Lieder für Sie
Das Gefühl für das Gute und Böse hängt großenteils von der Meinung ab ... ... sich in schaudervolle, menschenleere Wüsteneien begaben, wo sie sich für die Menschen unnütz, verächtlich und verwerflich gemacht ... ... zu überreden, nicht ein jeder noch einen für sich selbst hinzufüge, der sich für seine Laune schicke? Wenn ein Magen ...
4. Eine Thräne für einen Tropfen Wasser. Diese Worte waren ... ... sangen aus vollem Halse den alten Volksrefrain: Einen Strick Für das Diebsgenick! Und ein ... ... versucht hatte: eine Beschimpfung, das fühlte er dunkel, für die man ihn jetzt in diesem Augenblicke züchtigte; ...
6. Was sieben Flüche in freier Luft für eine Wirkung hervorbringen können. »Te Deum laudamus!« rief Meister Johann aus, als er aus seinem Loche herauskroch, »nun sind die beiden Nachteulen abgezogen. Och! och! Hax! Pax! Max! die Flöhe! die ...
XCV. Ein Mensch starb aus Furcht für einem Schiffbruch, und der Marquis von Marignac wird durch den Schrecken, welchen ... ... Sturm überfallen wurde, noch weit erschrecklichere Wirkungen der Furcht gesehen habe. Die Furcht für dem Schifbruch war so stark bey ihm, daß er nach Verlauf ...
XCII. Ein Soldat starb für Freude, da er die Nachricht hörte, daß er mit einer Frau, die er heftig liebte, sollte verheurathet werden. Daß unser Herz, wenn es von Traurigkeit beklemmet ist, bey einem jähen schmerzlichen Anfall, dem Blut keinen freyen ...
Vierunddreißigstes Kapitel: Wie gefährlich es für Frauenzimmer ist, furchtsam zu sein ... ... Ehrerbietung einflößt, ist heftig, aber für die Freuden eines Liebhabers und für die Bequemlichkeit eines Frauenzimmers ist es die ... ... , auch dies Vergnügen gönnt Ihr mir nicht! Für Euch ist es nichts, für mich aber alles. Wenn Ihr es auch ...
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Stifters späte Erzählung ist stark autobiografisch geprägt. Anhand der Geschichte des jungen Malers Roderer, der in seiner fanatischen Arbeitswut sich vom Leben abwendet und erst durch die Liebe zu Susanna zu einem befriedigenden Dasein findet, parodiert Stifter seinen eigenen Umgang mit dem problematischen Verhältnis von Kunst und bürgerlicher Existenz. Ein heiterer, gelassener Text eines altersweisen Erzählers.
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Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.
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