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Omar Chayyām/Sinnsprüche/Vierzeiler/66. [Literatur]

66. Da von der Erde fortzugehn verhängt uns o wie bald ist, Ein Frevel wär's, entsagten wir der Liebe und dem Zechen. Tor, ob der Ewigkeit der Welt den Kopf dir zu zerbrechen! Muß ich hinweg, was kümmert's mich, ...

Literatur im Volltext: Strophen des Omar Chiijam. Stuttgart, Berlin [o. J.], S. 19.: 66.

Lenz, Jakob Michael Reinhold/Gedichte/Gedichte/66. An meinen Vater [Literatur]

66. An meinen Vater Von einem Reisenden. In wärmeren Gegenden näher der Sonne Am Ufer des vielentscheidenden Rheins, Umschwärmt von aller Thorheit und Wonne Leichterer Sitten, und feurigen Weins, Denk ich in die beschneiten Gefilde Ach! der Einfalt und ...

Literatur im Volltext: Jakob Michael Reinhold Lenz: Gedichte, Berlin 1891, S. 179-180.: 66. An meinen Vater

Müller, Friedrich (Maler Müller)/Gedichte/Nachlese/66. Der Ausschluß [Literatur]

66. Der Ausschluß Ausschließt ... sich selbst von Deutschland, wahrlich, zu loben Ist der Entschluß; er beweist, daß es sich redlich geprüft.

Literatur im Volltext: Friedrich Müller (Maler Müller): Gedichte. Jena 1873, S. 94.: 66. Der Ausschluß

Lessing, Gotthold Ephraim/Gedichte/Sinngedichte (Ausgabe 1771)/66. An die Dorilis [Literatur]

66. An die Dorilis Dein Hündchen, Dorilis, ist zärtlich, tändelnd, rein: Daß du es also leckst, soll das mich wundern? nein! Allein dein Hündchen lecket dich: Und dieses wundert mich.

Literatur im Volltext: Gotthold Ephraim Lessing: Werke. Band 1, München 1970 ff., S. 23.: 66. An die Dorilis

Plavius, Johannes/Gedichte/Trauer- und Treugedichte/Sonnette/66. Tadele nicht alles [Literatur]

66. Tadele nicht alles Du tadelst alle ding' vnd suchst dich zubeweisen/ Mit deiner klügeley: dir ist nichts gut genug/ Vnd wär' es noch so gut/ vnd wer ist wol so klug/ Der deinen grossen witz nicht billich müsse preisen? ...

Literatur im Volltext: Deutsche Literatur, Reihe Barock, Erg.-Bd., Leipzig 1939, S. 148-149.: 66. Tadele nicht alles

Kuhlmann, Quirinus/Gedichte/Der Kühlpsalter, Band 2/Fünfftes Buch/Der 6. (66.) Kühlpsalm [Literatur]

Der 6. (66.) Kühlpsalm Als er schaute am 9. Nov. 1680, sechtzig Jahre nach der Friderichsschlacht, sich wider aufstehen; an seinem 28 Jenner 1681 bei der Rosenlilge in Oxfurt den wesentlichen anfang, und endlich nach den Ulmischen gesichtern des 9 Jenners am ...

Literatur im Volltext: Quirinus Kuhlmann: Kühlpsalter, Band 2 (Buch 5–8 u. Paralipomena), Tübingen 1971, S. 33-40.: Der 6. (66.) Kühlpsalm

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Zu-Gabe während des Drucks/66. Hoffart [Literatur]

66. Hoffart Hoffart heget nicht Vernunfft; wer auß Hoffart wen veracht, Dessen lacht man, wie es Brauch, das man eines Narren lacht.

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 645.: 66. Hoffart

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Desz dritten Tausend neundes Hundert/66. Tadler [Literatur]

66. Tadler Wer mich tadelt, gibt zu kennen, daß was gutes an mir sey; Sonst, wer nichts ihm dran gelegen, dürffte keiner Tadeley.

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 587.: 66. Tadler

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Desz dritten Tausend achtes Hundert/66. Von Umbrone [Literatur]

66. Von Umbrone Was Umbro schreibt, das schreibt er Menschen, die noch zur Zeit nicht Menschen sind; Er schreibt vielleicht für keinen Alten; er schreibt vielleicht nur für ein Kind.

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 571.: 66. Von Umbrone

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Desz dritten Tausend andres Hundert/66. Schmeichler [Literatur]

66. Schmeichler Schmeichler haben keine Straffe, weil sie niemand ie verklagt; Schmeicheln ist fast wie natürlich, weil es keinem mißbehagt.

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 471.: 66. Schmeichler

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Desz dritten Tausend Zu-Gabe/66. Die gezuckerte Welt [Literatur]

66. Die gezuckerte Welt Der Zucker ist ietzt so gemein; Fisch, Vogel, Thier und Frucht Taug nicht, wie die Natur es gab; im Zucker wirds gesucht; Iedoch der Zucker machet Schleim, und Krafftmeel fälscht ihn oft. Wer, was die ...

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 619-620.: 66. Die gezuckerte Welt

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Desz dritten Tausend zehendes Hundert/66. Hofe-Spiel [Literatur]

66. Hofe-Spiel Daß man führt bey Hof ein Spiel: wie gefällt dir dein Geselle? Schickt sich recht; man hebt daselbst einen gern auß seiner Stelle.

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 603.: 66. Hofe-Spiel

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Desz dritten Tausend siebendes Hundert/66. Gesundheit [Literatur]

66. Gesundheit Wer am Leibe nicht Gebrechen, im Gemüthe Lüste fund, Dieser kan sich billich rühmen, daß er völlig sey gesund.

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 556.: 66. Gesundheit

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Desz dritten Tausend sechstes Hundert/66. Regier-Kunst [Literatur]

66. Regier-Kunst Der Grund, worauff ein Thron sein festes stehen fand, Ist (was man auch sonst sagt) ein richtiger Verstand; Um den bat Salomo; da den er kunte haben, Da fehlt ihm sonsten nichts an königlichen Gaben.

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 540.: 66. Regier-Kunst

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Desz dritten Tausend vierdtes Hundert/66. Zeit-Verlust [Literatur]

66. Zeit-Verlust Red und antwort ist zu geben Beym Gericht in jenem Leben Für gesamte nütze Gaben, Die wir her von oben haben. O gewiß! das Zeit-vernichten Wird man auch gar ernstlich richten.

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 503.: 66. Zeit-Verlust

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Desz dritten Tausend erstes Hundert/66. Undanckbarkeit [Literatur]

66. Undanckbarkeit Der uns gibt die gantze Welt, der uns wil den Himmel geben, Fodert nichts dafür als Danck, kan ihn aber nicht erheben.

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 455-456.: 66. Undanckbarkeit

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Desz dritten Tausend fünfftes Hundert/66. Auff Hermetem [Literatur]

66. Auff Hermetem Hermes ist der beste Redner weit und breit und um und um; Ein Gebrechen ist bedencklich: manchmal ist er Silber-stumm.

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 520.: 66. Auff Hermetem

Logau, Friedrich von/Gedichte/Sinngedichte/An den Leser [1]/Desz dritten Tausend drittes Hundert/66. An das Frauen-Volck [Literatur]

66. An das Frauen-Volck Lieben Weiber, lasst mir zu, daß ich sag: ihr seyd wie Nüsse. Diesen ist in zarte Haut eingehüllt deß Kernes Süsse; Drauff folgt gar ein harter Schild, letzlich dann die bittre Schale: So seyd ihr, ...

Literatur im Volltext: Friedrich von Logau: Sämmtliche Sinngedichte, Tübingen 1872, S. 486-487.: 66. An das Frauen-Volck

Müller, Wilhelm/Gedichte/Lyrische Reisen und epigrammatische Spaziergänge/Epigrammatische Spaziergänge. Zweiter Gang/66. Hofordnung [Literatur]

66. Hofordnung Wo der Pavian ist König, kommen Affen nur zu Ehren. Löwe, willst Minister werden, laß dir Affentänze lehren!

Literatur im Volltext: Wilhelm Müller: Gedichte. Berlin 1906, S. 333.: 66. Hofordnung

Müller, Wilhelm/Gedichte/Lyrische Reisen und epigrammatische Spaziergänge/Epigrammatische Spaziergänge. Erster Gang/66. Geduld und Zorn [Literatur]

66. Geduld und Zorn Wer erst das Hemd der Geduld zerreißt, Gar oft die eigenen Blößen weist. Des Zornes Mantel ist zwar weit, Trügst du ihn nur mit Schicklichkeit. Du wirfst ihn dreifach um den Kopf, Und doch ...

Literatur im Volltext: Wilhelm Müller: Gedichte. Berlin 1906, S. 316-317.: 66. Geduld und Zorn
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