Alte Märe Als im Altertum ein weiser König Finster brütend auf dem Throne saß, Sagt' sein Freund: Du sprichst mir heut' so wenig, Edler Herrscher, fehlt dir irgend was? Fehlen? Nein! Ich bin gesund, mein Bruder, ...
Nein! Pfeift der Sturm? Keift ein Wurm? Heulen ... ... Ende, welches ächzte, gleich als ob im Galopp eine müdgehetzte Mähre nach dem nächsten Brunnen lechzte (der vielleicht noch ferne wäre).
Auf einen Klavierspieler Hört ihn und seht sein dürftig Instrument! Die alte, klepperdürre Mähre, An der ihr jede Rippe zählen könnt, Verwandelt sich im Griffe dieses Knaben Zu einem Pferd von wilder, edler Art, Das in Arabiens Glut ...
Die Edelsteine Ihr wißt vom Blitze eine graue Märe, Der im granitnen Leibe des Giganten, Herabgeschleudert aus azurner Sphäre, Zum Strahl verkörpert ward des Diamanten. Doch wie entsprungen in des Berges Minen Granaten, Amethyst' und Crysolithe, ...
An Herren J.F. Ratschky Im Brachmonat 1781. Fünf Monden lang An Faulheit krank, Lag meine Mähre Schon auf der Streu, Und ich dabei. Der Sporn der Ehre War viel zu schwach; Was er auch ...
Das Kätchen von Heilbronn Ihr kennt wohl die alte Märe Und kennt wohl das schöne Gedicht Und wißt was vom Kätchen von Heilbronn, Man immer noch kundet und spricht? Wie einst sie gelaufen dem Ritter, Dem Wetter von Strahl ...
Ballade vom Raube der Sabinerinnen und von der neuentdeckten Stadt Quirium 1827. Hört, ihr Quiriten, insgesammt Die wunderneue Märe! Von wannen euer Name stammt, Das ist's, was ich ...
[Siehst du die dunkelen Flecken im Monde?] Siehst du die dunkelen ... ... Monde? Kennst du sie, jene von unseren Vätern Lauter und ächt abstammende Mähre, Welche Bedeutung enthüllet und Ursprung? Kannst du sie nicht? ich ...
... sult sprechen willekomen! der iu mære bringet, daz bin ich. allez daz ir habt vernomen, ... ... mir êren biete. Ich wil tiutschen vrouwen sagen solhiu mære, daz si deste baz al der werlte suln behagen: ...
Wie der Junkherr Ebbelin die Nürnberger foppen tät Ich weiß eine Märe, gut und kühn, Von keckem Ritterwerk: Es fingen den Junkherrn Ebbelin Die Herren von Nürenberg. Sie fingen ihn mit Hinterlist, Sie schnürten ihm Hand und Fuß ...
Idylle Junges Weib, wie manche Stunde Seh' ich deinem ... ... Alles, wie's die Großen tun. Già la luna 'mmiezzo mare – Und sie werden es nicht müd, Bis dem kleinen Paar ...
Vale Imperator! Vale, senex Imperator, Barbablanca, triumphator ... ... Africum tugurium, Postquam nuntius invitus Navigaverit contritus Mare per caeruleum. Ja, wo jenseit blauer Meere Eine deutsche Hofeswehre ...
XXV. Herakles bei Augeias. Fragment. Dem nun erwidert ... ... und der tödlichen Wölfe Geschlecht nur: Darum verwunderten auch sich die Hörenden über der Märe, So daß einige sagten, der Wanderer habe gelogen, Kurzweil' für die ...
Heil dem Kaiser! Macte Imperator! Macte senex ... ... Großer Schweiger, dein Gedanke, Deutscher Mut und Kruppscher Stahl. Petunt mare – Goeben turget: Scandunt alpes – Werder urget: Undique ...
Börsencafé Das Café braust von Stimmen, Es summt und ... ... glühn. Plötzlich die Atmosphäre Zerschneidet scharf und fahl Langsam die gelbe Mähre Des Börsenfürsten Baal. Vom Bluthund Not begleitet, Umkrallt vom ...
König Alfred »In harter Not liegt Engelland! Es sind ... ... teure Held Von einem scharfen Speere! So bringt's die blut'ge Märe! Kein Retter steht uns mehr im Feld: So räumt denn diese ...
Deutsches Lied Ich bin ein Wandrer in der Weite Von ... ... Flur, Das ist ein Rieseln und ein Rauschen, Mein Ohr hört frohe Märe nur. Sie tönt so hell von Berg zu Tal: Es springt ...
Um einen Pfennig Zu Hofe ruft viel frohe Gäst' Der ... ... Und aber einen Pfennig!« Das Pferd reißt aus und sprengt feldein, Der Mähre nach das Junkerlein, Doch schleppt's ein hinkendes Bein gar schwer, ...
... Sonnen. 25. Es kam die Märe von des Landes Marken, Ein Feind brech' ein und drohe harten ... ... Kleinode blank und hell. Die Fremden legten ihren Markt nun aus, Die Märe kam dem Marschalk in sein Haus. 84. Zwei seiner Söhne ...
Die Hundeträgerinnen Wien im Jäner 1785. O Weib, ... ... Sich hastig zu Pferd, dass die Rüstung erklang, Und drückte der wiehernden Mähre Den Sporn in den Leib; denn es flammte sein Muth, Im Kampfe ...
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»Fanni war noch jung und unschuldigen Herzens. Ich glaubte daher, sie würde an Gamiani nur mit Entsetzen und Abscheu zurückdenken. Ich überhäufte sie mit Liebe und Zärtlichkeit und erwies ihr verschwenderisch die süßesten und berauschendsten Liebkosungen. Zuweilen tötete ich sie fast in wollüstigen Entzückungen, in der Hoffnung, sie würde fortan von keiner anderen Leidenschaft mehr wissen wollen, als von jener natürlichen, die die beiden Geschlechter in den Wonnen der Sinne und der Seele vereint. Aber ach! ich täuschte mich. Fannis Phantasie war geweckt worden – und zur Höhe dieser Phantasie vermochten alle unsere Liebesfreuden sich nicht zu erheben. Nichts kam in Fannis Augen den Verzückungen ihrer Freundin gleich. Unsere glorreichsten Liebestaten schienen ihr kalte Liebkosungen im Vergleich mit den wilden Rasereien, die sie in jener verhängnisvollen Nacht kennen gelernt hatte.«
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1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.
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