Sechszigstes Sonett. Nie war ich, Donna, müd', um euch zu minnen, Noch werd' ... ... Euer Zorn auf andre Art zu siegen, – Er irrt, und wird nie, was er denkt, gewahren; Das dank' ich mir und, Amor ...
Neun und zwanzigstes Sonett. Orso, nie schmerzen so mich See und Flüsse, Nicht so das Meer, wohin die Bäch' entweichen, Nicht Schatten so von Mauer, Berg' und Zweigen, Nicht Wolkenhimmel so noch Regengüsse, Und wie sie heißen all' ...
Einhundert und eilftes Sonett. Nie sah so freundlich ich die Sonne walten Am Himmel, wenn die Nebel sich verzogen, Nach Regenschauern nie des Himmels Bogen So viele Farben in der Luft entfalten; Wie ...
Zweyhundert und achtzigstes Sonett. Nie thränlos wird mein Blick, nie ungerühret Werd' ich und ruhig jene Zeilen schauen, Aus denen Liebesfunkeln scheint zu thauen, Die Mitleid wie mit eigner Hand gezieret; Geist, der im Erdenkampf du triumphiret, ...
Einhundert neun und achtzigstes Sonett. Nie lebt' auf seinem Dach so abgeschieden Ein Spatz, wie ich, kein Wild in dunklem Hage, Seit mir Ihr Antlitz fehlt, der nichts ich frage Nach andrer Sonn' und Augenlust hienieden. Nur immer Weinen ...
Zweyhundert acht und dreyßigstes Sonett. Nie sah' ich Stellen, wo so licht zu finden, Was, seit sie fern, ich immer sehen mögen; Noch, wo mein Herz so frey sich konnt' entbinden, Den Himmel auf mit Liebesklagen regen; ...
Dreißigster Gesang Als so des ersten Himmels Nordgestirn, Das Aufgang nie gekannt und Niedergang, Noch anders als durch Sünde je umwölkt ward, Und das, wie denen, die, den Hafen suchend Das Steuer drehn, der niedre Nordstern tut, So jedem dort ...
Einundzwanzigster Gesang Es quälte mich der angeborne Durst, Der nie gesättigt wird, als durch das Wasser, Das sich die Samariterin erbat; Zugleich fühlt' ich, ob der gerechten Rache Mitleid empfindend, auf dem engen Pfade, Dem Führer nach, zur Eile ...
Neuntes Sonett. Glorwürd'ge Säul', o uns'rer Hoffnung Stütze, An der empor sich Römerherzen richten, Die nie dich trieb vom rechten Pfad' und schlichten Jupiters Zorn durch seine Stürm' und Blitze! Nicht Bühne, nicht Pallast, nicht Logensitze, ...
Vierzigstes Sonett. Wohl hab' ich dich, so weit ich es ... ... , Vor Lüge stets bewahrt und hoch geehret, Treulose Zung', hast aber nie gewähret Mir Ehre drob, vielmehr wohl Zorn und Schande; Denn wenn ...
Einhundert und achtzehntes Sonett. Demüthig Wild, mit Tiger-, Bärensinne, ... ... Freud' und Weh, Hoffnung und Bangen Mich so, daß festen Stand ich nie gewinne. Wenn seinen Zähnen ich nicht bald entrinne Und ferner mich solch ...
Einhundert vier und dreyßigstes Sonett. Süßen Gedanken Amor zu mir schicket ... ... Der zum Vertrauten zwischen uns erlesen, Und spricht, mich tröstend, daß er nie gewesen Bereit, wie jetzt, zu dem, was mich beglücket. Ich ...
Zweyhundert drey und sechszigstes Sonett. O schöne Seele du, erlöst von jenen Fesseln, die schöner nie Natur gegeben, Vom Himmel schau nach meinem dunkeln Leben, Von frohen Bildern wende dich zu Thränen! Genommen ist vom Herzen falsches Wähnen, Das ...
Zweyhundert fünf und fünfzigstes Sonett. Zwey große Feindinnen waren verbunden, Tugend und Reiz, so friedlich sie zu loben, Daß nie in frommer Seele sich erhoben Ein Aufruhr, seit sie da beysammen stunden. ...
Zweyhundert drey und vierzigstes Sonett. Nimmer hat Mutter theuren Sohn beglücket, Nie liebesheiße Herrinn ihren Treuen So unter Seufzern und so bangem Scheuen Mit theuerm Rath, wann Zweifel ihn umstricket, Wie Sie, wenn sie mich so verbannt erblicket Aus ihres ...
Einhundert drey und siebenzigstes Sonett. Die süßen Höhn, wo ich mich ließ zurücke, Denen ich fliehend nie doch kann entfliehen, Ziehn mir voraus; die Amor mir verliehen, Die theure Last, ruht ewig im Genicke. Oft voll Verwund'rung auf ...
... was jetzt noch kann geschehen; Denn nie wirst du mich wieder hier erspähen, Wenn dannen du den trägen ... ... siehst! drob Schmerz und Gluth mich plagen. Sie, wie mit stillem, nie gesehnen Blinken, Sprachen: »O theure Lichter, die so lange ...
Biographie Ludovico Ariosto 1474 8. September: ... ... 1532 Die abschließende Version von »Orlando Furioso« wird veröffentlicht. Ariosto beendet nie die Fortsetzung zu seiner berühmten Arbeit, »Cinque Canti« (»Fünf Gesänge«). ...
... Mir Wonn' und Fluch zugleich! Und nie umwehen Die Düfte mich von blumenreicher Flur, Noch aus den Gärten ... ... einst Mir in die Seele flößtest, nimmermehr Hast du es ahnen können, nie erfuhrst du, Wie grenzenlose Glut, wie tiefe Qual, Wie ...
... Blicken und Geberden Und Mienen; ach, in Worten nie. Und jetzt noch Wär' stumm geblieben dies ... ... Antlitz sah. Wohl sollte dies Mir tödtlich werden. Dennoch hab' ich nie Mit klaren Sinnen, nie in so viel Aengsten Verwünschen können jenen ... ... so wie ich dich liebte. Nie Kehrt solche Liebe wieder. Ach, wie schmerzlich Hat in den langen ...
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