Unverbesserlich Wer Bildung hat, der ist empört, Wenn er so schrecklich fluchen hört. Dies »Nasowolltich«, dies »Parblö«, Dies ewige »Ojemine«, Dies »Eipotztausendnocheinmal«, Ist das nicht eine Ohrenqual? Und gar »Daßdichdasmäusleinbeiß«, Da wird ...
Sterbeszene (Nach der Natur.) Es liegt ein Kind im Todeskampf, Die Stirn bedeckt vom Schweiß, dem kalten, Es richtet auf sich wie im Krampf, Will noch die Händlein betend falten. Das kann's nicht mehr, die ...
57. Weltverbesserer Viele Heilande gibt es heut zu Tage, doch stehen Zwischen dem Egoist und dem Sophisten sie meist.
An einen Weltverbesserer »Alles opfert' ich hin«, sprichst du, »der Menscheit zu helfen, Eitel war der Erfolg, Haß und Verfolgung der Lohn.« – Soll ich dir sagen, Freund, wie ich mit Menschen es halte? Traue dem Spruche! noch ...
An die Menschenverbesserer Suchst du durch äußere Formeln den Menschen zu bessern, du irrest; Nur aus dem Innern hervor läßt sich's erreichen mit Glück.
Geisterbesuch auf dem Feldberg Hani gmeint, der Denglegeist, ihr Chnabe vo Todtnau seig e böse Geist, jez wüßti andere Bricht z'ge. Us der Stadt, das bini, und will's au redli bekenne, mengem Chaufher verwandt, vo siebe Suppe ne Tünkli ...
Das Feuerbesprechen Mündlich. Zigeuner sieben von Reitern gebracht, Gerichtet verurtheilt in einer Nacht, Sie klagen um ihre Unschuld laut, Ein Jud hätt ihnen den Kelch vertraut. Die Rathsherrn sprechen das Leben leicht ab Sie brachen ...
58. An die Menschenverbesserer Suchst du durch äußere Formeln den Menschen zu bessern, du irrest; Nur aus dem Innern hervor läßt sich's erreichen mit Glück.
Der Unverbesserliche Ihr habt den Vogel gefangen, Der war so frank und frei, Nun ist ihm 's Fliegen vergangen, Der Sommer ist lange vorbei. Es liegen wohl Federn neben Und unter und über mir, Sie können mich ...
[Abschied/ ach du herbes Wort] A-bschied/ ach du herbes Wort/ Welches meinen Sinn bestreitet/ Und an einen fremden Ort Von Lisillens Schos mich leitet/ Wie verhaßt ist mir die Zung/ Auff der du geworden jung. B ...
An die Weltverbesserer Pochest du an – poch nicht zu laut, Eh du geprüft des Nachhalls Dauer. Drückst du die Hand – drück nicht zu traut, Eh du gefragt des Herzens Schauer. Wirfst du den Stein – bedenke wohl, ...
Die Staatsverbesserer So schlimm steht es wahrlich noch nicht um des Staates Gesundheit, Daß er die Kur bei euch wage auf Leben und Tod.
PROVERBES POUR LES TROIS INVITÉS DE SUR-LE-MONT T. Pendant que ta mère t'allaite Il faut qu'une fée maligne Chante d'ombre et de mort. Elle te donne comme étrennes Ces yeux sinistres et si ...
Persönliches Ein satter, tafelmüder Gast Dreht Kügelchen aus ... ... nie erlebt, sich selbst zu überleben, Der preise seiner Sterne Gunst. Feuerbestattung? Ob in Flammen mag verlodern, Ob im Schoß der Erde modern ...
An den Herrn Pfarrer Spreng/ über dessen im Jahr 1724 zu Basel gehaltene Rede von Verbesserung der deütschen Sprache in der Schweitz Sonnet. Ich sah Helvetien in Gram und Unmuht sinken, Als durch sein weites Land, zum Vorwurf unsrer Zeit, ...
Ißbrands Barden-Lieder/ in der Drachen-Insel zwischen der Oder und Bartsch in der weit-berühmten schönen Eiche gefunden/ und nach itziger Mund-Art verbessert Winter-Grün verstorbener Helden Hör spate Nach-Welt an/ was dir ...
16. Lust ziemt der Jugend und Liebe und Trinkgelag. Verdorben ward die Welt von der Sintflut Wässern; So laßt uns sehen, ob es gelingen mag, Durch Wein die arg verheerte zu verbessern!
255. Hüte dich, daß nicht die Zecher dich der Nüchternheit ... ... – das mögst du wissen – nimmer, magst du trinken oder nicht, Wenn vorherbestimmt zur Hölle, gehst du in den Himmel ein!
233. Bevor dereinst aus dem Paradiesesfluß Den Becher mir füllen wird der himmlische Schenke, Wollt ihr, daß ich an Weinentsagung denke? Das wäre wider Gottes Vorherbeschluß.
285. Umschlinge, jedes Erdengrams vergessen, Ein schönes Weib, schlank wie Zypressen, Eh wieder dich, wie dir vorherbestimmt, In ihren Arm die Erde nimmt.
Buchempfehlung
Im Alter von 13 Jahren begann Annette von Droste-Hülshoff die Arbeit an dieser zarten, sinnlichen Novelle. Mit 28 legt sie sie zur Seite und lässt die Geschichte um Krankheit, Versehrung und Sterblichkeit unvollendet.
48 Seiten, 4.80 Euro
Buchempfehlung
Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Michael Holzinger hat für den zweiten Band sieben weitere Meistererzählungen ausgewählt.
432 Seiten, 19.80 Euro