chr. gelten »Die Vögel« aufgrund ihrer Geschlossenheit und der konsequenten Konzentration auf das Motiv der Suche nach einer besseren als dieser Welt als das kompositorisch herausragende Werk des attischen Komikers. »Eulen nach Athen tragen« und »Wolkenkuckucksheim« sind heute noch geläufige Redewendungen aus Aristophanes' Vögeln.
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