Meiler , 1 ) ein Haufen regelmäßig übereinander gelegter, mit Erde bedeckter Holzscheite zum Kohlenbrennen , s.d. A); daher Meilerkohlen , so v.w. Holzkohlen 2); 2 ) im Österreichischen, bes. bei den kärntnischen Hütten - u. ...
Meiler , Vorrichtung zur Verkohlung des Holzes (s. Kohle ), zum Verkoken der Steinkohle (s. Koks ), zum Brennen von Mauersteinen u. zum Rösten von Erzen .
Meiler , die regelmäßig aufeinander gelegten mit einem Mantel von Erde und Kohle bedeckten Scheiter, die durch Glühfeuer verkohlt werden sollen. M., in Kärnthen Gewicht von 10 Ctr.
Meiler , s. Verkohlung .
Der Meiler ( Meuler ) ein altes Wort, welches eigentlich sonst jeden Haufen oder Hügel bedeutete: jetzt braucht man es blos noch von den runden aufgeschichteten Holzhaufen, woraus die Kohlenbrenner in den Wäldern die Kohlen brennen; daher Meilerholz dasjenige bezeichnet, welches zu ...
Der Meiler , des -s, plur. ut nom. sing. ein altes Wort ... ... Mular ein Haufen. S. 5. Mahl, Malter und Maulwurf. Die Schreibarten Mäuler und Meuler sind so wird der guten Aussprache, als auch der häufigsten Gewohnheit zuwider.
Meiler, Meileröfen , frei aus den zu brennenden Ziegeln regelmäßig aufgebaute Haufen, bei denen das zum Brennen erforderliche Feuerungsmaterial zwischen die Ziegel gestreut ist; die aufgebauten Ziegel werden an den Seiten und oben gut mit Lehm verschmiert, und hierauf wird das ...
322 Johannes Meyler , (15. Jan.), ein Geistlicher des Ordens des hl. Franciscus, ein Mann von großer Frömmigkeit, welcher zu Trier um das J. 1590 starb. ( Hub. Men .)
Bogen , 1 ) (Hutm.), so v.w. Fachbogen; ... ... Harke mit langen, eisernen Zinken , womit die Erde von dem Meiler gezogen wird, wenn die Kohlen gebrannt sind; 3 ) ein Theil ...
Bähen , 1 ) erwärmen; 2 ) (Kochk.), Brod ... ... es angefeuchtet, erhitzen, damit es biegsamer wird; 4 ). (Kohlenbr.), den Meiler eine kurze Zeit brennen lassen, ehe man ihn bestiebt; 5 ) ...
Rösen , Meiler od. Haufen , in welchem Gyps gebrannt wird.
Decken , über einen Gegenstand etwas ausbreiten, um denselben dadurch zu ... ... . zu schützen, sowohl in eigentlichem als figürlichem Sinne : 1 ) den Meiler decken, mit Rasen u. Reisig belegen; 2 ) den ...
Wurmen , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte haben, ... ... nur in einigen figürlichen Bedeutungen. 1. Bey den Kohlenbrennern wurmt das Feuer in dem Meiler umher, wenn es in demselben herum kriecht. 2. Im moralischen Verstande sagt ...
Spreiß - ( Spreißel -) haken, eine Stange mit einem Haken , womit die fertigen Kohlen . aus dem Meiler gezogen werden.
Wurmen , 1 ) (Kohlenbr.), vom Feuer , wenn es langsam nach u. nach den ganzen Meiler durchzieht; 2 ) (bildlich), bekümmern, beunruhigen.
Acharnä , der größte der attischen Demen , nördlich von Athen ... ... gelegen, durch Öl- und Weinbau berühmt, von zahlreichen Kohlenbrennern bewohnt, deren Meiler im Parnes lagen. Nach A. heißt eine Komödie des Aristophanes ...
Tabbert, 1) ein Schleppkleid , wie es sonst in Deutschland von Männern u. Weibern getragen wurde, vgl. Tabarro ; 2) die Birkenrinde, womit Kohlenbrenner den Meiler anzünden.
Abkühlen , 1 ) die Wärme des Körpers verringern; ... ... ) (Kohlenbr.), nach dem Garwerden der Kohlen die Decke von dem Meiler allmälig abnehmen; 3 ) in der Bierbrauerei u. Branntweinbrennerei (s. b ...
Belauben , verb. reg. act. 1) Mit Laub bekleiden. Einen Meiler belauben, bey den Kohlenbrennern, ihn statt der bloßen Erde mit Laub, Kohlenstaub und Erde bedecken. Außer dem ist dieses Wort nur in der höhern Schreibart üblich. Eile Lenz, beblüme die ...
Stümpeln , verb. regul. act. welches nur bey den Kohlenbrennern üblich ist, welche einen Meiler stümpeln oder ausstümpeln, wenn sie die Zwischenräume zwischen dem großen Holze mit Stümmeln oder kleinen Holze ausfüllen. Vermuthlich von dem Niedersächs. Stumpel, ein Stümmel, Stumpf. In ...
Buchempfehlung
Als Hoffmanns Verleger Reimer ihn 1818 zu einem dritten Erzählzyklus - nach den Fantasie- und den Nachtstücken - animiert, entscheidet sich der Autor, die Sammlung in eine Rahmenhandlung zu kleiden, die seiner Lebenswelt entlehnt ist. In den Jahren von 1814 bis 1818 traf sich E.T.A. Hoffmann regelmäßig mit literarischen Freunden, zu denen u.a. Fouqué und Chamisso gehörten, zu sogenannten Seraphinen-Abenden. Daraus entwickelt er die Serapionsbrüder, die sich gegenseitig als vermeintliche Autoren ihre Erzählungen vortragen und dabei dem serapiontischen Prinzip folgen, jede Form von Nachahmungspoetik und jeden sogenannten Realismus zu unterlassen, sondern allein das im Inneren des Künstlers geschaute Bild durch die Kunst der Poesie der Außenwelt zu zeigen. Der Zyklus enthält unter anderen diese Erzählungen: Rat Krespel, Die Fermate, Der Dichter und der Komponist, Ein Fragment aus dem Leben dreier Freunde, Der Artushof, Die Bergwerke zu Falun, Nußknacker und Mausekönig, Der Kampf der Sänger, Die Automate, Doge und Dogaresse, Meister Martin der Küfner und seine Gesellen, Das fremde Kind, Der unheimliche Gast, Das Fräulein von Scuderi, Spieler-Glück, Der Baron von B., Signor Formica
746 Seiten, 24.80 Euro
Buchempfehlung
Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Für den dritten Band hat Michael Holzinger neun weitere Meistererzählungen aus dem Biedermeier zusammengefasst.
444 Seiten, 19.80 Euro