[Ich möchte wissen, was mich freute!] Ich möchte wissen, was mich freute! Mir ist entrissen, was mich freute. Das Haus ist ... ... Licht; es ruht versunken In Finsternissen, was mich freute. Kein Blumenbett; es liegt entschlafen ...
1. Der Himmlische Daphnis Christus nimmt die büssende Seel Clorinda wiederum zu Gnaden an/ und bezeugt/ wie hoch Er die bereute/ obschon gröste/Sünder liebe Nolo mortem impii, sed ut convertatur, & vivat. Ezech. 33. v. 11. ...
Das über Sr. Chur-Fürst. Durchl. zu Hannover beglückte Zurückkunfft vom Rhein/hoch-erfreute Chur-Fürstenthum/ im Nahmen eines andern. Welch ungemeiner Glantz will unsre Brust bestrahlen/ Welch Sonnen-reines Licht mag unsre Felder mahlen/ Und füllt durch seinen ...
Adonis Als Phöbos Apollon dich sah, Adonis, Ergriff seine Seele ein seliger Schmerz. Nicht freute ihn der Gesang der Mysten Und nicht das Opfer im ragenden Heiligtum. Er trat als Bettler staubig vor die Sibylle, Die weissagende ...
Unkunde Wie endigt Heut? und was wird Morgen bringen? Wer kann mir sagen, ob gestreute Saaten, Heilsam an sich, mir nicht zum Gift gerathen? Was fremder Willkür mag an mir gelingen? Vergebens zeugt Erfahrung von den Dingen, ...
An Fanny Vom Himmel fiel ein heller Tag hernieder, Mit ... ... ihre Sommerlieder, Da trat ein holdes Kind in diese Welt, Und lächelte und freute sich im bunten Frühlingszelt. Die zarten Geister, die in den Kristallen ...
Zurückgewiesenes Lob Verdruss und Unruh' kämpft in mir, Perette ... ... heute; Ich sinne hin und sinne her Auf eine That, die mich gereute: Dann ist es wahr, betrog mich Fama nicht – Ja dann ...
Verlobung Wer freute sich nicht solcher Kunde? Auch gibt sie holder Deutung Platz: Liegt nicht bei Worms im sichern Grunde Der Nibelungenschatz?
Pierrot Hier ruht Pierrot, der leichte Schwerenöter. Ach, er ist ... ... Er bliebe doch bei einem Herzen stecken. Doch weit in tausend Frauenherzen verstreute Pierrot sein Leben. Es hat in seiner Brust tausend Herzen gegeben. Und ...
Die Nelke Ein Nelkenstock ist in Daphnens Garten, am Zaun. ... ... da frisch auf. Jezt bog sie lächelnd die Blume zu ihrem schönen Gesicht, und freute sich des süssen Geruches; die Blume schmiegte sich an ihre Lippen. Warme Röthe ...
... Waffen! Wer sich je der Kämpfe freute! Schirmt mit Erz euch um den Busen, Reißt den Stahl ... ... ziehn erfreuend Liebesnetze um den Kämpfer, Der die Waffen weit weg streute. Endlich, ruft er triumphirend, Ist mein Herz und Leben ...
Der Gärtner Auf ihrem Leibrößlein, So weiß wie der Schnee ... ... Weg, den das Rößlein Hintanzet so hold, Der Sand, den ich streute, Er blinket wie Gold. Du rosenfarbs Hütlein, Wohl auf ...
Herkules Musagetes 1801 Opfre dich selber zuvor und alles was sterblich der ... ... So hab' ich frühe gedacht und werde ja fürder so denken: Denn wie reute den Mann, was er so männlich beschloß? Schamlos mehret die Bücher, die ...
Das Birkenbäumchen Ich weiß den Tag, es war wie heute, Ein erster Maitag, weich und mild, Und die erwachten Augen freute Das übersonnte Morgenbild. Der frohe Blick lief hin und wieder, ...
Annemarie Deines Gartens armer Spatz zählet dir zum Ruhme jede ihm zur Winterzeit hingestreute Krume. Und die Blumen unter sind des Glaubens mächtig, dass so Vieh- als Menschenvolk völlig niederträchtig. Nur von dir erwarten sie ...
Der Friede? Wohin auch immer deine Augen spähten, Dich freute reife Frucht auf schwanken Halmen. Zukünftig Jahr hat Rosseshuf zertreten Dein Korn vielleicht, und deine Scheunen qualmen. Du wirst dann ungebeugt von neuem jäten Und neue Mühlen bauen zum Zermalmen. ...
Tristan Ach, warum durch Meereswogen Steuern wir auf schwankem ... ... Wünschen fortgezogen, Ruft uns heim der Sehnsucht Ziel! Was noch gestern hoch erfreute, Ocean und Inselstrand, Wie Verbannung dünkt es heute Von des ...
Das braune Büblein Mich freute herzlich, herzlich, traun! So oft ich es gesehen, Stets springen, niemals gehen, Ein Büblein, ganz kastanienbraun. Es war so frisch, so munter, ach! Kam wo ein Pferd gesprungen, Sah ...
Auf der Strasse Er küsste den Laternenpfahl Und hielt ihn fest umschlungen, Und um ihn freute der Skandal Ein Rudel Strassenjungen. Erst seinen Wochenlohn verschnapst In räuchriger Spelunke Und dann verkatert und verflapst Und voll wie eine Unke ...
Tannenduft Die Douglastanne streute ihren Duft voll herber Würze in die Spätjahrsluft. Die Düne barg uns vor des Nordsturms Wut – tief war die Nacht, so tief wie Meeresflut, wie Liebe tief. Da rang aus feuchtem Moos zu ...
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Der junge Königssohn Philotas gerät während seines ersten militärischen Einsatzes in Gefangenschaft und befürchtet, dass er als Geisel seinen Vater erpressbar machen wird und der Krieg damit verloren wäre. Als er erfährt, dass umgekehrt auch Polytimet, der Sohn des feindlichen Königs Aridäus, gefangen genommen wurde, nimmt Philotas sich das Leben, um einen Austausch zu verhindern und seinem Vater den Kriegsgewinn zu ermöglichen. Lessing veröffentlichte das Trauerspiel um den unreifen Helden 1759 anonym.
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